Wertentwicklung klassischer Lotus

  • Hier mal ein paar Zeilen zur Wertentwicklung klassischer Lotus. Leider - wie erwartet - nicht besonders positiv. Schöner Wagen …


    Der Lotus Esprit S1 schaffte es doch noch (Oldtimer-Blogartikel vom 12.09.2021)
    Unterschiedliche Autoren aus der Oldtimer-Szene publizieren hier Blogs, Kurzartikel, Kolumnen und persönliche Meinungen rund ums Thema klassische Fahrzeuge.
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  • Irgendwie finde ich das gar nicht so schlimm.

    Dann können wir unsere Autos unbesorgt benutzen.

    Ich hab nen Freund der hat mehrere Porsche.

    Der fährt sie kaum. Es könnte ja was drankommen oder die Km könnten die Wertermittlung bremsen.

    Schade eigentlich

  • Naja, wie man es nimmt, 78 k ist jetzt auch nicht zwingend billig.

    Für eine Marke ohne ausgeprägtes Marketing der Geschichte und ohne riesige Fanbase finde ich das ganz in Ordnung.

    Vor 5 Jahren hätte da keiner dran gedacht.

    Wer allerdings an Garagengold und die Lügen in den Wertgutachten glaubt könnte enttäuscht sein.

    Viel Spaß beim Fahren :cc

  • Ich sehe die Dinger nicht als Wertanlage.

    Aber die Karre ist wirklich mal exklusiv und - sie hat Style. Der S1 Esprit sieht SUPER aus. Und da finde 78k einfach ein bisschen - enttäuschend. Unabhängig davon, ob das Ding anschließend geputzt oder bewegt wird.

    Auf der „Suche nach einem exotischem Auto“ (für < 100k!) wäre der S1 jedenfalls ein Volltreffer gewesen.

    - the ultimate sophistication -

  • Ich denke das es ein Lotus nie schafft seine Restaurationskosten im Verkaufspreis wieder aufzuwiegen.

    Muss er auch nicht......er wiegt diese Kosten im Fahrspass wieder auf :cc

    das Problem haben viele andere Fahrzeuge auch bzw. abhängig vom potentiellen Käufer welchen Zustand er erzielen will und ob in Auftrag oder selber schrauben, Haltedauer/Sammlung, etc......... Das Problem sind teilweise schwammige Definitionen der Zustände bzw. Unwissenheit der Käufer/Verkäufer über den Zustand und was eine gescheite Voll oder Teilrestauration kostet ohne große Kompromisse . Kenne Leute denen ist es mittlerweile lieber ein totales Restaurierungsobjekt mit sauberer Historie/Doku (was immer schwieriger wird)zu kaufen da die Kosten genauer kalkuliert werden können und das Fahrzeug dann nach aktuellen Standards/Möglichkeiten in perfekten Originalzustand herzustellen.

    Aber der Markt für Oldies ist mittlerweile so kompliziert das teilweise für Totalschäden (Scheunenfunde)bei Sothebýs Preise bezahlt werden jenseits von gut und Böse. Da sind teilweise Profis überfordert warum das so ist. Eine Erklärung war das Käufer die Geschichte des Fahrzeugs bewahren wollen, als Kunst interpretieren und/oder wahrscheinlich zu viel Geld auf dem Konto haben. P.S. und natürlich gibt es Ausnahmen wo es Sinn macht das Fahrzeug behutsam zu restaurieren um möglichst die Originalität zu erhalten.

  • Moin,



    Quote

    Also es gab mal einen Esprit der ist für über ne halbe Million weg..


    Prominenter Vorbesitz, sonst wäre der rammsch auch für ein Butterbrot gegangen.


    Ich sach nur Golf 3 Papst Ratzinger oder wie der vogel hiess...



