Track fahren mit einer S1

  • Moin zusammen,

    Bei meiner Suche nach einer schönen Elli oder Exe, gibt es noch ein Thema dass mich etwas von einer S1 oder S2 mit Rover gedanklich zurückschrecken lässt und sich wohl auch nicht mit einer Probefahrt klären lässt. Und das ist das Thema: Kein ABS beim sportlichen Fahren.

    Wie sind eure Erfahrungen hier? Sollte man grundsätzlich als Track Anfänger lieber erstmal eine Elli mit ABS nehmen, oder gewöhnt man sich sehr schnell daran?

    Grundsätzlich denke ich dass man sich ja sowieso beim normalen fahren und lernen eines Track beim Bremsen von unten nach oben heran Arbeitet und und es auch kein Problem ist da man ja merkt wenn die Räder blockieren und entsprechend reagiert.

    Was mich beunruhigt sind halt "Schreckbremsungen" die gerade als Anfänger natürlich häufiger mal auftreten können. Wie sind eure Erfahrungen hier. Bleibt es auch dann noch gut kontrollierbar?


    Bitte nicht lachen:

    Im Sim Rig bin ich jetzt extra viele alte Fahrzeuge inkl. Einer Sport 190 Elli ohne ABS gefahren und es fühlt sich eigentlich wie fahren mit ABS an da man ja zumindestens in der Simulation schon gelernt hat wie man Bremsen muss. Und da Schreckssituationen aufgrund der fehlenden Angst im SimRig seltener und anders auftreten lässt sich genau das eben nicht nachbilden.


    Wie schon oben geschrieben: Was habt ihr erlebt und was würdet ihr empfehlen für einen Track Anfänger mit etwas Track Erfahrung?

  • Hallo Rainer. Die S1 lässt sich hervorragend auf dem Track fahren, naja, die Leistung fehlt etwas aber vom Fahrgefühl super. Bei der Bremse schlage ich vor Stahlflex Bremsleitungen zu verbauen, wenn sie nicht schon dran sind. Man muss beim Bremspedal etwas mehr Kraft aufwenden als bei Autos mit Bremskraftverstärker (Männerauto ;) ), aber die Dosierbarkeit ist hervorragend. Beispiel Spa, ehemalige Bus Stop, wenn du da die enge Rechts anbremst kannst du kontinuierlich die Räder vor dem Blockieren halten. Die Semis "wimnern" dann ein wenig :).

    Schreckmomente: wenn man am absoluten Limit fährt und dann passiert vor dir was, kann es schon passieren, dass man überreagiert und man sich dreht. Sehr selten sowas. Mir ist das vor ca. 3 Jahren auch in Spa passiert. Kurz vor Stavelot war ich mitten in einer Gruppe von Autos. 3 oder 4 Autos vor mir eine Staubwolke und die vor mir bremsen. Meine Schuld dann, dass ich sehr nah an dem Porsche vor mir war. Zu fest auf die Bremse getreten und zack ein Dreher aber auf der Strecke geblieben. Ich blickte dann direkt einem Kumpel von mir in die Augen. Er war hinter mir und hat sehr gut reagiert. Nix ist passiert. Ich glaube das ist mir in den 20+ Jahren in denen ich die S1 fahre erst 2 ein Mal passiert. Der Vorteil vom Track ist, dass die meisten Leute die da fahren, wissen was sie tun. Das zweite Mal war fehlendes Talent, zu lange in der Kurve auf der Bremse gestanden und dann gedreht, ohne Beteiligte.

    Wenn man noch keine Erfahrung mit Mittelmotor hat, sollte man bei Veranstaltungen, wo es geht, auch mal versuchen den Grenzbereich zu überschreiten um zu sehen, was die Kleine dann macht, wenn sie sich dreht. Ich habe das 2002 in Bitburg gemacht (noch mit Konis und Serien Pirellis ). Sowas kann man sicherlich auch in Grevenbroich bei dem Event probieren.

    Insgesamt gesagt, Die S1 macht auch auf dem Track einen Riesen Spaß.

