Posts by Driftzwerg

    Als ob einer hier im Forum irgendwas ändert. Ich finde den Rant am Thema vorbei. Hier sollte es darum gehen die Grenzen und Möglichkeiten zu diskutieren. Und diese Einteilung in Fanboy und echter Lightweightfan ist Quatsch.

    Man kann sich mit EAutos beschäftigen und trotzdem Lotus von Herzen leben.

    Es kommt darauf an, wie man mit Neuerungen umgeht. Gerade Chapman hätte nicht eine Sekunde gezögert, wenn er eine neue Technologie gesehen hätte, die seine Kisten schneller gemacht hätten.

    Die Elise in ihrer jetzigen Form war so oder so den Tode geweiht, nicht wegen Elektro, sondern alleine schon wegen aller neuer Anforderungen die es an den Fahrzeugbau gibt.

    Und selbst wenn das nicht der Fall wäre, stimmen die Stückzahlen nicht und Lotus wäre so den Bach runter gegangen.

    Also macht die Firma das einzige was sie in dem Markt tun können und schauen wie sie unter gegebenen Umständen überleben und vielleicht sogar Gewinn machen können.

    Die Einstellung im Forum vermisse ich ein wenig. Stattdessen werden Feindbilder erzeugt, die es gar nicht gibt, hier stehen alle auf Lotus und man fängt an aus der einen Ecke mit Kraftausdrücken um sich zu werfen und in der anderen versucht man dann mit anderen rhetorischen Mitteln im Prinzip den Leuten zu sagen wie dumm sie sind. Nichts davon ist kreativ oder sinnvoll.

    Stattdessen müssen die Mods den ganzen Quatsch durchlesen, x mal wie im Kindergarten ermahnen und zu guter letzt noch eigentlich wertvolle Teilnehmer irgendwie ankacken.


    Es wäre echt super wenn man einfach mal einen Gang rausnimmt und wieder Rollen lässt. Das hier ist kein Rennen, sondern eine gemeinsame Ausfahrt.

    Ich finde den Süden Deutschlands schön autophiler und entspannter. Als Wahlkölner sind die Leute hier in etwas anders drauf mit dem Thema Auto. Auf der anderen Seite ist das Bergische am Wochenende wirklich unter Dauerbeschallung. Und die Poser auf Ringen und der Kö haben as auch ich übertrieben. Donuts auf einer belebten Srraßenkreuzung, burn outs an Fussgängerampeln etc

    Das ist die Hässlichkeit mit den Mustang Motor. Der ist schon sehr eigenwillig. Aber der detomaso. Wow ist der schön. Vor Jahren mal einen in Köln parken sehen. Jetzt nur noch Händler und Museen.

    Kennt man aus der Vergangenheit. Die möchten eine neues Branding umsetzen um die jetzt ja elitäre Lotuskundschaft in Glaspalästen begrüßen. Die Händler, die den Invest nicht mitgehen sind raus.

    Allerdings mit dem jetzigen Händlernetz in Deutschland wäre das schon, öhm verwegen.

    Wobei man Lotus auch ins hiesige Volvo netz integrieren kann.

    Normales Training geht, allerdings ist die Elise zu leicht für die Rüttelplatte. Das is bei dir kein Impuls und es wird dich immer rausdrehen.

    Ist aber halb so wild.

    Ich bin den Dallara gefahren.. war nicht meines.

    Dallara Stradale - 2,3l 4 Zylinder aus dem Focus RS entwickelt hier 400 PS. Automatisiertes Schaltgetriebe, 895kg Trockengewicht

    0-100 km/h: 3,25 Sek / 280 km/h Top Speed. Aktuell der einzige Stradale in Deutschland.

    Alle paar Jahre bekommt ein Auto eine Straßenzulassung, mit dem kein Mensch gerechnet hat.

    Letztes Jahr war es wieder soweit: Mit Dallara hat ein Hersteller den Markt betreten, der in der Rennszene einen Ruf wie Donnerhall hat, jedoch Privatpersonen wie mir weitgehend unbekannt ist.

