Der Snowboard Thread

  • Hokkaido nicht schlecht. War mal drüben in Canada zum Boarden. Auch sehr geil vom Schnee.

    Mit der Elli zum Skifahren ist mal cool. In meinen Caterham passt leider noch weniger rein.

    War früher immer ne Wochen über Weihnachten und Ostern in Verbier. Mit einigen gestörten Powder Jungs.

    Die Hälfte Skilehrer und alle wirklich gut Abseits unterwegs. Bis zu Talstation könnte man mit dem Caterham kommen. Aber ne Woche will ich den nicht offen stehen lassen.

  • Tja wenn man das Pech hatte und auf der falschen Seite der Mauer aufgewachsen zu sein, sah das leider etwas mieser aus in der Jugend.

    Ich komme da eher aus der Rollbrettfraktionn, Beton gab es ja in der Ostzone genug. Gut eine Eishalle hatte ich auch gleich in der Nähe, aber mit Eishockey lief damals auch nix.

    Aber gleich nachdem die Mauer gefallen war, sind zwei meiner Kumpels losgezogen um Snowboards auszuprobieren, die fanden es ziemlich geil.

    Anfang der 90er haben sie dann immer 2-3 Monate als Fahrradkuriere Geld verdient und in 14 Tagen es in den Bergen wieder verbraten. Für sie war Chile das geilste was sie gemacht hatten, mit dem Heli hochfliegen lassen und beten das man Talabwärts keine Lawine auslöst.

    Der Kumpel unten auf dem Foto ist ab und zu in Japan Geschäftlich unterwegs, und lässt sich von Freunden dann zum Boarden einladen, ist schon geil.

    Ich für meine Teil hab es vor 3-4 Jahren mal probiert, war aber nicht so meins, kurze Ski fand ich geschmeidiger :)

    Mirko


    links mein Kumpel- rechts Ich

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    Grafik aus den 80ern 8)

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  • das schöne ist was ich gesehen das nicht alle Pisten gleich bei geringsten Schneefall plattgewalzt werden. Aber ja, das wird es in den Alpen so nicht mehr geben. Vollkommen richtig

    Bis ein Vollhonk von Snowboarder die erste Abfahrt kreuz und quer gemacht hat. Dann ist es wieder vorbei mit lustig.

    Skifahrer fahren im Allgemeinen in Fallrichtung eine Spur neben der Nächsten und können so den ganzen Tag fahren, bis der Hang „aufgebraucht“ ist.

    Die doofen Gatschhupfer ruinieren den Hang bei der ersten Abfahrt...

    Egal, Hauptsache nichts vom Volkswagen Konzern!

  • Tja wenn man das Pech hatte und auf der falschen Seite der Mauer aufgewachsen zu sein, sah das leider etwas mieser aus in der Jugend.

    Ich komme da eher aus der Rollbrettfraktionn, Beton gab es ja in der Ostzone genug.



    Ca 1977


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    2021


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    Ich habe nie aufgehört damit. Bin nicht mehr ganz so sportlich, aber dafür schneller als damals. Inzwischen fahre ich nicht mehr mit kurzen Hosen und trage einen Helm.

    Das e-Board macht 40 km/h und ist wirklich ein Adrenalinkick. Vor Allem: Es kann bremsen. Obacht-Das muss man aber erstmal lernen. Ich benutze es regelmäßig und fahre auch zum Bäcker. Und meine Tochter meint : voll peinlich :S


    Snowboarden habe ich vor ca 10 Jahren wieder eingestellt nach zweimaligem Kreuzbandriss. Seit dem fahre ich im Winter am liebsten Tourenski. Irgendwie auch altersgerechter.Das Durchschnittsalter der Truppe dürfte bei 60 liegen. Jetzt in Zeiten von geschlossenen Liften eben auch super durchführbar. Aber die Anzahl der Tourenskifahrer steigt gerade gefühlt wie die der Hundebesitzer ;)

    Es gibt einen Punkt wo alles verblasst. Die Maschine wird schwerelos. Was bleibt ist Dein Körper.

