Posts by P8000

    Der Grund heißt Togliatti (Italienischer Arbeiterführer und Stadt in der damaligen UdSSR). Die Italiener haben dort ein (Fiat-) Werk gebaut und die Russen dann den Shiguli darin gebaut. Dummerweise hatten die Russen kein Geld und haben in Naturalien (z. B. Auto-Blechen mit hohem Buntmetall-Anteil) bezahlt. Das waren dann die absoluten Rost-Beschleuniger - in einer Zeit, wo Verzinkung, konstruktiver Rostschutz und Konservierung sowieso kaum auf der Tagesordnung standen. Dumm gelaufen (leider).

    Mittlerweile gewöhnen wir uns daran, Hardware und Software beim Auto getrennt zu bewerten „(schönes Auto - nur die Software ist noch ein bissl doof“). Das halte ich für problematisch. Für mich ist das Auto ein Gesamtprodukt und wenns nicht funktioniert, dann ist es mir eigentlich egal, warum es das nicht tut. Mit der Begründung, dass „die Software halt noch ein wenig reifen muss“ oder „Das kommt im übernächsten Update“ bemäntelt man doch nur, dass man mit dem Gesamtprodukt (noch ?) nicht fertig geworden ist.

    Diese Vorgehensweise hat sich in den letzten Jahren (Jahrzehnten ?) so langsam etabliert und ist immer mehr zur Normalität geworden. Früher hat sich der Hersteller entschuldigt, wenn sein Produkt Fehler aufwies - heute wird uns das als Errungenschaft oder Feature (OTA) verkauft. Das hat auch was mit dem Respekt der Hersteller vor ihren Kunden (wir) zu tun. Ein Produkt wirklich fertig zu entwickeln kostet halt (deutlich) mehr Geld und Engagement als einen halbgaren Zwischenschritt schon mal auf den Markt zu bringen (und damit Geld zu verdienen).

    Wir haben uns auch daran gewöhnt, dass viele Produkte (nicht nur Auto) halt eine ständige Aufmerksamkeit / Intervention seitens des Nutzers erfordern. Macht man das dann nicht - funktionieren sie oftmals nicht mehr (Batterie defekt, fehlendes Software-Update, veraltetes Zertifikat etc.). Ich möchte ein fertiges Produkt und keine fahrbare Baustelle.

    Das ist dann auch ein Unterschied zu unseren bisherigen Autos (vor eMobilität und SDC). Die sind dann fertig, wenn wir sie als fertig empfinden und nicht, wenn wir das übernächste Update aufgespielt haben. Eine (Software-) Bastelbude ab Werk löst da bei mir ganz wenig Begehrlichkeit aus - egal wie nett die Hülle aussieht.

    Was kann man dagegen tun ? Ich fürchte wenig. Eigentlich kann man solche Produkte einfach nicht mehr kaufen (was nicht fertig ist - wird auch nicht gekauft). Und dann machen solche Diskussionen wie „die Software hat zwar noch diverse Fehler - aber vielleicht kann man das Auto ja doch kaufen und auf die Zukunft hoffen“ - auch keinen Sinn. Natürlich war auch früher nicht alles schön. Oftmals brauchte ein Auto auch das 1. oder 2. Facelift um wirklich „fertig entwickelt“ zu sein. Gerade Lotus hat hier manchmal viele Schritte gebraucht. Aber man hat sich wenigstens bemüht, das Produkt mal fertig zu entwickeln.

    Eine Start-Stopp-Automatik kann man in vielen Fällen dauerhaft deaktivieren. Ist wohl nicht ganz gesetzeskonform aber möglich. Entweder durch ein entspr. Modul oder (bei vielen VW) durch die Änderungen der Bedingungen für die Aktivierung von Start-Stopp (z. B. erst ab mind. 14V Bordspannung).

    Auf jeden Fall ist die Funktion nervig und tut den Autos nicht immer gut. Gerade die ganzen Teile für die Abgas-Behandlung (DPF, AGR) finden an/aus bei kaltem Motor bzw. Kurzstrecke nicht lustig.

    Für mich ist das Hardtop beim S2000 auch eine Gelegenheit, 2x im Jahr das Auto zu wechseln. Im Herbst wird aus dem Roadster ein hübsches Coupe und im Frühjahr gibt es dann wieder ein offenes Auto. Beides schön. Und ja, im Winter muss der S2000 nur raus, wenn die Straßen trocken sind und kein Salz liegt. Das ist halt (auch mit Hardtop) kein Winterauto. Dafür gibt es dann meinen uralten Mitsubishi L300 4x4 (mit dem Temperament einer Wanderdüne). Bj96, 430 TKm, Erstbesitzer und ein Familienmitglied, was im Carport wohnt.