    Die Bilder hatte ich immer mal wieder gesehen, aber richtig neugierig geworden bin ich erst nach dem Beitrag von Chris Harris bei Top Gear. Kurz gesagt, ein 400 PS Hardcore Handling-gerät, dass erfahrenen Testfahrern wie Chris Harris die Freudentränen in die Augen treibt. Das musste ich sehen. Kurz gegoogelt. Ok, es gibt genau einen zur Zeit in Deutschland. Aber der liegt zum Glück auf dem Weg.

    Also nichts wie hin... und dann die erste Enttäuschung: Ich bin da, aber das Auto ist weg. Egal, ein paar Tage später der 2. Versuch und siehe da, das Auto ist da, aber Enttäuschung Nummer 2: Das Wetter passt nicht.

    Trotzdem passt der erste Eindruck. Der Stradale ist vielleicht vergleichbar mit einem Lotus 3-Eleven. Ein Tracktool mit Nummernschildern, erhältlich in 4 Versionen: Barchetta (keine Scheibe), Roadster (Scheibe), Targa (Mogelpackung, eigentlich das Coupe aber nur die Mittelstrebe verbaut) und Coupe (Glaskuppel mit Flügeltüren).

    Hier steht also der Stradale nun als Roadster, also mit Windschutzscheibe - der beste Kompromiss ohne Helm zu fahren und wahrscheinlich der bequemste Einstieg, weil das Auto keine Türen hat und man über den gesamten Holm muss. Wer also denkt, eine Elise ist kompliziert zum Einsteigen, wird hier eine völlig neue Dimension erleben.

    Trotzdem sind die Lösungen konsequent und durchdacht. Die Sitze sind fest montiert und nicht verstellbar, aber die Lehne lässt sich aufklappen und dahinter versteckt sich ein Helmfach, oder der Kofferraum, wenn man nicht auf der Rennstrecke ist.

    Das Sitzbrötchen ist V-förmig, dadurch ergibt sich ein Platz, wo man den Fuß abstellt, wenn man ein- und aussteigt. Beim 2- und 3-Eleven muss man mit dem Fuß auf den Sitz, was nicht immer angenehm ist, je nach dem was gerade alles an der Sohle war.

    Die Verarbeitung ist Kleinserie. Heißt, alles was Carbon ist, besonders die komplette Außenhaut in Sichtkarbon ist wunderschön gelegt, aber die Passung der Teile zueinander könnte besser sein. Man merkt: Karbon – Kernkompetenz / Autos bauen – Erstversuch.

    Sitzt man dann erstmal, muss man links neben sich in die Tür greifen, dort ist ein Hebel, mit dem man die Pedalerie verstellt. Weil Gewicht ein Thema ist, funktioniert das aber via Feder und nicht elektrisch, wie z.B. bei einer Viper.

    Nahezu alle wichtigen Funktionen findet man am Lenkrad: Schalt-Paddle, Blinker, Hupe, Licht, Bordcomputer etc. Gewöhnungsbedürftig für mich, besonders wenn man vor einer Kurve runter schalten und blinken möchte, bin ich doch durcheinander gekommen. Aber Millionen Ferrarikäufer kommen ja auch damit klar.

    Also, alles eingestellt und dann los. Es folgt die 3. Enttäuschung: Der Motor klingt so dermaßen zivilisiert und brav beim Starten, dass man sich in einem Golf wähnt und nicht in einem Sportwagen, welcher einen Mindesteinsatz von 160.000 Euro verlangt. Und bevor ich jetzt losfahre, muss ich noch kurz erwähnen, dass die Aufpreisliste von Dallara erstens lang und zweitens happig ist. Beispiel gefällig? Das automatisierte Schaltgetriebe: 13.000 Euro extra, das Sichtcarbon-Paket (Must-Have!): 22.000 Euro, der abnehmbare Heckflügel: wahnsinnige 9.500 Euro, die Scheibe 17.000 Euro. Summa summarum hatte der von mir gefahrene Dallara einen Listenpreis von 302.000 Euro. Und bei nur 600 gebauten Autos gibt es auch keinen Verhandlungsspielraum. Vergleichbare Autos kosten um die 100.000 Euro und bei 300.000 Euro spielt man in einer Liga mit McLaren 720S und Lamborghini Aventador. Heißt für mich, einen Dallara kauft man wohl kaum als Zweit- oder Drittwagen, sondern eher als Sammler, wenn man schon alles hat.

