Posts by P8000

    Nochmal zurück zum Thema: Ich denke, dass nicht nur die Spaßautos abnehmen, sondern auch die Fahrer, die so etwas wirklich haben wollen. Früher war Autofahren auch etwas emotionales - heute dagegen vielfach nur ein rationaler Vorgang. Viele (gerade junge) Leute empfinden Autofahren eigentlich nur noch als unwillkommene / lästige Angelegenheit. Politik und Gesellschaft tragen da ihren Anteil bei (Auto = böse) bei. Die Elektrifizierung entemotionalisiert das Auto zusätzlich und das selbstfahrende Auto löst die Verbindung Fahrer-Auto vollends (analog Taxi). Da wird es immer weniger Leute geben, die eine emotionale Verbindung zum Auto haben. Fragt sich nur, was sich schneller verringert - die emotionalen Autos oder die Anzahl der Fahrer, die diese Autos zu schätzen wissen. Mir selbst ist das egal. Ich hab meine Autos zum selber Spaßhaben und nicht als Wertanlage oder für Andere.

    Aus orthopädischer Sicht kann ich die Exige durchaus empfehlen. Gerade das Aus- und Einsteigen ersetzen den Großteil der sonst verordneten Krankengymnastik. Das nennt man dann Selbstübungsprogramm (möglichst 1-2x / täglich)

    Aktuell sind es 3 Lotus 410/420 und eine 430 (FE). Aber Du hast schon recht. Viele FEs sind wirklich nicht im Angebot und die Preise sind schon heftig. Ich glaube allerdings, dass eine 17,5-Exige auch keinen großen Nachteil gegenüber einer FE darstellt. Das LCD-Dash dürfte jedenfalls kein Kaufgrund sein und das AIM kann man in (fast) jede Version einbauen (wenn man es haben will).

    Meine Frau verweigert mir die Exige (da fährt sie nicht mit) - dafür wird der Honda S2000 schon öfters requiriert. Das Argument: sie sieht darin besser aus als ich. Und dummerweise hat sie ja auch recht :)

    Aber es könnte schlimmer sein - mit der Exige kann man auch gut allein Spaß haben.

    Auch beim Vergleich mit dem Dash von der FE gewinnt das AIM MX2E.

    Abgesehen vom besseren und konfigurierbaren Design ist es die Erweiterbarkeit. Öldruck und Öltemperatur können ohne zusätzliche Instrumente auf dem Dash angezeigt werden. Die Rückfahrkamera ist eine nette Zugabe (funktioniert gut) und die große Ganganzeige ist auch eine nette Funktion.

    Wenn man auf die Rennstrecke geht, dann machen die Funktionen des integrierten GPS und die weitgehende Erweiterbarkeit der Sensorik auch richtig Sinn.

    Ja, und es macht dann auch nicht viel Sinn, die 430 gegen eine 410 zu tauschen. Man würde immer ein wenig der 430 nachtrauern - auch wenn der Unterschied (Verlust) nur minimal wäre.

    Das einzige, wogegen sich ein Tausch lohnen könnte wäre eine Eise 250 Cup. Ist halt ein anderes Auto und setzt die eigentliche Idee noch ein wenig konsequenter um. Das war übrigens auch mein eigentlicher Plan - aber bei meiner Bestellung (leider zu spät) gab es keine freien Bauslots für die 250 mehr. Also wurde es die Exige.

    Und wenn man es zusammenfasst: wir haben einfach bemerkenswerte Autos. Die Elise / Exige wird es nie wieder geben und wir sollten daran Spaß haben - egal welcher Typ und völlig unabhängig welcher Restwert. Und genau das ist es: keine Investition in ein automobilen Asset (in der Garage) sondern in den eigenen Spaß (auf der Straße).

    Und würdest Du verkaufen? Welche EZ?

    EZ 22 (also wirklich eine der allerletzten) und netterweise wirklich „mit allem“ einschl. Soft-Top (eingetragen) und Feuerlöscher/Kill-Switch. Und dann durfte sich Komotec noch ein wenig austoben (2. Radsatz, Sperrdiff, gr. Öl-/Wasserkühler, gr. Bremse, Renn-ABS/ESP, AEM etc.). Mittlerweile fällt mir auch nix sinnvolles mehr ein und so bleibt sie denn auch wie sie ist und wird gefahren.