    Ken Miles

  • Dem Zusammenhang kann ich gerade nicht folgen...


    Kennt noch jemand diese super schmalen Monoski wo man hintereinander steht?

    Quasi ein einziger Carving Ski mit zwei Skibindungen hintereinander.

    Ich glaube das kam aus Frankreich und nannte sich Squall oder so. Habe ich bei einem Skitest vom Laden aus mal einen Tag gefahren. Sehr ähnlich zu einem Snowboard aber man fällt halt einfach um wenn man zu langsam wird. Man bekommt auch die Bindung nicht so einfach wieder auf. Hätte ich durchaus auch Engländern zugeortet.

    Egal, Hauptsache nichts vom Volkswagen Konzern!

  • 2 Uhr Mittwoch auf Donnerstag Nacht Abfahrt.

    Hab ich wohl auch ein paar mal gemacht. War aber meistens Scheiße.

    Übernächtigt und dann wenig Konzentration und Kraft. Mit zunehmendem Alter wurde der Effekt dominanter.

    Egal, Hauptsache nichts vom Volkswagen Konzern!

  • Dem Zusammenhang kann ich gerade nicht folgen...


    Kennt noch jemand diese super schmalen Monoski wo man hintereinander steht?

    Quasi ein einziger Carving Ski mit zwei Skibindungen hintereinander.

    Ich glaube das kam aus Frankreich und nannte sich Squall oder so. Habe ich bei einem Skitest vom Laden aus mal einen Tag gefahren. Sehr ähnlich zu einem Snowboard aber man fällt halt einfach um wenn man zu langsam wird. Man bekommt auch die Bindung nicht so einfach wieder auf. Hätte ich durchaus auch Engländern zugeortet.

    Skwal


    Ich kann mich zwar nicht erinnern die schon mal gesehen zu haben, aber es klingt mal interessant:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Skwal


    Frage: Wo fahrt ihr dann hin zum Ski fahren? Also von der Berliner Ecke aus.

    Ich war mal wegen nem Kumpel in Tschechien in einem kleinen Skigebiet irgendwo unterhalb von Dresden, Berlin war eigentlich gar nicht so weit weg.

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    Ken Miles

  • Du kannst offensichtlich besser googeln als ich. ;-)) Vielen Dank!

    Ich hab die Dinger danach auch nie wieder gesehen. Wenn ich für einen gebürtigen Österreicher nicht so unglaublich schlecht Ski fahren würde, hätte ich so ein Skwal wohl auch nie angefasst. Neben unserem Skitest war halt noch die Veranstaltung von den Skwal Leuten und das hat mich als Snowborder einfach mehr angesprochen.


    Ein Ski Gebiet empfehlen kann ich definitiv nicht. Das hängt zu sehr von deinen Vorlieben und den Bedingungen vor Ort ab. Ich war mal spontan mit einer Gruppe von völlig beratungsresistenten Polizisten in Italien auf einer grünen Wiese, weil sie einfach nicht glauben wollten, dass die gegoogelten Schneehöhen vom Vorjahr waren. Die Spaghettis haben uns natürlich auch erst anreisen lassen um ihre Zimmer voll zu bekommen. Hätte aber super toll werden können. Letztendlich sind wir in Wagrain gelandet weil ich da zu dem Zeitpunkt ohnehin viel unterwegs war und Beziehungen hatte.

    Genauso waren wir schon am Arlberg eingeschneit und konnten ebenfalls nicht einen Meter fahren.

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  • Ein Ski Gebiet empfehlen kann ich definitiv nicht. Das hängt zu sehr von deinen Vorlieben und den Bedingungen vor Ort ab.

    So war das gar nicht gemeint. Mich hat nur interessiert wo (österreichische) Berliner Ski oder Snowboard fahren??

