Fahrwerke mit Gutachten 2023

  • Ich bin mal nen Speedster mit sehr harten Federn gefahren. Das war MEGA!

    Die Eifel ist sehr schön! Ich würde den Ausflug auf 5 Tage verlängern, damit du auch richtig fahren kannst. Nordschleife oder GP Kurs ist egal. Mein Exot kommt jetzt an die 100.000km. Das Modell soll nur 111mal gebaut worden sein, ob das stimmt kann ich nicht sagen.

  • Frag doch mal bei Komotec an, ob es "Partner" in deiner Nähe gibt. Merz&Pabst in Nürtingen z.B. macht Komotec Umbauten direkt vor Ort.

    Bei Merz&Pabst war ich diese Woche bzgl. meines Nitron-Fahrwerks für die Evora. Aussage war, dass sie den Einbau vornehmen können, Abnahme aber nur bei Komotec vor Ort.

  • Zur Dokumentation der Federraten zu den Fahrwerken habe ich noch ein wenig Zeit inverstiert und recherchiert bzw. berechnet:

    Lotus Sport Fahrwerk Bilstein gelb: VA/HA 47/65 N/mm

    Regelin Sachs Performance: VA/HA 47/76 N/mm

    Regelin Sachs Performance Alu: VA/HA 80/90 N/mm

  • Ich habe nicht alles gelesen, und bin nicht auf dem aktuellen Stand.

    Aktuell kann man beim Westermann Nitron Fahrwerke beim Caterham kaufen und eintragen lassen. https://westermann-motorsport.com/en/produkte/we…ro-kit-caterham

    Vor Jahren haben die das auch am Speedster und Lotus gemacht.

    Noch ne blöde Erinnerung. Ich meinen man muss nur die Federn (etwa Eibach) eintragen lassen, nicht den Kolben bzw. Dämpfer. Erinnere ich mich da richtig?

    Ich habe für den Tüv immer wieder das Original Fahrwerk verbaut. Wenn man eh ne Revision machen will, kann man das auch in den TÜV Zeitraum legen.

  • Zudem bedeutet dass, Auto hinfahren, umbauen, Geometrie einstellen, Einzelabnahme...Das wird schwierig an einem Tag. ;)

    Wenn du es bei Komotec kaufst kannst du es auch zuhause einbauen und einstellen lassen und dann hinfahren und es eintragen lassen. Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen, hier in Deutschland noch irgendwas eingetragen zu bekommen ist so schwierig das es inzwischen normal ist das man dafür notfalls durch die ganze Republik gondelt und froh ist das es überhaupt noch jemanden dafür gibt. Die Einzelabnahme bei Komotec geht im übrigen schnell, der Prüfer dort hat naturgemäß viel Routine. Wenn es also insgesamt 1000km sind ist das zur Not an einem Tag machbar.

  • Zur Dokumentation der Federraten zu den Fahrwerken habe ich noch ein wenig Zeit inverstiert und recherchiert bzw. berechnet:

    Lotus Sport Fahrwerk Bilstein gelb: VA/HA 47/65 N/mm

    Regelin Sachs Performance: VA/HA 47/76 N/mm (berechnet, vorne soll wohl härter sein)

    Regelin Sachs Performance Alu: VA/HA 80/90 N/mm

    Ich werde jetzt vmtl. auf das Alu Racing Fahrwerk wechseln, auch wegen des vorhandenen Gutachtens. Danke trotzdem.

  • Nochmal ein kurzes Update zum Wilbers.

    Habe das ja als 1-fach Variante in normaler Ausführung (also ohne 10mm Tieferlegung, da das Gutachten sonst nicht gilt) erworben.

    Der Verbau war etwas tricky, ich musste einen wilden Mix aus Brackets nutzen (hinten Standardbrackets umgedreht und am Rand ausgefräst damit die Dämpferkörper passen, vorne EP Tieferlegungsbrackets aber mit extra Loch um das Bracket in die obere Position zu bringen).
    Die Wilbers Dämpfer (und Federn) sind sehr lang, länger als alle anderen Aftermarket-Lösungen, daher muss man ein bisschen tricksen.

