Zukunft des Eletre ?

  • Die ausführliche Begründung ist durch die Länge in einem PDF Dokument im Anhang zu finden


    Fazit

    Ja, für mich ist der Eletre eine gute Wahl, ich fahre ihn gerne und bin auf Kummer eingestellt. Ich habe vor über 30 Jahren schon einmal Lotus gefahren, das hat mich für mein ganzes Auto-Leben abgehärtet. Den Wagen hat nicht jeder, ich mag das Design und technisch gibt es nicht allzu viel zu bemängeln. Die Farbkombination grün/ grau ist o. k., ich hätte British Racing Green mit beigem Leder als typisch englische Ausführung besser gefunden. Da ich den Kauf des Wagens finanziell für mich sehr günstig gestalten konnte, werde ich ihn auch in mein Privatvermögen übernehmen und hoffentlich sehr lange Freude daran haben.

    Das wünsche ich allen anderen Besitzern auch.

  • Schöne Zusammenfassung, die schockierende Erkenntnis ist für mich, dass gerade das Fahrwerk die Schwäche des Autos ist. Das wäre Lotus früher nie passiert, bei Ausstattung, Qualität, Zuverlässigkeit und Service waren sie dem Wettbewerb meist unterlegen, aber nie bei Fahrwerk und Lenkung, da konnte keiner mithalten. Dass gerade der Audi ein besseres Fahrwerk hat, ist die Demütigung schlechthin.

    Der Eletre widerspricht in fast jeder Hinsicht dem, wofür Lotus mal stand: Reduktion aufs Wesentliche, Leichtigkeit, Handling und Feedback, von all diesen ehemals markentypischen Eigenschaften stellt er das Gegenteil dar. Einzig die unterirdische Ersatzteileversorgung und der in manchen Regionen mangelnde Service erinnert an früher.

    Der Eletre scheint ein solider Elektro-SUV zu sein, der im Elektro-SUV-Markt vom Produkt her bestehen könnte, wenn Lotus ihn dann auch vermarkten könnte, ihr dürft mich gerne altmodisch oder einen Nostalgiker nennen, aber für mich ist der Eletre einfach kein Lotus.

  • Danke für den Einblick in eine für mich (inzwischen) so fremde Welt! Ich meine das jetzt positiv... denn es weckt Erinnerungen an die Zeiten meines Berufslebens, in denen ich als freiberuflicher Ing. noch > 60.000 km pro Jahr mit S-Klasse und anderen Riesenbombern unterwegs war und sowas DAFÜR durchaus zu schätzen gelernt hatte.

  • Was sind die Alternativen, wenn man nichts haben möchte das es im Straßenbild häufig gibt, oder von bestimmten Volksgruppen / Milieu gefahren wird....
    Werde mir auch die Alpine E390 anschauen, hoffe ist nicht zu klein...
    Wenn Zeekr, Xiaomi, Li oder wer auch immer, einen hohen Standard für wirklich gutes Geld abliefern kann, dann dürfte das Lotus / Geely auch können.

  • Ja schwierig... ich überlege & schaue auch immer herum, insbes. in der E-Auto-Welt (wir haben eine gute Auswahl in der Firma), aber ich fand die bisher alle zu groß/schwer/kompliziert/teuer... schwierig, wenn man mal so verdorben ist ;) (der BMW i3 in der letzten Version war gar nicht schlecht - einer der wenigen, wo man wirklich aufs Gewicht achtete - doch immer noch zu viel Unsinn drin, und wird leider nicht mehr gebaut).

  • Klar ist es Geschmackssache...aber knapp unter 100k, kommt Audi, BMW, Mercedes mit keinem Model an Lotus heran.
    Plastikwüste und 400V Systeme. Einzig der neue X3 könnte durch andere Batterien etwas an Reichweite gewinnen. Aber 400V System.