    Verkaufen ? Macht wenig Sinn. Das Investment bekommt man nicht wieder und es gibt nichts, was eine wirkliche Alternative wäre. Selbst ein Porsche GT4 RS wäre es nicht (nicht offen) und für die Zukunft erwarte ich nichts wirklich spannendes mehr. Alle neueren Autos haben viel mehr Software (= betreutes Fahren) und sind immer viel größer / schwerer. Hier sind die Elise / Exige wirklich ein Endpunkt (leider) und die 430 setzt das Ausrufezeichen (auch akustisch :)

    By the Way: Lt. Lotus ist es auch die einzige 430 FE in rot (Linkslenker)

    Mein Tip: die 410 / 420 sind besser verfügbar und so groß wird der (gefühlte) Leistungsunterschied zur 430 nicht sein. Bremse / ABS / Sperrdiff und Fahrwerk (Einstellung !) machen dann aber noch einen merkbaren Unterschied. Die Motorleistung ist es eher nicht und so habe ich da auch nichts dran gemacht.

    … gut, dass meine 430 FE (rot) nicht in Deinem Beuteschema ist :)

    Allerdings frage ich mich, ob ein Umstieg von einer 410er überhaupt Sinn macht bzw. ob Du einen nennenswerten Effekt (außer teurer) überhaupt merken wirst.

    Wenn Modifikationen, dann am ehesten:

    • Bremse
    • Sperrdifferential
    • Fahrwerkseinstellung

    Und das kannst Du auch an der 410er machen.

    Das würde ich mal „betreutes Fahren“ nennen. Und diese „Helfer“ werden immer penetranter und gleichzeitig wird es immer schwieriger (bis unmöglich) diese abzuschalten. Das setzt aber nur die Vorstellungen unserer Politiker um: Der Fahrer muss beaufsichtigt und kontrolliert werden - ist halt per se schon irgendwie ein Krimineller.

    Jein, die letzte Serie war etwas rostresistenter. Meiner hat auch keine zusätzlichen Rostschutzmaßnahmen bekommen und war / ist mein Winterauto. Aber irgendwann (nach ca. 25 Jahren) brauchte es dann doch einen geübten Karosserie-Zauberer. Alles in allem ein gutes Auto - aber nach 430 TKm hat er tatsächlich eine neue Kupplung gebraucht.

    Das Problem ist eigentlich die Benutzung der Autos. Stehen sie rum - dann wird es schwierig. Ich fahre (neben anderem) einen Mitsubishi L300 Allrad Turbodiesel (BJ96) - mit dem Temperament einer Wanderdüne. Aber er fährt immer und überall. Allerdings wäre es beinahe um ihn geschehen gewesen - 1 1/2 Jahre Stillstand (wegen Lackierung) und danach habe ich 3 Jahre gebraucht, um ihn wieder zum Laufen zu bringen … Die Anzahl der Autos, die man bewegen kann - begrenzt die Anzahl der Autos, die man besitzen kann (leider).

    Der Grund heißt Togliatti (Italienischer Arbeiterführer und Stadt in der damaligen UdSSR). Die Italiener haben dort ein (Fiat-) Werk gebaut und die Russen dann den Shiguli darin gebaut. Dummerweise hatten die Russen kein Geld und haben in Naturalien (z. B. Auto-Blechen mit hohem Buntmetall-Anteil) bezahlt. Das waren dann die absoluten Rost-Beschleuniger - in einer Zeit, wo Verzinkung, konstruktiver Rostschutz und Konservierung sowieso kaum auf der Tagesordnung standen. Dumm gelaufen (leider).

    Mittlerweile gewöhnen wir uns daran, Hardware und Software beim Auto getrennt zu bewerten „(schönes Auto - nur die Software ist noch ein bissl doof“). Das halte ich für problematisch. Für mich ist das Auto ein Gesamtprodukt und wenns nicht funktioniert, dann ist es mir eigentlich egal, warum es das nicht tut. Mit der Begründung, dass „die Software halt noch ein wenig reifen muss“ oder „Das kommt im übernächsten Update“ bemäntelt man doch nur, dass man mit dem Gesamtprodukt (noch ?) nicht fertig geworden ist.

