Locust Super Seven Replica

  • https://www.willhaben.at/iad/g…s-sonstige-2-0-374019321/


    Hallo Liebe Lotus Community,


    Ich bin schon seit längerem auf der Suche nach einem Super Seven Replica - und habe jetzt für 15k ein von „Locust“ gebautes Replica gefunden dass mir optisch sehr gut gefällt. Es hat einen 2.0 R4 Ford Motor und ist Baujahr 1991 (Ist oben verlinkt).


    Ich würde das Auto hauptsächlich zum cruisen durch die Österreichischen Alpen und für Roadtrips verwenden, also muss es kein perfekt ausgewogenes Rennauto sein, sollte sich aber schon relativ sportlich anfühlen.



    Man findet Online über Locust kaum Informationen, deswegen wollt ich mal fragen was ihr so von dem Replica haltet und ob es empfehlenswert ist ? Lg


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  • Hallo, Danke werd ich machen! Ja, dass die verschieden sind weiß ich schon. Leider sind in Ö kaum Replicas zu finden, aber was ich lese ist Locust nicht wirklich zu empfehlen..

  • Der LOCUST und der größere Bruder HORNET wurden von verschiedenen Firmen in GB Ende der 80er bis etwa Mitte der 90er gebaut. Der LOCUST ist nicht zu verwechseln mit dem LOCOST, der nach dem Buch von Ron Champion selbst aufgebaut wurde und einen Westfield-ähnlichen Gitterrohrrahmen hat.


    Der LOCUST wurde von der Firma "JC Auto Patterns" (John Cowperthwaite) entwickelt und besteht aus einem sehr massiven Leiterrahmen auf den man - nach Bauplänen der Firma - selbst einen Aufbau aus wasserfestem Sperrholz aufbaute! Donorteile waren vom Ford Escort Mk2 und z.T. vom Taunus/Cortina oder vom Triumph. Rahmen, Frontscheibenrahmen, Türen, Sitze ... ließen sich auch über JC beziehen.Die Autos sind als LOCUST rund 650kg schwer. Sie wurden häufig mit dem 1600er Kent aufgebaut, es gab aber auch haufenweise andere ...


    Um 1989 übernahm "T&J Sportscars" das Konzept und baute das Auto weiter, zusätzlich wurde der größere "HORNET" entwickelt und meist mit 2-Liter Ford-SOHC-Motoren bestückt. Der Hornet war deutlich geräumiger, wog deshalb aber auch um 725kg.

    Das angegebene Baujahr ist stimmig für einen, bei T&J gebauten Wagen, keine Donor-Car-Problematik ...

    Später übernahm White Rose Vehicles (WRV) und dann BWE (Bev Evans) die Rechte. Diese Firmen bauten die Modelle noch einige Zeit weiter, BWE führte dabei Sierra-Donorteile ein, da Cortina-Zeug knapp wurde.


    Wenn Du wirklich ausschließlich durch die Natur fliegen möchtest, kannst Du Spaß haben, für Rennstrecke, Slalom o.ä. ist das nichts!

    Ich war einer der ganz wenigen Eigentümer eines Hornet, der mich 83.000 km und 10 Jahre bespaßt und mir als Abschluß das Leben in einem schweren Unfall gerettet hat.


    Das angebotene Auto ist aber massiv überteuert, die Autos gehen für unter 10k€ weg. Für >13k€ bekommst Du problemlos einen guten Westfield oder Sylva ...


    Broschüren und weitere Info: Melde Dich einfach!


    Nachtrag: Edith (meine Tippse) sagt gerade, dass der VK offenbar den Besuch seiner Anzeige zur Preiserhöhung genutzt hat ... das Auto kostet jetzt einen Tausender mehr ...

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    War das schön, als Autofahren noch gefährlich und Sex noch sicher waren.

    Grüße aus Soest

    Frank Schur

  • Hallo! Erstmal DANKE für die Super Nachricht & Hilfe. Ich wollt den Locust schon fast wieder vergessen nachdem hier im Forum viele Locust‘s als Schrott bezeichnen.. aber die Erfahrung eines echten Besitzers ist mir da mehr wert!