  • Lotus-Situation angespannt

    Im ersten Halbjahr 2025 lieferte Lotus weltweit nur 2.813 Fahrzeuge aus – fast 50 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Emira-Verkäufe gingen sogar um 64 Prozent auf 891 Einheiten zurück. Immerhin ist seit Juli der Export in die USA wieder möglich, nachdem die britische Regierung eine Senkung der Zölle von 27,5 auf 15 Prozent erwirkt hatte.
    Finanziell sind es dennoch harte Zeiten für die britische Traditionsmarke. Lotus verbuchte allein im ersten Halbjahr 2025 einen Verlust von 313 Millionen US-Dollar (rund 266 Millionen Euro). Im Vergleich zur Vorperiode mit minus 424 Millionen US-Dollar (361 Mio. Euro) bedeutet dies jedoch eine leichte Verbesserung. © auto motor und sport

    Lange schaut sich der Mutterkonzern Geely das sicherlich nicht mehr an, wenn Lotus eine halbe Milliarde oder mehr pro Jahr Verlust macht. Die haben ja selbst auch Sorgen vor allem in China

  • Servus miteinander,

    ich bin gerade über einen Bericht gestolpert: „Lotus in der Krise: Kultmarke streicht hunderte Jobs“ — was für ein Schlag!

    Müssen wir jetzt ernsthaft befürchten, dass der Eletre und Emeya ein ähnliches Debakel wie Fisker erleben – und wir am Ende nur noch Elektroschrott in der Garage stehen haben?

    Aber hey… wir bleiben optimistisch: Lotus hat das Zeug mit dem Eletre und Emeya. Das Produkt ist nach wie vor mega, das Servicenetz und die Kundenbetrueung (Customer Care Center) nach wie vor eine Vollkatasrophe.

    Aber hey … wir bleiben optimistisch: Der Eletre und Emeya sehen fantastisch aus und sind High-End-Produkte, okay mit kleinen Macken.

    Wir bleiben stark!

    Grüße aus Minga

  • Was ist an z.B. einer Emira weniger Schrott, wenn du keinen Scheinwerfer oder Codierung für dein neues, leeres Motorsteuergerät kriegst?


    Ich würde die Geely-Lotusse eher wie Börsengeschäfte mit Einzelaktien sehen: Sei gedanklich und finanziell dazu bereit, jederzeit jeglichen Wert auf einen Schlag zu verlieren.

    Wer das finanzielle Polster nicht hat, der sollte keinen Geely-Lotus fahren.


    Wer seit den letzten Nachrichten aus England noch einen Geely-Lotus mit seinem eigenen Geld kauft, dem ist eh nicht mehr zu helfen...

  • Für mich stellt sich die Frage ob man das Auto noch bestellen sollte? Mein Wechsel liegt in ca. 8 Monaten an und ich muss mich nun entscheiden ob es ein Lotus wird oder nicht. Schwierige Situation.

    Nein, wieso? In Wuhan ändert sich ja nichts...

    Einzig den Wiederverkaufswert würde ich nicht in Regionen erhoffen, wo andere Lotus sich bewegen.

    --- Elise: Da steigt man nicht ein, die zieht man sich an! ---

  • Erster Plug-in-Hybrid von Lotus kommt 2026 - electrive.net
    Eigentlich wollte die britische Geely-Marke Lotus ihre letzten Verbrenner nach und nach aussortieren. Zu einer reinen Elektromarke wird Lotus aber nicht: Wie
    www.electrive.net
    Lotus Eletre Super-Hybrid: Zum Strom kommt jetzt ein Verbrenner
    Mangelnde Elektro-Nachfrage zwingt auch Lotus zu neuen Antriebskonzepten. Kommen sollen Super-Hybrid-Kombinationen. Die erste davon im SUV Eletre.
    www.auto-motor-und-sport.de

    Warten auf das FrühjahrX/

  • Ich habe jetzt mal den Polestar 3 probegefahren. In vielen Bereichen wirkt die Software ähnlich. Das ist auch noch nicht perfekt. (wenn ich tesla mal als Benchmark ansetze).
    Aber das können andere auch nicht so viel besser ich denke da an CARIAD, da kann man auch dran verzweifeln.

