Frage zum Evora für Neulinge

  • Hallo Leute, habe bisher noch nie einen Lotus gefahren, jetzt aber die Möglichkeit einen Evora zu übernehmen. Würdet ihr ihn als alltagstauglich beschreiben?

    Ich würde gerne einen würdigen Nachfolger für meinen Alfa Romeo Brera haben – für jeden Tag also. Etwas Angst habe ich vor zu hohen Folgekosten, da ich auch öfter was von Getriebeproblemen gelesen habe und auch nicht so genau weiß, wo man die Teile günstig bekommt. Kann mir hierzu wer was sagen?


    Generell ist der Alfa Brera auch recht empfindlich, vor allem, was die Elektronik und die Steuerkette angeht. Auch in Sachen Unterhalt & Verbrauch dürfte der Evora nicht deutlich drüber liegen.

    Freu mich auf Erfahrungen und Danke vorab

  • Wie weit ist eine brauchbare Werkstatt weg und hast du eine Alternative, falls du mal 4 Wochen auf ein Ersatzteil warten musst?


    Der Evora kann Alltag sicher gut.

    Technik (Motor/Getriebe) gibt es bei Toyota. Die verstärkten Getriebeteile ab ca. 2016 nur bei Lotus.


    Manche Teile von Lotus können ihre Zeit brauchen, bis sie da sind. Kann ärgerlich sein.

    Termine in der Werkstatt gibt es manchmal nicht direkt.

  • Absolut alltagstauglich ... Aber diese Bewertung gibt es von einigen hier im Forum auch für einen 311 ;-) ...

    Aber von Lotus Fahrzeugen definitiv der alltagstauglichste.


    In den US Foren und auf facebook gibt's genug Fotowettbewerbe, was man alles im / auf dem Evora transportieren kann. Von Kindern beim 2+2 etc ganz zu schweigen. Es gibt genügend Fahrzeuge mit > 150.000 km Laufleistung. Gerade beim V6 mit Automatik ist der Antrieb komplett robust. Nur die Kupplung bei manueller Schaltung insb. dann noch bei getuneten Fahrzeugen hat dem ein oder anderem hier im Forum Sorgen gemacht.

  • Haha ja, der Brera ist schon etwas träge, aber schon ein Hübscher und dazu relativ selten, das reizt mich wohl auch an den Lotus(sen) 😁


    Das Teil ist manuell, also kein Automatik und von 2010. Inwiefern war die Kupplung hier problematisch? Ich kann also einfach die Teile bei Toyota bestellen / passend für Toyota, wenn was ist?


    Was verstehst du unter „verstärkten Getriebeteile ab ca. 2016 nur bei Lotus“, Bauernjunge?


    Auch interessiert mich das Thema Weiterverkauf, da muss man wohl auch ziemlich lange Wartezeiten einplanen?


    Würdet ihr nur in ne Vertrags-Werkstatt oder wie? Die gibt es im Saarland sicher nur sehr rar, da die aber ohnehin immer teurer sind, würde ich zum

    Italiener meines Vertrauens, weiß aber nicht, ob der mich bei dem Engländer schief anschaut, zumal er mal ne Fiat gearbeitet hat.

  • Die ersten Getriebe waren 1:1 von Toyota.

    Dann gab es Sport Ratio, die wurden von Lotus angepasst.

    Alle älteren Getriebe haben eines gemeinsam, dass bestimmte Gangräder leicht ausschlagen.


    Wenn ich mit recht erinnere, gab es dazu 2016 ein Update.


    Die Getriebe stammen eigentlich von Toyota Diesel Autos. Waren also nie für >200PS gedacht.

    Die Kupplung der 280er und 350er ist noch immer ein Problem. Die 400er ist haltbarer.


    Getriebe und Kupplung machen lassen ist sehr teuer.

  • Hmm dann wird das bei dem Auto wohl ein Problem sein :/ Wieviele Kilometer halten die denn und welche Kosten sind hier zu erwarten?


    Gelesen habe ich das hier;

    • Für eine neue Kupplung müssen Sie in etwa 100 bis 400 Euro zahlen, je nach Modell und Ausführung. Da Sie diese nicht selbst einbauen können, kommen die Arbeitsstunden in der Werkstatt hinzu.
    • Der Einbau in der Werkstatt kann Sie zwischen 200 und 400 Euro kosten


    Würde mich freuen, wenn jemand auch noch meine anderen Fragen beantworten kann :-)

  • ich hatte einige Alfas's (Giulia Q4 war die letzte) und Fiat's.