    In der Anzeige liegen Bilder vom Typenschein bei - er hat definitiv den 2.0L SOHC Motor - müsste also definitiv eine Hornet sein. Das Gewicht ist aber bei nur 680KG angegeben?


    Ich möchte ihn wirklich hauptsächlich dafür benutzen - wir haben hier in den Bergen aber auch natürlich viele enge Straßen mit vielen Kurven - wie würdest du da das Fahrgefühl beschreiben bzw. wie gut verhält sich die Locust in Kurven? Auf ner Rennstrecke wird sich die Locust bei mir nie befinden & allzu sportlich werd ich sie nicht fahren - trau ich mich als relativer Fahranfänger auch nicht wirklich, nur ein gewisses Fahrgefühl sollte das Auto schon haben...


    Was den Preis angeht, lässt der Verkäufer mit sich verhandeln. Unter 12K werd ich ihn allerdings nicht bekommen.. Autos sind Ö allerdings generell (viel) teurer als in DE (& höher besteuert) also wär mir der preis recht.


    Eine Alternative wär ein Tiger Super Six Replica dass ich um ca. 15k bekommen könnte... hast du zufällig auch infos zu Tiger Replicas? Ich hör oft dass die besser gebaut sein sollen.


    LG

  • Die LOCUST/HORNET und TIGER lassen sich nicht vergleichen, die Konzepte sind völlig verschieden. LOCUST heißt zwar auch "Heuschrecke", ist aber ein Wortspiel mit LOW COST, als solche muss man die Autos auch betrachten! Du hast damit die Möglichkeit, zu "erfahren", ob ein Seven überkaupt etwas für Dich ist. Legal auf öffentlichen Straßen bewegt, macht das auch durchaus Spaß. Du bekommst ein brüllendes, zugiges, hart gefedertes Auto, aber das Ganze hat mit einem "Seven" nicht allzu viel zu tun. Je nach Modell sind aber auch Tiger nicht viel besser. Tiger hat da die Sierra-Achsteile reingebänzelt, was bei einem Bekannten uneingefedert zu 4° negativem Sturz und Unfahrbarkeit führte.


    Der angebotene Wagen ist ein LOCUST, u.a. erkennbar am Gewicht, am Überrollbügel (Diagonalstrebe) und verschiedenen Karosseriemerkmalen.


    Mein Hornet wog leer 722kg, mit einem Motor-Eigenbau von rund 160-170PS war er dann auch spritzig. Leistungssteigerung ist aber inzwischen nicht nur beim Kent, sondern auch beim SOHC eine teure Angelegenheit, selbst wenn Du weitmöglichst alles selbst machst.


    Nochmal die dringende Empfehlung, um Enttäuschungen zu vermeiden: Such nach einem Westfield, vorzugsweise in der "SEiW"-Ausführung, oder einem Sylva Striker (Geheimtip, sehr leicht und agil, eigene Rennserie in GB)


    Angebot: Wir können auch gern telefonieren, Nummer per PN.

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    Grüße aus Soest

    Frank Schur

  • Okay danke für die Info!


    Ein Locust mit dem 2.0 SOHC also? Klingt fast optimal für mich. Ich glaub ich werd das Ding einfach mal test-fahren. Er hat angegebene 117PS - ich glaube das dürfte mir definitiv erstmal reichen, da ich bis jetzt nur einen 70PS Ford Fiesta gewohnt bin..


    Verliebt hab ich mich natürlich in das Konzept der Seven, und wenns finanziell für mich möglich wär würd ich natürlich einen Caterham kaufen, die liegen aber in Ö bei 30k+... Dementsprechend denk ich wie du schon gesagt hast dürfte die Locust jetzt zum anfangen mal das richtige sein, vorallem da in Ö gerade garkein Westfield oder Stricker zum verkauf steht.. und mir diese Locust auch optisch einfach echt gut gefällt.


    Ich schreibe dir eine PN mit meiner Nummer!

  • Hmmm ... da ist aber einer wild auf Low Cost Experimente ... ;)


    Hilf mir mal gerade auf die Sprünge:

    Kannst Du ein Auto nach Ö einführen und bekommst Du es dann auch zugelassen?