    SW ist aktuell eine Achillesferse, wobei China mit BYD etc. schon auch Vorreiter hat.

    Obwohl ich sichtbar geboren wurde, identifiziere ich mich als unsichtbar.

    Ich bin trans-parent.

    Meine Pronomen sind wer/wo.

  • Ich hatte gestern ein Telefonat mit jemandem von Lotus, da ging es unter anderem um das CCC und die zahlreichen offenen Tickets, auf die seit Ewigkeiten keine Reaktion mehr kommt.

    Die Aussage dazu: Ich solle mich nicht wundern – die zuständige Niederlassung in Amsterdam wird zum 31.12. komplett dicht gemacht. Alle Händler seien wohl angehalten, offene Tickets im Zusammenhang mit Kunden zu schließen und sie ab dem 1.1. dann „neu“ zu eröffnen. Direkter Ansprechpartner seien dann die Kollegen in China. Na dann, Prost Mahlzeit.

    Das CCC ist wohl schon seit Längerem an einen Dienstleister outgesourct, der die Tickets brav sammelt und „verwaltet“ – und darauf wartet, dass vom anderen Ende der Leitung vielleicht irgendwann Antworten kommen. Oder eben auch nicht. Da wundert es mich nicht mehr, dass von dem Engagement, das ich noch aus Januar 2025 kannte, nicht mehr viel übrig ist.

    Ich habe danach ein bisschen im Netz gestöbert und direkt auch einen holländischen Bericht dazu gefunden, der das Ganze bestätigt.

  • Dann sollte man eigentlich öffentlich davor warnen diese Autos zu kaufen, oder?

    Das würde ich nicht sagen, bei mir im Umfeld fährt immer noch ein Fisker Ocean rum. Im Gegensatz zu den Lotus Modellen hat der auch zu seinen Besten Zeiten verheerende Kritiken bekommen. Der Besitzer ist recht glücklich mit dem Auto, auch wenn alle Remote Services nicht mehr funktionieren.

    Wer sich aktuell für einen Lotus entscheidet kauft ein Nischenauto, das mit Seltenheit glänzt, dafür aber vom Besitzer gewisse Kompromisse abverlangt. Das war bei Lamborghini Ferrari etc. auch mal so. Die viele Software in den Autos macht das sicherlich schwieriger, weil es keine kleinen Werkstätten gibt die was reparieren können aber das ist halt so.

    Ich würde also nicht sagen abraten sondern würde Bewunderung spenden für jeden der solch ein Fahrzeug fährt. Das ist halt was ganz seltenes, besonderes.

    Obwohl ich sichtbar geboren wurde, identifiziere ich mich als unsichtbar.

    Ich bin trans-parent.

    Meine Pronomen sind wer/wo.

  • Dazu gehört dann aber, dass man mit offen Augen und einem gewissen Enthusiasmus so ein Auto kauft - und vor allem mit dem Wissen um die Probleme. Das erzählt einem im Autohaus aber sicher niemand.

    Wäre noch die Frage zu klären ob sich der Mann mit dem Fisker vor oder nach dem Debakel für den Kauf entschieden hat.

    und mögen die Armeen des Todes auf dem Weg zu eurem Haus vom Pfade abkommen

  • Wer solches Gezeter nicht möchte, nimmt einen VW...und findet sich im worst case in derselben Situation, weil die made in Germany Software schlechter ist als wäre sie made in Bangladesch.

    Man kann Pech oder Glück haben. Made in Germany ist kein Garantisiegel mehr, und wirtschaftlich arbeiten müssen alle, die überleben wollen.
    Es sei denn man lebt in einer Utopie.