    Guido

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    elise mk2,mit rover Motor, bsc toelinks, fächerkrümmer, krawalltüte,teamdynamics felgen mit uraltsemis (kann ich selbst wechseln),hat noch rest tüff (in Anlehnung an andere total bescheuerte Signaturen....
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    Teile meines Beitrages können ironische, sarkastische oder zynische Bemerkungen enthalten.
    Ich bin nicht verantwortlich für das was der Leser da hinein interpretiert !

  • Beim 911 paßt aber auch der Satz des ehemaligen Werksmeisters aus Zuffenhausen : ein 911 ist ein Auto das keiner braucht aber JEDER will und deshalb läßt sich das Auto verkaufen.


    Beim Lotus trifft nur der erste Teil zu....


    Mal abgesehen davon dass kaum einer die Marke kennt


    Guido

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  • Das ist halt der Versuch aus der aktuellen Modellwechselsituation Kohle zu pressen. Hat nichts mit der Begehrlichkeit der Autos zu tun.


    Ich versteh' immer nicht, warum sich alle wünschen, dass das eigene Auto wertvoll wird. Ich bin froh, dass Elisen so billig sind. Da bekommt man gut Ersatzteile und es können sich auch Leute die Kisten leisten, die aus Spaß und nicht zum Geldverdienen kaufen oder sich einen Traum erfüllen. Wenn ich mir vorstelle, das meine Elise plötzlich 300.000 € Wert wäre, hätte ich keine Freude mehr daran, weil dann auch Ersatzteile und die Wiederbeschaffung im Schadenfall problematisch werden können.

    „Ich liebe es nicht, wenn der Lauf der Dinge durch Tatsachen gehemmt wird.“

    - M. Poppins 1964 -

  • Dann noch die 250er Kiste hier im GT4 Niveau:

    https://suchen.mobile.de/fahrz…4a-fe9f-8e23-1a3d503d987e

    Ungarn, offensichtlich anderes Preisgefüge. Schau Dir mal die anderen Lotuse von dem Händler an, sind alle über unserem Preisniveau.

    Aber vielleicht werden unsere Seifenkisten ja wie durch ein Wunder zu Sammlerobjekten, drücken wir mal die Daumen. ;)

    Glück, das ist einfach eine gute Gesundheit und ein schlechtes Gedächtnis.

    Ernest Hemingway

  • Ich steh aktuell vor dem Problem. Investier ich jetzt eine hohe 5stellige Summe für die Restauration da sich die Kosten dem großen Bruder angeglichen haben und die Wertentwicklung für durchschnittliche Fahrzeuge in den letzten 30 Jahre nach Kauf gar nicht so verkehrt war. Ich denke Nein, wird ne vernünftige Teilresto und fahr auf kein Treffen (die sind teilweise schlimmer wie Waschweiber)sondern nur für mich.

  • es ist doch wie immer die gleiche Diskussion: geht es um den Fahrspass, das Schauben, das "mit gleichgesinnten Treffen"...oder geht es um "Wertanlage"....wer hat eigentlich diesen Begriff im Bereich Oldtimer überhaupt eingeführt?


    Was mich auch umtreibt: wird es Oldtimertreffen und diese "Zusammenkünfte", diese Gemeinschaft in der Zukunft überhaupt noch geben? Nachdem selbst nun teilw. bei Autotreffen(im Freien) 2G oder Abstandsregeln einzuhalten sind.


    Sind wir doch mal ehrlich zu uns selbst: in absehbarer Zeit werden die Verbrenner Motoren zum Bösen stigmatisiert (auch die Oldtimer)...somit wird der Wert soweiso gegen NULL gehen. Dafür läuft sich grade eine lautstarke Minderheit aus schulschwänzenden Kindern, unterstützt durch Millionen $ und€ von irgendwelchen dubiosen Organisationen, gerade warm. Die woken Politker springen natürlich gerne über dieses Stöckchen.