    Welche Folgekosten entstehen dann?


    Bei einer kurzen Suche wurden direkt mehrere Sylva Striker ab 8000€ und Westfield ab etwa 14.000€ ausgeworfen.


    Vergiß nicht, der LOCUST ist schwer. 680kg, das ist POLO1/Audi50-Gewicht!

    Die Hinterachse ist eine Starrachse, auf schlechtem Geläuf versetzt das Auto ordentlich und braucht schnelle Reflexe und eine kundige Hand, sonst fliegst Du ab! Den Hornet hatte ich im Griff, was aber nicht von ungefähr kam. Hilfreich dabei war, dass wir im Gelände früher Rennen gefahren sind


    OK, in Kurven zeigst Du vielen (aber keinem Lotus/Caterham!), wo er Bartel den Most holt, auf längeren Geraden hängt aber auch der Pampersbomber mit Turbodiesel und 2 Tonnen Gewicht plötzlich wieder formatfüllend im Rückspiegel ...


    Better safe than sorry, gut und sorgfältig überlegen und erst dann zuschlagen! Du "drohst" gerade, eine Menge Geld auszugeben und das ggf. recht schnell zu bedauern. Glaub nur nicht, die 117 PSreichen Dir für Jahre! ;)

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    Frank Schur

  • Eigentlich bin ich ja garnicht so experimentfreudig - ich will nur für unter 15K ein relativ gutes Super Seven Replica fahren, nur das ist natürlich komplizierter als gedacht! Ich bin selbst erst 20 und kann bzw. will nicht viel mehr für ein Auto ausgeben - hab mich aber halt total in die „seven“ verliebt. Ich hab ne große Leidenschaft für die Alpen/Natur im Salzburgerland / Tirol und eben für Sportwagen. Und eine „seven“ lässt mich das beides perfekt kombinieren. Was mich mehr fasziniert als das „Rennpotenzial“ einer seven ist das prinzip dieses super leichten, minimalistischen Fahrzeugs in dem du alles um dich rum ungedämpft mitbekommst. Ich werd damit nie Rennen oder sonst was fahren, will aber halt ein gutes fahrgefühl auf der Straße - und das scheint die Locust wohl zu bieten! Das mit der Starrachse macht mir allerdings etwas angst - die bergstraßen sind mitunter nicht im allerbesten Zustand und der aller erfahrendste Fahrer bin ich auch nicht.


    Etwas aus GB zu importieren ist zwar möglich aber sehr sehr kompliziert weil unser „TÜV“ (57§a Pickerl) sehr streng ist, und grade bei etwas so seltenem was noch dazu überhaupt keine Sicherheitsvorrichtungen hat kanns sehr gut sein dass das Teil einfach nie ne Straßenzulassung bekommt, (Der einzige in Österreich gebaute richtige Sportwagen, der Ledl AS hat in Österreich selbst keine Straßenzulassung bekommen) und dann sitz ich drauf. Dazu kommen dann nochmal 20% Einfuhrsteuer (Nova) usw. und das ganze is für mich absolut unattraktiv :/.


    Hab nochmal gegoogelt und es steht tatsächlich in Ö ein Westfield zum verkauf - für 33.000€...


    Alles was es grad in meiner Preisklasse gäbe ist:


    Robin Hood super seven replika was jetzt 5 jahre gestanden ist -12.500€


    Die Locust - würd ich so um 12.000 bekommen


    Der Tiger Super Six - um die 15.000



    Und dann sind wir schon bei 28k für die günstigste Caterham..


    Eventuell würd ich mir noch ne Elise S1 für ~19k überlegen aber das ist nich ganz was ich will und schon wieder überm budget..

  • Versteh mich nicht falsch ... ich will Dir nichts ein- oder ausreden. Aber: ;)


    Die Unterschiede zwischen einem Locust und einem Westfield sind - speziell beim "Rennpotenzial" Welten. Nicht, dass man die 130kg - 200kg mehr (ja, mein S2 wiegt leer 480kg) soo ungeheuer merkt, aber das ist immerhin ein adipöser Beifahrer, der ständig mitfährt ... Ich habe meine wilden Jahre hinter mir, da war mir das beim Hornet nicht so entscheidend.