    S2000 - für den Winter mit Hardtop.

    Sieht gut aus, fährt gut, ist zuverlässig, etwas mehr Platz als MX5. Über Motor / Getriebe braucht man nicht zu reden. Man kann das auch gut für die Langstrecke nutzen (GT). Und was wichtig ist: ist: ausreichend anders als eine Elise / Exige.

    Eigentlich braucht man beide.

    Aber man hat doch sicher die Möglichkeit sie über das Rückwärtsgangsignal einschalten zu lassen oder?

    Nein, nicht so ohne weiteres. Man kann natürlich einen Taster an das Gestänge bauen und eine Mimik, die das dann im Leerlauf wieder ausschaltet - aber das ist Bastelkram. Der originale Lotus-Taster an der Lenksäulenverkleidung (vorgesehener Einbauplatz) erfüllt seinen Zweck gut. Und man hat die Möglichkeit, auch wärmend der Fahrt nach hinten zu sehen (Rückfahrkamera).

    Bei manchen Sachen ist Rieck ganz sicher zu undifferenziert. Spannend aber die Frage nach dem Veralten. Mein Honda S2000 (BJ 2008) ist sicher ein altes Auto - aber eben nicht veraltet. Ein VW ID3 (4 Jahre alt) ist nicht alt - aber veraltet. Die Aktualität eines digitalen Produktes wird von der Software bestimmt. Da sind Smartphone und eAuto nicht mehr weit voneinander entfernt. Blöd (für die Hersteller) ist aber die lange Nutzungsdauer des Autos. D.h. hier ist das Problem nicht die Elektrifizierung des Autos - sondern seine Digitalisierung. Dafür haben die Hersteller aktuell keine Lösung.

    Und das eAuto ruft auch sehr viel weniger Emotionen hervor - vom initialen WOW-Effekt mal abgesehen. Die Entscheidung für einen Sportwagen oder ein Luxus-Auto ist aber auch eine emotionale. Damit haben dann die Sportwagen-Hersteller und auch die Luxus-Marken (s.a. EQS) ein richtiges Problem. Das damit zu lösen, dass man immer mehr Funktionen (statt Emotion) hineinbaut - wird nicht funktionieren.

    Ja, Ich. Hat beii mir das DASH der FE ersetzt. Funktioniert problemlos und hat endlich die Funktionen, die man erwartet. Das Layout finde ich auch besser (ist aber sicher Geschmackssache). Mit entspr. Sensorik endlich auch Öltemp. Und -Druck sowie eine gut funktionierende Rückfahrkamera. Die ganganzeige funktioniert auch gut und ist durchaus praktisch. Der Wechsel war Plug an Play. Einziger (kleiner) Nachteil: Die Tankanzeige ist nicht genau (zeigt zu wenig an) und ich weiß nicht, wo man das einstellen kann.

    Ich will ja nix sagen (fahre kein eAuto)- aber das, was man mit Euch Elektroautomobilisten abzieht grenzt schon an Masochismus. Ist ungefähr so, als ob man nur dann ein paar Literchen Sprit bekäme - wenn man unter den kritischen Augen des Tankwartes den großen Ling Ling tanzen muss und die B-Note entscheidet dann wie viel Strom man zu welchem Preis bekommt.

    Man stelle sich mal vor, so ein Zauber würde an einer normalen Tankstelle abgezogen - dann hätte sich das Automobil niemals durchgesetzt.

    Also irgendwie verstehe ich es nicht, warum man sich das als e-Auto-Fahrer überhaupt bieten lässt.

    Hab es damals (2021) ähnlich gemacht: 430 FE blind bestellt, mit der Reichseisenbahn zum Händler gefahren und dann 300 km auf eigener Achse nach Hause. Es hat auch gleich ordentlich geregnet und die Semislicks sorgten für Unterhaltung. Radio wurde nicht vermisst- bis heute nicht. Alles gut also.

    Das Kennzeichen wird beim Design einfach weggelassen und dann irgendwie drangeschraubt. Ist bei Alfa wirklich bei fast allen Modellen so. Sieht einfach nur blöd aus. Klebekennzeichen könnten ja bei flachen Motorhauben deutlich besser aussehen - gibt es aber in Deutschland nicht (mit ganz wenigen Ausnahmen)