  • Ich muß Georg recht geben, nur das mit dem drehen verstehe ich nicht.

    Drehen tut sich die S1 nur, wenn die Hinterachse überbremst, aber mit den richtigen Bremsbelägen bekommt man das sehr gut in den Griff.

    Alles Einstellungssache und sicherlich ein wenig Übung ;)

  • Hey Georg-S1 .

    Danke für die super tolle, ausführliche und ehrliche Rückmeldung :) Das nimmt mir etwas die "Angst".

    Auch wenn ich noch keine S1 in echt gefahren bin, habe ich gedanklich schon eine Vorstellung wie sie sich wohl fahren könnte. Bin richtig gespannt auf die erste Probefahrt. Und ich denke das Thema Leistung wird mich erstmal nicht interessieren und vielleicht ist es sogar besser erstmal wieder mit weniger Leistung anzufangen. ;)

    Bzgl. Der Vorhersehbarkeit und Kontrollierbarkeit denke ich mal kommt einem auch das sehr geringe Gewicht entgegen. Rückmeldung der S1 Fahrer bisher war immer dass die S1 viel Vertrauen vermittelt. Zudem finde ich dass man auch einfach sensibilisierter fährt wenn man weiß dass man eben kein elektronisches Sicherheitsnetz hat.

    Georg-S1 : Darf ich noch fragen was für eine S1 du fährst?

    Mfg Rainer

  • Gerne Rainer,

    Meine ist eine leicht getunte Standard, ich schätze so 135 PS. Die hatte mal 150 PS damit ging sie schon richtig gut.

    Dann sind so Sachen wie Fahrwerk, kurzes Lenkgetriebe usw. gemacht...

    Die 135 PS und sogar 120 reichen für die Landstraße und ein paar Trackdays mit Gleichgesinnten vollkommen. Wichtig ist ein ordentliches Setup passend zum Fahrprofil. Das kann man bei Bedarf auch wieder leicht anpassen.

    Das Gleiche trifft auch auf die S2 Rover zu.

    Bei mir ist es etwas problematischer mit der Leistung, weil ich aus bestimmten Gründen mit den großen Jungs spiele und inzwischen mit Abstand das kleinste Licht bin. Aaaber ich habe trotztdem einen Heidenspaß mit dem Auto.

  • Wie kommt es dass es jetzt "nur" noch 135 sind? Probleme mit dem Motor gehabt?

    Wenn es bei mir eine S1 mit Rover werden sollte dann hätte ich gedanklich auch gerne so 150-160ps. Rein aus dem Grund weil es mir dann nicht so schwer fallen würde mich gegen eine 111R zu entscheiden mit dem schönen Hochdrehzahlmotor. 150ps-160ps Rover wird dann auf einem Level mit einer 111R sein denke ich und man hat als Bonbon 20% Gewicht weniger und das hübschere Fahrzeug :D

  • Das erste, was ich mit der S1 gemacht habe, ist ein stinknormales Fahrsicherheitstraing (auch in Grevenbroich, da wo auch das von Turboschlumpf organisierte Spochtivtraining stattfindet). Da hatte ich sogar komplett tote, knapp 20 Jahre alte Reifen drauf, weil neue nicht mehr rechtzeitig geliefert wurden. Für den Lernerfolg war das dann allerdings sogar zuträglich (vor allem in dieser Kurve bergab) , allerdings habe ich das Auto dann abends auf rohen Eiern nach Hause getragen und bis zur Lieferung der neuen Reifen in der Garage gelassen.

    Dann ein Jahr später nochmal ein "normales" Sportivtraining mitgemacht, das war insofern interessant, weil meins tatsächlich das einzige Auto ohne ABS in der Gruppe war, immerhin noch zwei andere hatten wenigstens auch kein ESP. Das gab dann immer Ansagen der Form "ihr macht jetzt bitte das, nur der Lotus macht bitte jenes". Hat aber auch einiges gebracht. Vermisst habe ich das ABS bisher noch nicht.

    Parts falling off this vehicle are of the finest British craftsmanship!