    Der Riesen-Unterschied ist die Fahrleistung, Kurvenperformance und auch aktive und passive Sicherheit. Caterham und Westfield haben da schon immer Entwicklungsarbeit betrieben, Caterham zumindest früher noch weit mehr, als Westfield. Das hat sich erst in den letzten Jahren angfenähert, weil Westfield nachzog.


    Reden wir mal nicht vom - in Ö wohl eher unerschwinglichen - Caterham. Ein älterer Caterham und ein ähnlich ausgestatteter Westfield sind aber fahrleistungsmäßig nicht so weit auseinander, auch der Sylva Striker spielt in dieser Liga und wird stark unterschätzt.


    Ein gemütlich fahrender Freund hat einen Robin Hood Barrelback, er ist damit zufrieden, aber Risse im Edelstahl-Monocoque sind nicht cool, das Gewicht auch enorm und das Fahrwerk ohne Nachbesserungen nicht brauchbar (Sierra-Komponenten eines 1300kg-Autos sind viel zu hart für ein vergleichbares Leichtgewicht!)


    Deswegen rate ich immer zur Besonnenheit und dazu, erst mal in verschiedenen Modellen eine (Mit-)Fahrt zu machen, am besten am selben Tag und auf der selben Strecke. Ein gut abgestimmtes Fahrwerk mit dem geringeren Gewicht treibt Dir die Freudentränen 8) ins Gesicht, oder das blanke Entsetzen :huh:, je nach Nehmerqualitäten. Man kann das erst mal gar nicht fassen ...


    All das gesagt, mein "Fazit": Zeit lassen!! Du kannst das Geld nur einmal ausgeben und ich finde Sparen einfach eine coole Sache


    By the way, wie berechnen sich NOVA und andere Kosten, auf Einkaufspreis, Leistung, ...?

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    Grüße aus Soest

    Frank Schur

  • Ja das wird schon alles stimmen - es ist halt nur die Frage inwiefern sich das für mich auszahlt bzw. wie wichtig das für mich ist, da ich das Ding ja wirklich nur im Straßenverkehr und nicht für den Rennsport nutze. Und in den wilden Jahren bin ich ja quasi grad ;) Es gibt in DE viele für mich leistbare Westfields - in Ö keinen einzigen :/.


    Die Nova errechnet sich relativ kompliziert, und zwar so:


    ////////////////////////////////////////////////////

    Grundlage der Berechnung ist der CO2-Emissionswert in Gramm CO2/km nach WLTP (Worldwide harmonized Light vehicles Test Procedure ) abzüglich 115 Gramm. Dieser Wert ist durch fünf zu teilen. Das gerundete Ergebnis ist der Steuersatz der zur Berechnung der NoVA herangezogen wird. Der Höchststeuersatz beträgt 32%. Hat ein Fahrzeug einen höheren CO2-Ausstoß als 275 g/km, erhöht sich die Steuer für den, die Grenze von 275 g/km übersteigenden CO2-Ausstoß um 40 Euro je Gramm CO2/km. Der Steuerbetrag ist um einen Abzugsposten von 350 Euro zu kürzen. Zusammengefasst ist folgende Formel zur Ermittlung des Steuersatzes ist anzuwenden:

    (CO2-Emissionswert in Gramm je Kilometer minus 115 Gramm) dividiert durch fünf (plus 40 Euro je Gramm CO2 über 275g/km) minus 350.

    //////////////////////////////////////////////////////


    Die abgaswerte von einer Westfield werden nicht prickelnd sein, also wird das wohl sicher 20% vom Einkaufswert.

    Ich weiß nicht ob ich die Locust wirklich will oder ob ich sie nur wollen will - ich glaube ich werde sie wie du gesagt hast einfach wirklich mal Testfahren. Die Tiger würdest du ausschließen? Sie ist Baujahr 1974 und scheint in Top zustand zu sein, hier mal der Link:

    Tiger 1974

    Ich muß ehrlich sagen dass mir die Locust auch optisch am besten gefallt, aber das soll ja bei weitem nicht das wichtigste sein.

