Lotus Evora - Wie sind Eure Erfahrungen mit welchen Sommerreifen - ???

  • Hallo, ich habe nach der Umrüstung auf Winterreifen festgestellt, dass der 'nervöse' Geradeauslauf, den ich mit den Hankook Ventus Evo 2 Sommerreifen (waren beim Kauf des Autos bereits montiert, kommen aber nun über dem Winter zusammen mit einer 'Renovierung' der Felgen runter) hatte, nun verschwunden ist; scheint wohl an den Reifen gelegen zu haben.


    Die Stabilität um die Mittellage der Hankook Sommerreifen war besonders bei hohen Geschwindigkeiten für mich unzureichend, unruhige Mittellage in der Lenkung und die Reifen scheinen jeder Spurrille hinterher zu laufen.


    Welche Sommerreifen könnt Ihr empfehlen in Bezug auf Stabilität, Einlenkverhalten, Haftung und Verhalten auf nasser Strasse.

    Ich werde in den nächsten Wochen schon mit der Aufarbeitung meiner Sommerfelgen entsprechende Reifen kaufen; immer gute Preise für Markenreifen außerhalb der Saison. ;)


    Besten Dank !

  • P Zero Corsa finde ich sehr gut, da messerscharfes Lenkverhalten. Nervosität auf der VA habe ich bei >200 KM/H allerdings auch. Ist aber für CH'ler eher sekundär.


    Allerdings habe ich jetzt vorne nach einer Panne die Michelin PSS drauf, die gefallen mir nicht. Sehr indifferent um den Nullpunkt, greifen recht spät.


    Aussage meines Werkstattmeisters bei Jensen in Zürich war allerdings, dass er die Michelin im Motorsport lieber hat, weil sie mehr Spannung aufbauen. Ist mir im Straßenverkehr aber gleichgültig, da entscheidet aus meiner Sicht das Fahrerlebnis.


    Daher würde ich subjektiv zum Pirelli raten.

  • .....vielleicht hat auch eine Vorderfelge keinen guten Rundlauf oder eine Unwucht ..... ? ........wobei ich nicht das typische 'Flattern' habe sondern einfach 'Unruhe' im Geradeauslauf...


    Rundlauf einfach selbst prüfen: VA aufbocken und am Rad drehen...


    Sonst Reifenbude zum Wuchten...


    Bin dann mal auf die ET unterschiede gespannt... original ET mit 19/20 liegt wohl bei 55/69mm - wieder einmal eher untypische Maße

  • Bei Nachrüsträdern beim Evora gibt es ja kaum Auswahl und die meisten Anbieter geben sich auch gar keine Mühe, das Rad richtig auszulegen bzw. können es nicht oder wissen es einfach nicht besser (spez. USA, Taiwan usw.). Ich hab mir da weit mehr Mühe gegeben und es gibt anstatt Problemen große Vorteile :-)

    Reifen empfehle ich immer die Michelin PS4s für die Straße (bei Evora S1 Luftdruck anpassen VA 2.0 (oder besser 1.8) und HA 2.1 bis 2.2 und VA auch deutlich mehr Sturz 1.0 bis 1.2 Grad). Dann fährt das Auto sehr gut und mit leichteren Rädern als Serie ist er beim Handling recht nah am Exige V6, aber ohne zu nerven. Beim Evora 400/410/430 sehe ich nur die Michelin als Option.

  • Bei Nachrüsträdern beim Evora gibt es ja kaum Auswahl und die meisten Anbieter geben sich auch gar keine Mühe, das Rad richtig auszulegen bzw. können es nicht oder wissen es einfach nicht besser (spez. USA, Taiwan usw.). Ich hab mir da weit mehr Mühe gegeben und es gibt anstatt Problemen große Vorteile :-)

    Reifen empfehle ich immer die Michelin PS4s für die Straße (bei Evora S1 Luftdruck anpassen VA 2.0 (oder besser 1.8) und HA 2.1 bis 2.2 und VA auch deutlich mehr Sturz 1.0 bis 1.2 Grad). Dann fährt das Auto sehr gut und mit leichteren Rädern als Serie ist er beim Handling recht nah am Exige V6, aber ohne zu nerven. Beim Evora 400/410/430 sehe ich nur die Michelin als Option.