    Kannste nicht vergleichen; ich fahre meinen Evora nun über 7 Jahre und bin so begeistert wie am ersten Tag. (ganz ehrlich)

    Schreib mir ein PN, und ich liefere Dir noch ein paar Details.

  • Hmm dann wird das bei dem Auto wohl ein Problem sein :/ Wieviele Kilometer halten die denn und welche Kosten sind hier zu erwarten?


    Gelesen habe ich das hier;

    • Für eine neue Kupplung müssen Sie in etwa 100 bis 400 Euro zahlen, je nach Modell und Ausführung. Da Sie diese nicht selbst einbauen können, kommen die Arbeitsstunden in der Werkstatt hinzu.
    • Der Einbau in der Werkstatt kann Sie zwischen 200 und 400 Euro kosten


    Würde mich freuen, wenn jemand auch noch meine anderen Fragen beantworten kann :-)

    3.000-4.000 Euro ist da realistisch.

    Bei den frühen Modellen ist mit dem Tausch der Kupplung und einer Getrieberevision zu rechnen, wenn nicht schon erfolgt.

    Der Stecker der Drosselklappe kann Probleme machen und das Türschloss.

  • Danke für die Infos, Leute. anubis, schreibe dir mal eine Mail, wenn ich es hinkrieg😂


    Hmm das sind schon ein paar Dinge, die mir Kopfzeebrechen bereiten, zumal ich mich wenig auskenne. 4.000 Tacken sind natürlich nicht wenig, wenn man das in Relation zum Kaufpreis setzt. Was würdet ihr empfehlen, wenn ich den 2010er holen möchte, worauf sollte ich achten?

  • Mit hat noch jemand das hier geschrieben aus dem Bekanntenkreis, hat er da recht?


    „Das mit dem Getriebe und der Kupplung ist fast zu 100% nur an den ´S´Modellen mit 350 PS, und hauptsächlich vor etwa Anfang/Mitte 2014, da wurde das Getriebe mit verstärkten Teilen versehen. Das Getriebe stammt vom Toyota Avensis Diesel und wurde für max. 400 Nm ausgelegt und das bei etwa 5500 U/Min max !!! Der 280PS Evora hat nur 354Nm also im grünen Bereich, ich habe selbst 2 Evoras mit diesem Motor über 4 Jahre gefahren !! Der Evora S mit 350 PS kommt auf dem Papier auf gestutzte 400Nm, aber in wirklichkeit dürften es mehr sein !! Selbst ein Evora 410 oder 430 wurden auf max. 420Nm gestutzt

  • Ich glaube kaum, dass Du ständig 400 oder 420 Neton nutzt, wo denn auch? Also ist die theoretische Spitze sicher ned massgebend für den Alltagsnutzen. Ich bringe meinen am Dienstag in den 105'000 KM Service; über 100 mal über jene Alpenpässe gefahren, da ist weder was kaputt noch angekratzt noch sonst was.

  • Vielen Dank, stehe ja bereits mit dir in Kontakt :-) wenn noch jemand Erfahrungen oder Anregungen hat gerne raus damit. Sind hier vielleicht auch Leute aus dem Saarland?

  • Ich sehe das mit der Kupplung beim 280PS Wagen auch nicht kritisch. Ich habe einen Evora und der läuft und läuft und läuft. Einzig was mal kaputt war, war der Kupplung Geber Zylinder. Das ist aber normaler Verschleiss.

    Grüße Patrik | Lotus Evora N/A 2010 / Ex Elise 111s MK1

  • Ich denke trotzdem, dass man nicht alle über einen Kamm scheren kann. Es gibt Getriebe und Kupplungen die unauffällig sind und es gibt welche die nach ein paar tausend kilometer die Grätsche machen. Ich würde mit dem Besitzer des Evora einfach ehrlich über das Thema sprechen und mir anhören was er dazu sagt.