    Grundeinstellung gemacht, ein bisschen feinjustiert für die Radlasten und das Auto steht gut da auf 115/120mm Fahrhöhen.
    Die Highspeed Druckstufe könnte ein bisschen offener sein; bei der ersten Revision lass ich es dann halt auf 3-fach verstellbar umbauen und dann ist das auch gegessen.

    Eintragung überhaupt kein Problem, mit dem Teilegutachten zum TÜV gelatscht, einmal verschränkt, keine Diskussion und alle glücklich.
    Ich meine Wilbers bietet nix für die späten Toyotas an, aber nach vier verschiedenen Nitron-Fahrwerken und zwei JRZ würde ich nicht mehr woanders hingehen (von Öhlins individuell mal abgesehen aber das ist dann eher Faktor 3 beim Preis).

    Quoi?

  • gibt es das Öhlins noch?

    Das alte Gummifahrwerk von damals nicht mehr.
    Der Alu Sauer kann es aus Ersatzteilen "modern" aufbauen mit Uniballs und größeren Lagerdurchmessern.
    Alternativ dann direkt ein 2-fach verstellbares TTX.
    Das ist dann allerdings wieder ne individuelle Lösung im Schwarzwald mit Auto hin, etc., das Ausgangsproblem war ja von einem Standort für die Eintragung abhängig zu sein.
    Funktionieren wird das sicher toll.

    Quoi?

  • Der Verbau war etwas tricky, ich musste einen wilden Mix aus Brackets nutzen (hinten Standardbrackets umgedreht und am Rand ausgefräst damit die Dämpferkörper passen, vorne EP Tieferlegungsbrackets aber mit extra Loch um das Bracket in die obere Position zu bringen).
    Die Wilbers Dämpfer (und Federn) sind sehr lang, länger als alle anderen Aftermarket-Lösungen, daher muss man ein bisschen tricksen.


    Eintragung überhaupt kein Problem, mit dem Teilegutachten zum TÜV gelatscht, einmal verschränkt, keine Diskussion und alle glücklich.

    Und genau deshalb stelle ich die Eintragerei in Frage. Dein eingetragenes FW stützt sich jetzt an selbstgebastelten Brackets ab. Ich stelle nicht in Frage, dass DU das kannst, aber Sinn macht es keinen.

  • ..., ich musste einen wilden Mix aus Brackets nutzen ...

    Ich glaube für die Auslegung der Dämpfer hat Wilbers damals eine Elise mit Bilstein-Brackets hinten erwischt.

    Mit den Serien Brackets vorne, normale, untere Position und den Bilstein Brackets hinten kommt man in etwa bei Serienhöhe raus. Evtl. nen Zacken tiefer.
    Damit erreicht man gerade so die im Gutachten (beziehungsweise generelle) geforderte Auflage der 500mm Höhe zur Unterkante der Scheinwerfer. Das ist wahrscheinlich der Grund für das fehlende Gutachten für das tiefere Wilbers. Damit werden die 500mm nicht mehr erreicht.

    Will man tiefer geht das übliche Spielchen, ähnlich zum Bilstein, los.

    Wilbers C30-0553-00/01
    Brackets: Serie vorne, untere Position - Bilstein hinten


    Brackets: Serie vorne, umgebohrt auf obere Position - Serie hinten

  • Und genau deshalb stelle ich die Eintragerei in Frage. Dein eingetragenes FW stützt sich jetzt an selbstgebastelten Brackets ab. Ich stelle nicht in Frage, dass DU das kannst, aber Sinn macht es keinen.

    Bei der Frickelei mit den Brackets stellt sich ja auch die Frage wie das Fahrwerk eingetragen wird. "Tieferlegung um"......oder "Restgewinde von"...oder "Abstandsmaß Bördelkante-Radmitte".....