  • Vom Sim-Racing kommend wirst Du auf dem Real-Track fast ansatzlos sehr schnell unterwegs sein, egal mit welchem Auto.
    Für die letzten 10- 5 % sind allerdings andere Skills notwendig, die Dir Sim-Racing nicht geben kann. Schlagwort: Popometer.
    Um diese Skills zu erlernen, bzw. sich diese zu erarbeiten, ist meiner Meinung nach eine S1 Elise ideal.
    Im Grenzbereich bewegt brennt sie Dir unbarmherzig jene Feelings vom Arsch über die Wirbelsäule in Dein Gehirn, welche notwendig sind um auch aufm Real-Track richtig schnell zu sein.

  • Spa im Regen hat mir immer viel Freude gemacht - musst halt langsam fahren.

    Meist ist die Strecke bei Regen so leer, dass man fahren kann, wie man möchte - also auch schön langsam.

    Ich erinner mich dran das ich dich da mal rückwärts überholt habe. Beim anbremsen vor der Busstop wars rechts doch etwas feuchter und ja dann ist der Grad recht schmal mit Semis und einer S1 ;)

  • Aber für so etwas braucht man keine S1, das geht auch mit späteren Baujahren :D

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  • 150ps-160ps Rover wird dann auf einem Level mit einer 111R sein denke ich und man hat als Bonbon 20% Gewicht weniger..

    Zugegebenermaßen ist eine Rover-Elli auf kleinen, kurvigen Strecken (-> Grevenbroich) etwas im Vorteil.

    <hab ich das gerade wirklich geschrieben??>

    .. und das hübschere Fahrzeug :D

    Immerhin lachst du selber drüber :)

    Die deutsche Bahn ist die beste Autowerbung

  • Aber für so etwas braucht man keine S1, das geht auch mit späteren Baujahren :D

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    Auffm Curb ausgerutscht?

  • Ohne ABS find ich sogar besser die Grenzen zu finden. Mach zwei Fahrtrainings, da reichen die der BG, um das richtige Verhalten beim blockieren erarbeiten. Im Gefahrenfall wendest du das intuitiv automatisch an. Funktioniert selbst nach 10Jahren noch erstaunlich gut.

    Rover Elisen sind inzwischen über 20 Jahre alt, da ist immer was zu tun. Wenn du das Auto auf dem Track stressen möchtest solltest du selbst einiges schrauben können, zumindest ein Service und sich trauen Gummis und Lager selbst beurteilen oder sogar tauschen. Bedenke auch das Rover Motoren, je nachdem wie das Tuning ausgeführt wurde, nur bis ca 160-180ps dauerhaft haltbar sind. Es gibt wie immer auch Ausnahmen die mit deutlich mehr Leistung auch lange gehalten haben. umgekehrt gibt es auch Beispiele die mit unter 150ps nach kurzer Zeit Probleme hatten. Was ich sagen möchte ist sei dir bewusst das du dich mit dem Auto und dem Motor beschäftigen solltest und nicht wie ein moderner Wagen einfach fahren sondern etwas mehr technisches Hintergrund Wissen nötig ist.

  • Aber für so etwas braucht man keine S1, das geht auch mit späteren Baujahren :D

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    Die Handbewegung gegen Ende des Videos ist sehr verständlich. Dazu braucht es keine Worte. :thumbup:

  • Moin,


    Quote

    Spa bei Regen ist blöd,


    nur weil du dich da gedreht hast....:D


    Am meisten lernt man in einer rover elise auf der nassen nordschleife. Vor allem das Bremsen.


    Quote

    Und bei Regen und Kält und Semis....

    Einfach in der Box bleiben und Bier trinken.....i .


    Ääääh, nein.


    Quote

    Zugegebenermaßen ist eine Rover-Elli auf kleinen, kurvigen Strecken (-> Grevenbroich) etwas im Vorteil.


    ausser auf der Autobahn eigentlich immer :D

    Quote

    <hab ich das gerade wirklich geschrieben??>


    Einsicht ist der erste Weg zur Besserung8)


    Guido