    Bei uns hier im Süden ist das ja ein bisschen einfacher. Ich schaue Sonntagmorgens in die Webcams der nahen Skigebiete und entscheide dann, ob ich in einer Stunde in Wildhaus bin, oder doch lieber Davos, Arosa oder Lenzerheide in zwei Stunden. Da bin ich ganz schön verwöhnt und nutze das auch voll und ganz.

    Dafür seid ihr im Sommer in zwei Stunden im Seebad Halbeck...

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    Ken Miles

  • Tja, so ist das leider. Diesbezüglich bist du definitiv zu beneiden. Auch was die lustigen Strecken mit dem Lotus betrifft. Zum Glück besteht das Leben noch aus mehr.

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  • Witzig, daß gerade die Leute, die mir hier im Forum immer wieder positiv auffallen, sich nun auch noch als Boarder outen.


    Melde gehorsamst auch noch ein Mitglied der alten Schule. Vor fast dreißig Jahren tagelang erst in Skischuhen auf einem stocksteifen Brett gemartert worden, bis ich dann doch mal zu den ersten Softboots gewechselt bin. Dann jahrelang im Tiefschnee unterwegs gewesen, einmal verschüttet worden, aber mit Glück ein harmloses Ende erlebt. Dann zugedröhnt in ein Felscouloir geraten...bei ganz schön vielen Grad Hang-Neigung die Arschbacken zusammengekniffen und über die Kante ins Nichts gesprungen. Es ging gut, aber wurde Zeit, ruhiger zu werden.

    Dann Richtung Pisten-Carving geschielt. Steifes CFK-Brett auf der Aero besorgt (wer kennt die Werksverkauf-Halle ganz hinten noch?), die stabilsten Chinch-Boots mit Bindung geholt und jahrelang viel Spaß gehabt. Zu Gute kam mir als Sproß einer nicht-vermögenden Nicht-Skifahrerfamilie, daß ein guter Freund einen österreichischen Vater mit schlechtem Gewissen und Hotel in Österreich hatte, der sich nach 15 Jahren dann zum ersten Mal meldete und einiges gut machen wollte. So sind wir dann über Jahre komplett kostenfrei mit Einheimischen-Skipässen und freiem Disco-Eintritt in der Alpenrepublik unterwegs gewesen. Unvergessliche Erlebnisse und literweise Willi.


    Später dann ne Truppe Virus-Fahrer kennengelernt, mit denen ich gut fahren konnte. Traumhaft, kundigen Piloten dieser Geschosse zuzusehen. Wobei ich immer gelobt wurde, daß mehr mit meinem Equipment kaum mehr möglich sei. Ich hab es noch ein paar Mal mit den Virus-Exoten leihweise ausprobiert, aber Hardboots...dafür bin ich zu soft.


    Dann vor einigen Jahren der absolute Overkill: Saisonkarte, zwei Monate freigemacht und durch die Alpen getingelt. Über fünfzig Tage am Stück von morgens bis abends boarden. Einen Vormittag Krankenhaus, ansonsten von Öffnung bis Schließung. Aiguille Rouge über 2.000 hm runter ohne einmal anzuhalten. In der letzten Woche musste ich das Innenfutter der Hose aufschneiden, weil die Oberschenkel nicht mehr hineinpassten. Aufkommende Knieprobleme durch Überlastung...ich war durch.


    Das ist jetzt Jahre her und ich hab noch genau zwei Abfahrten seitdem auf dem Brett gestanden. Es war eine geile Zeit, aber sie ist vorbei.

  • Hört sich ja krass an.


    Ich hatte auch mal meinen Job gekündigt um mich wirklich meiner Leidenschaft Boarden widmen zu können. Quasi die ganze Saison in den Alpen. Aber leider musste ich dann erleben dass auch die größte Leidenshaft irgendwann nach lässt. Klar bin ich danach auch noch viel gefahren, aber es war nicht mehr wie früher.

    Ich habe früher nur von Skiwochende zu Skiwochende gelebt. Alles andere war wie ne arme zwei Dimensionale, schwarz weiße Welt für Spießer.