    Grüße Patrik | Lotus Evora N/A 2010 / Ex Elise 111s MK1

  • Kupplungen:

    Als Besitzer eines Aston Martin Vantage V8 kann ich berichten, dass alle Foren weltweit voll sind mit Ansammlungen von Kupplungsschäden, Abnutzungen und anderen Horrorgeschichten. Es tötet einem regelrecht. Nun, AM meint, dass ne Kupllung bis 50'000 KM hält, ich bin bei 60'000 und sie tut fantastisch. Warum? ... weil man die Physik vestehen sollte und dementsprechend agieren. Sicher gibt es Material Unterschiede, aber mal ehrlich: wieso denn immer quälen? wem bringt das was?... schalten mit Hirn und es tut.

    Mit meinem ersten Evora fuhr ich geschalten 65'000 KM und die Kupplung aus der so verdammten "Launch Edition" war bestens in Schuss. Und ich bin mit dem Evora jene Pässe mehrfach und zackig gefahren. (also sicherliche jedes 3te Wochenende pro Jahr)


    Man kann Pech haben und der Vorbesitzer war ein Quäler... solls geben.


    Gleiches mit dem Bremsen: da gibts Leute die haben die Bremsen mit 35'000 KM verschlissen. Da frage ich mich (ausser Trackdays)... wie bremsen die denn. Auf meinem Aktuellen Evora habe ich mit 105'000 KM immer noch die ersten Klötze/Scheiben drauf, kein Witz. Und ich schleiche nicht und wie gesagt, Alpenpässe sind meine "Heimat". Soll mir also einer erzählen, die Qualität sei Mist.

  • Ja, das glaube ich auch. Ist aber natürlich gut, sich mal auszutauschen und zu schauen, worauf man besonders achten sollte. Was ist denn beim schalten das wichtigste?😂

    Habe da bisher nie soooo drauf geachtet

    Nur, dass ich immer recht früh hoch schalte. Bei meinem Brera bin ich schon ab 80 im 5/6 Gang.

  • Kommt drauf an, wo Du fährst.

    Im Tagestrott von A nach B dümpeln: logisch 6ter Gang. Willst Du den Platanen am Strassenrand was beweisen? Wenn Du aber ne Ausfahrt machst und es um Fun und Emotion geht, glaube ich nicht, dass der 6te mit 80 der richtige ist. Meine Giulia Q4 hatte ein 8 Gang ZF Getriebe und ab 86 km/h war die im 8ten... beim daherrollen. Drum gibts dort ja paddles, da kann man eingreifen und dem Ding Schub verleihen. Aber jeder wie er will. Es gibt so Knallköpfe, die fahren bei Grün wie die Gehetzten los, obwohl 150 Meter weitervorne ne rote Birne glüht... mir unveständlich, aber scheint cool zu sein oder sowas. :P

  • Soll auch welche geben die fahren schon mal 200 /km/h mit einer Evora außer die wohnen in der Schweiz oder Österreich!


    Lotus hat nicht umsonst die Getriebe ab ca. 2016 mit anderen Hauptwellen, Lager und Gangrädern ausgestattet und ab der 400 eine andere Kupplung eingebaut.

    Bei der 280 Ps Evora kann das alles halten muss aber nicht.

    Bei der S wird es schon kritisch genauso wie bei der Exige.

    Zu der Zeit als ich die Kupplung und das Getriebe gemacht habe hatten drei Evora und Exige Fahrer ihre Fahrzeuge bei Lotus zur Revision der Kupplung und das waren keine Ampel Racer.

    Eins der Probleme ist auch auf jeden Fall die Getriebeöl Temperatur, wenn die Evora über eine längere Strecke gefordert wird und damit meine ich keine Alpenpässe, aber dafür gibt es Abhilfe mit einem Getriebeölkühler.

    Meiner Meinung nach sollte man das Getriebe beim Kauf mitbedenken.

    Davon ab ist die Evora eine echt geile Karre

  • Also wenn es das Getriebe aus einem Diesel-Avensis ist, kann es eigentlich nur das vom 2AD-FHV sein. Und das hatte bei den deutschen Autobahn-Heizern zumindest öfter mal Probleme mit dem sechsten Gang. Das waren aber nur sehr wenige.

  • Habe mit meiner Elise in 4 Jahren über 100.000 km abgespult. Da war sie dann 10 Jahre alt und hatte über 200.000 km gelaufen. Klar habe ich einiges an Geld für Reparaturen und Tuning hineingesteckt. Auch Getriebe und Kupplung. Dann habe ich sie mit 5.000 € Wertverlust abgegeben. Unterm Strich das günstigste Auto, dass ich je gafahren habe.