  • Nochmal zurück zur Eintragung der Fahrwerke. Ich bin ja in der Schweiz ansässig und habe gerade ein Angebot für ein Nitron NTR 46 Race für meine Elise erhalten. Das Fahrwerk wird laut Offerte mit einer Eignungserklärung geliefert, die Eintragung erfolgt dann wohl innerhalb von 14 Tagen durch den Kunden selbst oder wahlweise durch die Werkstatt. Es sind laut Aussage der Werkstatt keine Probleme bei der Eintragung zu erwarten.

    In der Eignungserklärung sichert der Hersteller oder ein Prüfinstitut zu, dass das Fahrwerk für das spezifische Fahrzeugmodell geeignet ist, das scheint für die Eintragung in der Schweiz zusammen mit einer Prüfung bei der Zulassungsstelle ausreichend zu sein.

    Warum reicht so eine Eignungserklärung in Deutschland nicht für eine Eintragung? Gut, das ist ein für die Schweiz spezifisches Dokument, aber normalerweise ist die Schweiz ja weit pingeliger als Deutschland. Oder gibt es kein äquivalentes Dokument für die Eintragung in Deutschland? Wenn der Hersteller erklärt, dass es geeignet ist und damit die Verantwortung übernimmt, kann das ja nicht nur in der Schweiz gelten, oder sind die Elisen hier anders als in Deutschland?

  • Dieser Persilschein in der Schweiz… das ist ein für euch Eidgenossen ein ganz ungewöhnliches Vorgehen. Eigentlich ist das Ding ein Witz, da auch der Importeur des Produkts so eine Eignungserklärung ausstellen kann. Deswegen darf man bei euch auch die Rota SlipStream auf der S1 Elise fahren, während uns die Prüfer hier in D auslachen.


    Das Gleiche mit der Gurtstange. Da gibt‘s glaub die FAKT in der Schweiz. Dort fährt man mit seiner Zubehörgurtstange hin, dann schauen sich dort die geschulten und in der Angelegenheit erfahrenen Herren Ingenieure die Sache an und erteilen dann, wenn sie wollen, dem Ganzen eine Zulassung. Ohne weitere Prüfung, Berechnung usw. Dauert 2h und kostet glaub 600 Franken.

    Wenn ich hier in Deutschland mit meiner EliseParts Gurtstange zur Prüfstelle gehen sagen die: jaaaa, das ist keine geprüfte Verbindung nach ECE Norm oder TÜV Merkblatt XYZ, deswegen: nein.

    Hab‘ mir dann eine originale Exige Gurtstange besorgt und neben die EliseParts Gurtstange gelegt. Der Prüfer und ich waren uns einig, dass aus Ingenieurssicht die EliseParts Gurtstange die bessere sei und gewiss halten wird. Eintragen wollte er dann doch nur die originale Exige Gurtstange, weil die eben irgendwann mal von Lotus mit der Homologation der Fahrzeugs geprüft wurde…


    Genauso läuft‘s mit allen anderen Teilen hier in D und es wird nur noch schlimmer…

  • Soweit ich es verstehe, übernimmt der Aussteller des Persilscheins die Verantwortung dafür, dass das damit als geeignet erklärte Teil hält und keine Gefahr darstellt. Wer auch immer das ausstellt, kann dafür haftbar gemacht werden, wenn ein Schaden entsteht, weil seine Zusicherung nicht zutrifft.

    Ob nun der Hersteller, der Importeur oder eine Prüfstelle die Eignungserklärung ausstellt, ist eigentlich egal, denn in einer halbwegs rationalen Welt wird das keiner ohne entsprechende Prüfung oder Berechnung tun, der seine Freiheit schätzt und wirtschaftlich überleben will.

  • Also ich habe jetzt das Fahrwerk und den Persilschein und es ist seit heute auch eingetragen. Aber nach der Eintragung habe ich mir den Persilschein genauer angesehen, da passt leider die Bezeichnung des Fahrwerks nicht mit dem überein, was tatsächlich verbaut ist. Ich hoffe mal, dass zumindest die Bezeichnungen der Federn stimmen, denn die stehen jetzt exakt so im Fahrzeugschein. Ist aber gerade in Abklärung mit der Werkstatt.

    Note so self: Besser mal vorher die Papiere anschauen, im Nachhinein bringt das nicht so viel...