    Zurück fahren war die absolute Hölle.


    Hatte mit dem Board auch eine Nahtot Erfahrung. Bzw. ich war mir sicher dass ich tot bin, und hab mich etwas geärgert dass das Jenseits so nah an der Realität ist. Ich hatte etwas mehr - was weiß ich - erwartet. Es hat etwas gedauert bis ich wirklich realisiert habe dass ich den 40 m Flug/Sturz über die Kanzelwand wirklich überlebt habe und außer ein paar tiefer Schrammen im Gesicht nichts hatte. Das prägt schon. Hatte vorher immer Glück gehabt.


    Ein mal bei Ausweichen eines Skifahrers mit dem Kopf gegen einen Baum gefahren und eine Stunde später im Lift am anderen Ende des Skigebiets wieder ohne jegliche Erinnerung zu mir gekommen. Hab mich gewundert dass ich im Lift sitze. Wusste nicht das zum Borden gefahren bin, und mit wem und wann. Erinnerung kam so nach und nach. Ich ein blödes Gefühl, wenn einem einfach eine halbe Stunde im Leben fehlt, an die man sich nicht erinnern kann.


    Bei einer der Verbier Urlaube ist leider ein Kumpel von uns/mir gestorben. Der beste Skifahrer den ich je kennen gelernt habe. Auf einem eigentlich lächerlichen Stück. Nix spektakuläres, aber unglückliche Umstände und auch etwas leichtsinnig. Vor allem total sinnlos. Scheiß Bedingungen, scheiß Hang, scheiß Schnee.


    Nun natürlich auch alles viel ruhiger. Freut mich aber das meine Tochter mir nach eifern will und meine Frau auch sehr gut auf dem Ski steht.

  • Ich kann mich gut hineinversetzen. Einige Jahre hab ich am Alpenrand gewohnt und da war klar, daß man sich am Samstag und Sonntag "im Frühtau zu Berge" einsammelt, um zur Liftöffnung unten zu stehen. Und gegen 11 Uhr die mitgebrachten Stullen verzehren, um zur Mittagszeit auf leeren Pisten richtig Gas zu geben.


    Und das mit dem "der Tod ist so nahe an der Realität" kann ich auch ein wenig nachvollziehen, auch wenn ich nie haarscharf dran vorbeigekratzt bin. Eben ist noch alles super und man zieht noch eine Aktion, trifft irgendeine Entscheidung und es bricht plötzlich die Hölle los. 40 m ist eine heftige Höhe...da konnte ich beim Klettern in Mehrseillängen öfter mal die Dämonen im Kopf nicht ausschalten und hatte Probleme, mich voll in den Stand zu hängen. Und oft dachte ich "was machst Du da, wenn du dich versehentlich aushängst?". Gruselig.


    Unser Ex-Bürgermeister ist so damals ums Leben gekommen: Abhang bei Offpist übersehen und in die Scharte gestürzt. Ging alles ganz schnell.


    Und das mit der Faszination...ebenfalls: Mein nächstes Hobby war dann Gleitschirmfliegen. Job gekündigt und an nem guten Flieger-Ort gezogen. Weil es da keine Jobs hat, eben ne Firma gegründet. Und dann selbst unter der Woche bei guter Thermik abends auf den Berg. Jeder Urlaub in den Alpen...und nach ein paar Jahren irgendwie alles gesehen und das Thema ist durch.


    Ich beneide die Leute ein wenig, die sich ein Leben lang mit einer Sache beschäftigen können. Aber irgendwie ist die andere Seite der Medaille auch schön. Und hey: Man hat immer gute Storys parat ;-)


    Tut mir leid um Deinen Ski-Kollegen. Sowas sollte man nicht erleben müssen. Beim Moppedfahren habe ich viele Freunde abfliegen sehen (und sie mich), aber alle hatten immer Glück und es war am Ende nie tödlich.