    Hab jetzt beim recherchieren auch nochmal um 15.9K eine S1 Lotus Elise gefunden.. das wär ja vielleicht auch ne Überlegung.

    Aber wahrscheinlich hast du rect und ich sollt mir zeit lassen bis eine Westfield auftaucht - andererseits bin ich nurnoch 4 jahre in Ö. und eine ungeduldige Person , also mal schauen >.>

  • CO2-Werte der alten Ford-Schätzchen kenne ich nicht, aber oh, oh, oh, DAS WIRD TEUER ... Zwar gab es Nachrüst-G-Kat-Anlagen (Bypass-Systeme am überfettet abgestimmten Vergaser), oder der EFI-OHC aus dem Sierra 2,0i, aber inwieweit Du solch ein Exemplar findest ... :?:und ob das dann bei den Behörden durchgeht :?:


    Die ersten G-Kat OHC waren auch recht lasch, der Kat und die Motorsteuerung strangulierten das Temperament spürbar. Diese Motoren waren z.T 8,2 oder 8,5 verdichtet. Besser wurde es erst mit Einführung der hoch (9,5) verdichteten Motoren, die dann mit 115PS angegeben wurden (meist aber nur 110 PS hatten).


    In D wird es im Rahmen der Verteufelung der Verbrenner auch schon immer schwerer, aber die NOVA ist ja ... mir fehlen die Worte.

    Werden die Kohlendioxid-Werte tatsächlich gemessen, oder von Herstellerangaben hergeleitet?


    Noch etwas bzgl. des Tiger:

    Der ist Vieles, aber nicht EZ1974!! Wer jetzt in D sowas zulässt, dem wird bei Bekanntwerden der echten EZ die Zulassung entzogen, oder es müssen alle Bestimmungen zur Zeit der echten EZ erfüllt und nachgewiesen werden.


    Hintergrund ist die sog. "Donor-Car-Registration", die für Kitcars in GB bis Anfang der 1990er legal war. Wer von einem "Donor" (Spender) Hauptkomponenten wie Motor, Achsen und Getriebe übernahm, durfte das EZ des Spenders weiternutzen.


    Das führte dazu, dass entweder die Modellbezeichnung des Spenders übernommen/angepasst wurde. Dadurch entstehen Modelle wie ein Ford Cortina Convertible =Cabrio, dass es nie gab.


    Oder es entstand ein Tiger Six, EZ 1974, lange, bevor Tiger gegründet wurde.


    Dritte Möglichkeit: Kitcar-Hersteller und Baujahr/EZ des Kits wurden in die Papiere übernommen. Letzteres ist der Optimalfall, da aber die Spendermotoren meist erheblich älter waren, erfüllen sie die zur EZ passenden Abgasvorschriften nicht.


    Sowas ist dann in D legal nicht zulassungsfähig, das nennt man dann "Blumenkübel".


    Donor-Car-Reg war in GB legal, bis dann ab 1996 die Einführung des SVA Tests erfolgte.

    Zu dieser Zeit wurden alle Besitzer dieser "alten" Zulassungen aufgefordert, innerhalb einer Frist den "richtigen" Hersteller in die Papiere eintragen zu lassen (z.B. Robin Hood).

    Oft wurde diese Frist versäumt, deshalb fuhr man ab Fristende mit einem "incorrectly registered verhicle" herum. Dem englischen MOT (= TÜV) war das wurscht.


    Wenn Du Dich für ein Kitcar interessierst, prüfe genau, ab wann es diese Firma und dieses spezielle Modell gab! Wenn das unplausibel ist, Finger weg. Das Bundesland Hessen hat in Marburg bereits eine Prüfstelle, die diese Dinge genau prüft ("Bündelungsbehörde") und ggf. die Zulassung verweigert.

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    Grüße aus Soest

    Frank Schur

  • Das Thema mit importieren und Nova... ist für mich eigentlich garkeins. Ich kenn unsere Behörden und wie du schon gesagt hast wird das TEUER also tu ich mir das nich an :/ da wart ich vorher lieber bis etwas „gescheiteres“ bei uns am Markt auftaucht...