    Aber ich wollte ja eh gerade wegfahren. Die ersten Meter fühlen sich sofort nach Lotus an. Die Steine, die gegen den Unterboden und die Radhäuser deutlich hörbar schlagen, das Fahrwerk bretthart, aber trotzdem ok, durch das geringe Eigengewicht. Erstmal warmfahren. Normalerweise rührt man in einem 6-Gang-Schaltgetriebe, aber dieser verfügt über ein automatisiertes Schaltgetriebe. Wie im Lamborghini Aventador S oder eben in den ersten Generationen Smart. Und das nervt grausam. Ewig lange Schaltpausen, dazu das Vor- und Zurücknicken des Kopfes.

    Das Auto zieht Blicke an, kaum einer kennt es, geschweige denn hat jemals einen auf der Straße gesehen. Oder wird jemals wieder einen sehen. Und ich, der das große Glück hat, in einem zu sitzen, denke mir die ganze Zeit: Warum sollte man sich dieses Auto zu diesem Preis antun. Sound: 0 Punkte, Preis: abgehoben, Getriebe: von vorgestern. Es ist sogar so schlimm, dass es in der Kurve selbstständig hochschaltet. Das gibt es bei modernen Doppelkupplungsgetrieben schon ewig nicht mehr. Gut, man kann natürlich das Auto im manuellen Modus halten, dann gleicht man das aus. Aber es ist schon von gestern.

    Irgendwie will keine rechte Freude aufkommen und ich bin etwas unmotiviert auf der Landstraße unterwegs mit 70km/h bis 100 km/h. Und weil ich auch keine Zeit mehr habe, will ich auch wieder zurückfahren. Es sind inzwischen 40 Minuten hinterm Steuer und langsam fange ich an mich am Volant wohl zu fühlen.

    Es ist eine kurvenreiche Strecke und ausnahmsweise auch weniger Verkehr als auf dem Weg hin. Ich gebe also Gas und es passiert was. Der Stradale fängt an sich mit mir wohler zu fühlen. In den Kurven klebt das Auto am Asphalt, man kann mit enormen Geschwindigkeiten in die Kurve rein und kommt noch schneller raus, weil man merkt, es geht noch immer was. Die Aerodynamik presst das Auto mit Nachdruck gegen die Erdoberfläche, die Lenkung verwandelt sich von zu nervös bei niedrigen Geschwindigkeiten hin zum Präzisionsinstrument für das Durchmessen von gekrümmten Linien. Trotz Turbo reagiert das Gaspedal sehr feinsinnig und die zuvor als zu scharf empfundene Bremse, gibt jetzt das nötige Vertrauen in die Verzögerung.

    Geschwindigkeit ist hier die Lösung, deswegen doch noch kurz das letzte Stück Autobahn. Auf dem Weg dahin ein Ampelstart und das Getriebe legt die Gänge in atemberaubenden Tempo nach, wie ein 6er-Kanonenschlag, knallt einen Gang nach dem nächsten rein, begleitet von einem Schlag der fühl- und hörbar ist. Auf der Autobahn merkst Du, wie sich das Ding an der Straße festsaugt. Jetzt habe ich das Grinsen im Gesicht, das ich von Anfang erwartet hätte.

    Führt für mich zu dem Fazit, dass ein Dallara trotz Nummernschild immer noch ein Rennwagen ist. Und deswegen gehört er für mich auf die Rundstrecke. Man kann damit eine Feierabendrunde fahren, aber jeder MX-5 schlägt ihn dort in Punkte Sound und Fahrspaß. Ein Fahrzeug für den Profi, der im Grenzbereich unterwegs sein kann, wird dieses Auto als Offenbarung erleben.

    Normalfahrer wie ich, schöpfen das Potential nicht aus und für die bleibt das Auto dann zu extrem. Und für die, wie für mich, wird der Preis nicht zum gebotenen Fahrerlebnis passen.

    Die Streckenfahrer finden Beschleunigung ohne Zugkraftunterbrechung auch nicht schlecht bei der Zeitenhatz.

    Manche Hobbyfahrer gar erdreisten sich zu sagen, sie können sich besser auf die Linie konzentrieren, wenn sie nebenbei nicht schalten müssen.