    Geniesst eure Autos solange sie noch fahren dürfen und macht euch nicht über Geld gedanken. Wenn es ums Geld geht, müsst ihr die Autos innerhalb der nächsten 1-2 jahre verkaufen und besser in Edelmetalle anlegen.

  • Das nenn ich mal ein treffendes Statement. Wir haben ein goldenes Zeitalter erlebt. Mit der Entwicklung der Technik schien alles möglich. Mit diesem nostalgischen Gefühl steig ich oft in meinen Esprit, um eine Runde Sprit zu verbrennen. Der Sound, der Geruch, einfach geil. Und wenns dann irgendwann verboten wird, kommt das Teil ins Wohnzimmer. Leben ist endlich und wir nehmen hier eh nix mit. Es sind die Erinnerungen an schöne Erlebnisse, die uns bis zum Ende begleiten, was ich gerade bei meinem Dad erlebe. Also lasst uns ein bischen Spass haben, bevor uns das Atmen und das Lachen auch noch verboten wird. Gentlemen, start your engines, please ;)


    Allen ein schönes unfallfreies Wochenende.

    Viele Grüße


    Martin

    Don't only dream about, feel it and do it!

  • Das Problem ist wohl, dass sich nicht jeder 4te die Einstellung auch wirklich wird leisten können, lach. Diese Idee, wir können schlagartig auf Öl, Kohle und Atomstrom verzichten und dabei alle elektrisch fahren ist schlicht absurd. Hans Werner Sinn hat zu dem Thema mal den treffenden Vortrag "Energiewende ins Nichts" gehalten. Aber ich will hier nicht ins politische abdrehen. Ganz nüchtern betrachtet wird nur ein Technologiemix mittelfristig machbar sein. Und da werden wir die Verbrenner sicher noch eine Zeit behalten, wenngleich der Betrieb dann zunehmend Luxus wird ;) Und dann wird der Wert von Oldtimern auch sinken, zumal es in der Generation Greta auch nicht mehr so viele gibt, die a) nicht nur mit Öffis und Fahrrad unterwegs sind und b) überhaupt noch Interesse an dem Automobilen Kulturgut haben, was ja nun als das Böse überhaupt dargestellt wird, ohne darüber nachzudenken, dass die Möhren im Supermarkt ohne Dieseltraktor und LKW dort auch nicht verfügbar wären ;)

    Nun denn, solche Diskussionen lösen das Problem eh nicht.

    Viele Grüße.


    Martin

    Don't only dream about, feel it and do it!

  • wird der lotus halt irgendwann auf E umgebaut :P


    die batterien werden das bestimmt irgendwann hergeben, dass man ohne ein riesen mehrgewicht trotzdem 200-300km fahren kann.

    vielleicht ja sogar mit entnehmbaren akkus, dass keiner ne ausrede hat, dass man nicht laden kann


    und wenn man unsere absolut unnötigen autos nur für unnötige fahrten von A nach A benutzt werden, dann ist E gerade hier sinnig.

    findige softwareentwickler können bestimmt auch ne 6 gang rührschüssel simulieren und wir toyota fahrer können uns weiter mit dem hakeligen dritten gang rumärgern :thumbup:

  • So, die Diskussion zu alternativen Antrieben habe ich in den Thread zu den alternativen Antrieben verschoben. Hier dann bitte nur noch weiter zum Esprit ...

    „Ich liebe es nicht, wenn der Lauf der Dinge durch Tatsachen gehemmt wird.“

    - M. Poppins 1964 -

  • Nochmal zurück zum Thema "Wertentwicklung". Unabhängig davon, dass die Wertentwicklung meiner Elise für mich nachrangig ist (ich habe die Karre gekauft, um sie zu fahren), bin ich bzgl. der Wertentwicklung "künftig" klassischer Lotus (wie der Elise) eher optimistisch. Nicht übermäßig, aber doch tendenziell.