    Aber diese Locust... sie reizt mich schon echt. Find sie wahnsinnig schön und ich glaub dass sie macht was ich von ihr will so wie du das Auto beschreibst klingt das auch passend... aber ja wenn ich ne Westfield um nich viel mehr haben kann wenn ich nur wart beiss ich mir vielleicht in nem jahr in den hintern. wenn eine auftaucht. Phu. Überlegen überlegen.

  • ... fahr hin und Dreh mal ne Runde mit dem Ding. Alles andere macht keinen Sinn.

    Genau das ist "the way forward" und ich denke, das sagt zu dem Auto weit mehr aus, als alle Anzeigen, Bilder, Verkäufer-Beteuerungen ...
    Und nochmal: Idealerweise würde ich den direkten Vergleich suchen (etwa auf einem Stammtisch, oder als Beifahrer auf einem Treffen).


    Falls er noch da ist - hab ihn unter dem Link oben gerade nicht mehr gefunden - und Du ihn Dir ansiehst:

    Es gab eine Vorderachse von T&J mit Dreieckslenkern und Federbeinen und eine einfachere, die aus den "Blechprägeteilen" der Ford Cortina mit gekürzten Escort-Schraubenfedern besteht. Die Achsgeometrie ist mit den Cortina-Teilen nie wirklich in den Griff zu bekommen, da die Cortina-Lenker im LOCUST/HORNET in eine Einbaulage kommen, die z.B. die Federn seitlich "ausbaucht". Das Federverhalten ist teilweise von "Bump Steer" (Eigenlenkverhalten beim Ein-/Ausfedern) geprägt. Aufgrund nur begrenzter Einstellbarkeit der Cortina-VA (Spur ja, Sturz nur nach Modifikation) verursacht das viel Arbeit.

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    Die T&J-Dreieckslenker-Lösung ist auf alle Fälle vorzuziehen, allerdings nicht mehr neu und nur extrem selten gebraucht beziehbar.


    Im Bereich des oberen Dreieckslenkers an der Cortina-VA wurde gelegentlich von Brüchen des dünnen Führungsrohres berichtet. Mein Auto war davon betroffen und die einzige sichtbare Spur waren geringe Rostspuren an den ansonsten nicht sichtbaren Haarrissen. Das Problem habe ich dann durch komplette Neukonstruktion der oberen Lenkerführung dauerhaft ausgemerzt. Ein genauer Blick ist bei Cortina-VA dringend angeraten!


    Den Rahmen genau untersuchen. Er ist allerdings erzrobust, die beiden Längs-Rails sind 40 x 80mm mit 5mm Wandstärke.


    Die Hinterachse ist normalerweise eine sog. English Axle (Blechgehäuse, Diff von vorne eingeschraubt) Dafür gibt es noch alle Teile und auch Aftermarket- und Motorsport-Teile. Von unten nach Ölspuren speziell an der Verschraubung der Bremsträgerplatten achten. Wenn da Getriebeöl (schwefeliger "Schrottplatzgeruch"), sind die Radlager undicht. Das ist ohne Neueinmessen des Diffenzials machbar. Unterlagen zur Reparatur habe ich.


    So, das wars in Kürze ...

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    Frank Schur

  • Ja ich werds genau so machen - Die Anzeige ist gestern abgelaufen, das tun alle Anzeigen bei Willhaben nach ca. 30 Tagen automatisch - ich nehm mal an er stellt sie bald wieder rein.



    Danke für die imformation zu den Achsen und Fehleranfälligen Teilen! Werd ich mir genau anschauen wenn ich das Fahrzeug mal testfahre.

  • Prima, Fingers crossed. Ach ja, oben vergessen: Wenn der "Body Tub" aus wasserfest verleimtem Sperrholz ist, so wie es die Aufbaupläne vorsehen, ist der Aufbau geradezu unglaublich robust.

    Hat der Erbauer dagegen MDF-Platten verwendet, ist der Aufbau recht labil. Für mich wäre das ein Grund, vom Kauf abzusehen..

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