    Deine Leitspeed LSL01 Schmiedefelgen gefallen mir gut, sind sehr wertig und kosten daher auch in passendem schwarz knapp 6,5k; da beginne ich schon zu überlegen, ob es mir das Wert ist. :/


    Luftdruck 1,9bar vorne und 2,1bar hinten fahre ich auch; hatte mit der Händler so empfohlen und ist von der Kurvenhaftung her gut.


    Da mir meine 'Jade-R' ganz gut gefallen, schaue ich mal in der nächsten Saison nach einer Fahrwerks--kundigen Werkstatt, bez. Abstimmung (Sturz, Vorspur).

    Wahrscheinlich bin ich der einzige Evora-Fahrer, der diese Felgen fährt.

    Meine 20 Zoll Hinterradfelgen sind als Prototypen offiziell nie in den Handel gekommen, sagte mir die deutsche Niederlassung des Felgenherstellers.


    Werde nach dem Tip von 'mcsel68', auch mal die Fahrwerksgeometrie genau betrachten in Bezug auf verändertem Spurpunkt durch die anderen Felgen mit veränderter Einpresstiefe.


    Lotus ist halt nicht Opel oder Kia; da kann die gute Arbeit der Fahrwerksexperten von Lotus durch andere Felgen schnell 'verdorben' werden.

  • Das ist meiner Meinung nach nicht nur schwerpunktmäßig bei Lotus so, die Gefahr das Fahrverhalten spürbar zu verändern, allein durch die Felgen und Reifendimension ist dank hoher verfügbarkeit immer gegeben. Was mich aber stutzig macht ist die subjektive Einschätzung was besser und schlechter ist. Um das korrekt einzuschätzen muss man auf öffentlichen Landstraßen schon hart an die Grenzen gehen um belastbare subjektive Aussagen zu erhalten. Ob das sein muss?

  • Das ist meiner Meinung nach nicht nur schwerpunktmäßig bei Lotus so, die Gefahr das Fahrverhalten spürbar zu verändern, allein durch die Felgen und Reifendimension ist dank hoher verfügbarkeit immer gegeben. Was mich aber stutzig macht ist die subjektive Einschätzung was besser und schlechter ist. Um das korrekt einzuschätzen muss man auf öffentlichen Landstraßen schon hart an die Grenzen gehen um belastbare subjektive Aussagen zu erhalten. Ob das sein muss?

    Das Fahrverhalten des Wagens ist grundsätzlich auch bei 'artgerechter' Bewegung gut und im Grenzbereich leicht kontrollierbar.

    Nur bei den Nicht-Orginal-Sommerfelgen habe ich diese 'Unruhe' in der Vorderachse bezüglich Geradeauslauf, besonders bei hohen Geschwindigkeiten lenke ich ständig minimal nach und der Wagen läuft kleinsten Fahrbahnunebenheiten hinterher.

    Ich vermutete erst, daß die Lenkung etwas Spiel hatte und habe Spurstangen, Gelenke, Lenkgetriebe, etc. genau auf Spielfreiheit überprüft.

    Mit dem Wechsel auf Orginalfelgen und Winterbereifung ist aber dieser Effekt völlig verschwunden.

    Daher dachte ich zuerst, daß die montierten Hankook Reifen vielleicht die Ursache sein könnten.


    Wahrscheinlich hat aber 'mcsel68' Recht, der mich darauf brachte mal die Einpresstiefen der Felgen zu vergleichen, welche wirklich viel geringer, als bei den Orginalfelgen sind.


    Wenn ich eine maßstabsgetreue, techische Zeichnung hätte, könnte man die geänderte Schwenkachse einzeichnen und grafisch genau ermitteln, wie weit der veränderte Spurpunkt den Lenkhalbrollmesser ins Positive verschoben hat.


    Danke Alle für die guten Beiträge; auch für den Tip das Handling mit stärkerem Sturz der Vorderachse zu optimieren.

    Ich werde da aber vor der nächsten Sommersaison nicht selbst mit 'try and error' rangehen, sondern dann eine Werkstatt mit Erfahrung in Fahrwerksabstimmung bei diesem Auto, aufsuchen.