    Sportwagen wie die Elise stehen durch die bevorstehenden Veränderungen (egal, wann sie kommen) weniger unter Druck als die höher performanten Verbrenner anderer Sportwagen-Hersteller. Tempolimits auf deutschen Autobahnen treffen Porsche, AMG und M Modelle härter als ein Fahrzeug, dass diesseits von 200 km/h Spaß macht und dabei vorzugsweise auf Landstraßen und Alpenpässen bewegt wird. Und: bei dem vergleichsweise geringen Verbrauch einer Elise lassen sich stark steigende Treibstoffkosten wesentlich leichter kompensieren (und vertreten). Für Sammler mag das irrelevant sein. Für einen erheblichen Anteil sportlich ambitionierter Fahrer werden in Anschaffung und Unterhalt "erschwingliche" Exoten wie die Elise dadurch eher an Reiz gewinnen. Außerdem: egal, wie weit Lotus sich von seinem "Markenkern" entfernt (Stichwort: Type 132), sprechen die Investitionen der vergangenen Jahre dafür, dass zumindest der Name des Ladens erhalten bleiben wird. Auch das wird sich positiv auswirken.

    - the ultimate sophistication -

  • Ganz witzig eigentlich ,


    zum Thema "Wertentwicklung klassischer Lotus" klopfen sich hier die Lisen auf die Brust umd finden ihr Auto einfach gut. :thumbup:

    Das muss Liebe sein. <3

    Ich meine alle Excel, Eclat etc. Eigentümer sind wahrscheinlich genug Kummer gewohnt, schließlich durften wir uns alle schon mal anhören, dass Volltanken den Wert verdoppelt, daher wohl nicht so diskussionsfreudig. ;(

    Mir reichts, wenn die Karren halbwegs stabil bleiben und fahren, aber wer über die 70 000 € für den S1 meckert, der sollte vielleicht einmal 10 Jahre zurück denken ... oder vielleicht sogar 20.

    Ein Lotus ist keine Wertanlage, sondern Spaß zum Anfassen und Einsteigen.

    Wer das Auto als Baustein für seinen Rentenplan betrachtet ist bei der Marke glaube ich falsch.

  • Bin etwas unsicher, an wen Dein Post adressiert ist: dass ein Lotus keine Wertanlage ist, hatten wir hier ja schon häufiger. Ich hab’s jeweils explizit mit rein geschrieben (#4 & #25) - um „Missverständnisse“ von vornherein zu vermeiden. Klar kann ich das nochmal EXTRA GROSS schreiben.

    Und zur Liese (einem KÜNFTIGEN Klassiker): die finde ich gut. Ja. Und zwar sowas von.

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  • Anlass für meinen ersten Post waren die Bilder dieses wunderschönen Esprit da ganz oben. Die wollte ich teilen. Und ja, ich find‘s schade, dass ein Wagen mit so viel Klasse (und in diesem Zustand) um ein Haar keinen Käufer gefunden hätte. Verstehe ich nicht. -

    Ist das nicht ne tolle Karre?

    - the ultimate sophistication -

  • Naja, der Verkäufer wollte halt ´ne anständige Summe sehen - und der Wagen scheint ja im Einser-Zustand zu sein und ist damit so eine Summe auch wert. Ein Grund, warum ich lieber Schrott-Gurken frisch aus der Mülltonne kaufe... ist zwar mehr Arbeit als einfach anmelden und fahren, aber es ist viiiel billiger. Also, wenn man´s selber macht. Restaurieren lassen lohnt sich nur, wenn man lange wartet und die Wertsteigerung über die Jahre mitnimmt.

    Aber mal ´ne blöde Frage: Ich hab´ gehört, die Getriebe vom Esprit (UN-irgendwas, glaube ich) werden schon seit Ewigkeiten nicht mehr hergestellt. Gilt das auch für die Ersatzteile des Getriebes? Angenommen, ich hätte einen Esprit und mir fliegt das Getriebe um die Ohren - was mach´ ich dann außer einem dummen Gesicht?