    Diese Vorgehensweise hat sich in den letzten Jahren (Jahrzehnten ?) so langsam etabliert und ist immer mehr zur Normalität geworden. Früher hat sich der Hersteller entschuldigt, wenn sein Produkt Fehler aufwies - heute wird uns das als Errungenschaft oder Feature (OTA) verkauft. Das hat auch was mit dem Respekt der Hersteller vor ihren Kunden (wir) zu tun. Ein Produkt wirklich fertig zu entwickeln kostet halt (deutlich) mehr Geld und Engagement als einen halbgaren Zwischenschritt schon mal auf den Markt zu bringen (und damit Geld zu verdienen).

    Wir haben uns auch daran gewöhnt, dass viele Produkte (nicht nur Auto) halt eine ständige Aufmerksamkeit / Intervention seitens des Nutzers erfordern. Macht man das dann nicht - funktionieren sie oftmals nicht mehr (Batterie defekt, fehlendes Software-Update, veraltetes Zertifikat etc.). Ich möchte ein fertiges Produkt und keine fahrbare Baustelle.

    Das ist dann auch ein Unterschied zu unseren bisherigen Autos (vor eMobilität und SDC). Die sind dann fertig, wenn wir sie als fertig empfinden und nicht, wenn wir das übernächste Update aufgespielt haben. Eine (Software-) Bastelbude ab Werk löst da bei mir ganz wenig Begehrlichkeit aus - egal wie nett die Hülle aussieht.

    Was kann man dagegen tun ? Ich fürchte wenig. Eigentlich kann man solche Produkte einfach nicht mehr kaufen (was nicht fertig ist - wird auch nicht gekauft). Und dann machen solche Diskussionen wie „die Software hat zwar noch diverse Fehler - aber vielleicht kann man das Auto ja doch kaufen und auf die Zukunft hoffen“ - auch keinen Sinn. Natürlich war auch früher nicht alles schön. Oftmals brauchte ein Auto auch das 1. oder 2. Facelift um wirklich „fertig entwickelt“ zu sein. Gerade Lotus hat hier manchmal viele Schritte gebraucht. Aber man hat sich wenigstens bemüht, das Produkt mal fertig zu entwickeln.

    Eine Start-Stopp-Automatik kann man in vielen Fällen dauerhaft deaktivieren. Ist wohl nicht ganz gesetzeskonform aber möglich. Entweder durch ein entspr. Modul oder (bei vielen VW) durch die Änderungen der Bedingungen für die Aktivierung von Start-Stopp (z. B. erst ab mind. 14V Bordspannung).

    Auf jeden Fall ist die Funktion nervig und tut den Autos nicht immer gut. Gerade die ganzen Teile für die Abgas-Behandlung (DPF, AGR) finden an/aus bei kaltem Motor bzw. Kurzstrecke nicht lustig.

    Für mich ist das Hardtop beim S2000 auch eine Gelegenheit, 2x im Jahr das Auto zu wechseln. Im Herbst wird aus dem Roadster ein hübsches Coupe und im Frühjahr gibt es dann wieder ein offenes Auto. Beides schön. Und ja, im Winter muss der S2000 nur raus, wenn die Straßen trocken sind und kein Salz liegt. Das ist halt (auch mit Hardtop) kein Winterauto. Dafür gibt es dann meinen uralten Mitsubishi L300 4x4 (mit dem Temperament einer Wanderdüne). Bj96, 430 TKm, Erstbesitzer und ein Familienmitglied, was im Carport wohnt.

    S2000 - für den Winter mit Hardtop.

    Sieht gut aus, fährt gut, ist zuverlässig, etwas mehr Platz als MX5. Über Motor / Getriebe braucht man nicht zu reden. Man kann das auch gut für die Langstrecke nutzen (GT). Und was wichtig ist: ist: ausreichend anders als eine Elise / Exige.

    Eigentlich braucht man beide.