  • Bei modernen Autos kannst Du mit anderen Rädern (Maße, ETs, Eigenschwingungsverhalten (Flex) und Rotationsmassen, Ungefederte Masse) heute wirklich viel kaputt machen. Felgenhersteller/Tuner sind da oft sehr optimistisch und hängen breitere, schwerere und oft weichere Räder hin und das Auto fährt nicht mehr schön. Von daher sind die wenigen guten Räder, die höherwertiger als die Serie sind und wirklich Performanceverbesserung bei weit entwickelten Sportwagen bringen nie günstig und vor allem selten, da keine simplen Adaptionen. Lotus hat in der Serie Potential offen gelassen (wg. Fertigungskosten) und verschenkt hier Agilität. Und Räder für den Evora mit kleineren ETs zu machen wäre ja viel einfacher und billiger gewesen, nur mit allen negativen Konsequenzen.


    Bei Lotus kann man wenigstens noch deutlich leichtere Räder als Serie fahren, ohne dass das ESP im Grenzbereich zu hart regelt … bei Porsche (991), Corvette (C7) oder Nissan GTR (R35) sieht das schon anders aus, da muss das Radgewicht in den Entwicklungskorridor der Elektronik wirklich passen. Je feiner die Elektronik regelt, desto weniger darf die Hardware abweichen. Bei der Corvette zB sollte man tunlichst den vorgeschriebenen Reifen fahren …

    Wer bei Lotus Speed und hohe Agilitäten (auf alle Fzg-Achsen) sucht, sollte auch an die richtigen Räder bei gerade beim Evora und Exige V6 denken. Am Besten bevor er bei Komo-Tec den 460er Kit verlangt, weil der hilft ja nur geradeaus :-)

  • Hallo Erstbesitzer, EINDEUTIG Dein Auto, habe gerade das Autokennzeichen auf Deinem Foto in meinem KFZ-Brief wiedergefunden !


    Ich habe 'Deinen' Orginalwagen bereits mit Mansory-Umbau und Sportauspuff erworben und rüste ihn immer weiter technisch auf:

    - diverse Werksupgrades, wie z.B.: verbesserte Schaltseile, MJ2012 Lenkrad, Zusatzteil Lenksäule, ....

    - Motoroptimierung

    - Alpine INE 925 Entertainment/Navi


    aktuell für diesen Winter:

    - verbesserte 'S'-Kupplung mit leichterem Schwungrad

    - Sportgetriebe mit Torson-Differential



  • Hallo Jürgen,

    ich habe sicher noch irgendwo schöne Fotos von dem Evora. Ich war zur Vorstellung des „Project Eagle“ in London im Verkehrsmuseum. Dein Wagen war damals der erste oder zweite Evora in Deutschland und ich habe ihn dann an Bernd Feistle verkauft, als er noch kein Lotushändler war.


    Du kannst mir gerne direkt schreiben, dann rekonstruieren wir die komplette Historie Deines Autos.


    Viele Grüße

    Stephan

  • Hallo Stephan,

    ja, danke. Bernd hat dann den Wagen total umgebaut mit den Mansoryteilen.

    An Hand der Serienummern und einigen, kleineren 'Vorserie-Besonderheiten', die ich durch spätere Serienteile ersetzt habe, kann ich bestätigen, daß das Fahrzeug eines der ersten ausgelieferten Kundenfahrzeuge der 'Launch-Edition' ist.

    Bisher hatte ich nicht den geringsten Defekt an dem Wagen.

  • nein, dass aufgrund ungünstiger ET der Felgen die Kiste dann gerne Spurrillen folgt, merkt man bereits ohne hart an die Grenze zu gehen.


    Auch ein Untersteuern merkt man schon im Rahmen der STVO...

    Also ich bin wirklich kein sonderlich "Erfahrener",

    aber als ich 2004 den ersten MINI gekauft habe

    hatte ich alle Typen vorher probegefahren.


    Ich hätte nie geglaubt welch großen Einfluss Räder haben8|


    Beim Cooper S hatte es das Autohaus "besonders gut" gemeint

    und die serienmäßigen 195/55R16 gegen die optionalen 205/45R17 ersetzt.

    Bei normaler Fahrweise, also weit weit weg von "an der Grenze",

    war die Kiste dermaßen steif, unhandlich

    und ist jeder Spurrille nachgelaufen<X

    dass ich mich für den Cooper mit den serien 175/65R15 entschieden habe

    und ich liebe diese Kombination immer noch.
    Lacht mich nicht aus aber der R50 hatte damit noch das

    inzwischen überstrapazierte Gokartfeeling:love:

    (hat mein F56 Cooper S leider nicht mehr,

    aber der hat andere Qualitäten).

    Bezeichne mich nicht als Bartträger,
    ich schneide mir nur keine Gesichtsglatze ;-{)}