Elise im Winter + LiFePo ?

  • Außer bei der S1 kommt man doch so gut an die Batterie, dass ich mich ernsthaft frage, warum Ihr das Teil über Winter nicht in den warmen Keller stellt. Eingebaut lassen verstehe ich nur bei Ganzjahreskennzeichen. Das eine Mal Uhrzeit und Sender einstellen kann's doch nicht wirklich sein, oder?

  • Ich habe eine 47Ah Batterie und auch ein Ctek5.0. Die Batterie bleibt übern Winter drin und wird nicht geladen, erst wenn die Elise über 3 Monate steht ist die Batterie leer. Hatte die Batterie auch schon ein Jahr drin gelassen und dachte die wäre defekt nach der Zeit. Das Ctek hat es geschafft die wieder voll zu laden. Das Auto steht nun auch wieder seit 2 Monaten und springt sofort an. Mir wäre das zu blöd mit ner kleinen Batterie. Einzigster Nachtel, meine Batterie brauch 14 Tage bis sie voll ist, danach ist die aber wie neu.

  • Hallo Klaus, ich versuche mich mal mit einer Ferndiagnose deines Problems:)

    Generell mögen Bleiakkus (Starterakkus) es gar nicht, wenn man sie zykelt. Aus diesem Grund finden normale KFZ-Starterakkus auch keine Verwendung für Photovoltaik-Anlagen.

    Startakkus wollen am liebsten nur mal kurzzeitig einen hohen Strom liefern (beim Motorstart) und dann am besten von der Lichtmaschine gleich wieder aufgeladen werden.

    Richtig krumm nehmen sie es, wenn sie öfter etwas tiefer entladen werden, so wie du das beschreibst. Dabei ist es auch unerheblich, dass die Entladung zwar mit einem recht kleinen Strom (die 30mA), dafür aber über einen längeren Zeitraum geschieht.

    Hier mal eine kurze Rechnung dazu:

    1 Monat = ca. 30 Tage = 30 x 24h=720h 720h x 0,03A=21,6Ah

    Das bedeutet, das du in dem einen Monat bis zum erneuten Laden den Akku bis fast zur Hälfte entladen hast. Dann wird wieder vollgeladen, danach wieder bis zur knappen Hälfte entladen usw. => und dass genau ist es, was den Akku auf die Dauer killt. Der macht das schon einige Male mit, hat es aber nicht wirklich gerne und irgendwann ist es dann soweit.

    Der Akku sulfatiert, so wie es mcsel68 auch schon beschrieben hat, woraus letzlich ein immer höher werdender Innenwiderstand des Akkus resultiert.

    Bemerkbar macht sich dies so, wie du es bereits beschrieben hast.

    Unbelastet kannst du dann die normalen ca. 12V messen, bei etwas moderater Belastung durch eingeschaltete Verbraucher bricht die Spannung an den Polklemmen aber entsprechend zusammen. In deinem Fall auf die gemessenen 9V, weil die restlichen 3V am (jetzt erhöhten) Innenwiderstand im Inneren des Akkus abfallen => an den äußeren Polen kommen somit nur noch 9V an. So etwas ist m.W. leider auch nicht reversibel.

    Dein Akku ist daher nach meiner Einschätzung mit ziemlicher Sicherheit hinüber||

    Kannst ihn aber auch in jeder besseren Werkstatt, oder beim Bosch-Dienst sicherheitshalber noch mal prüfen lassen. Die haben da ein spezielles Messgerät dafür.

    Ich hoffe das ist einigermaßen verständlich rübergekommen;), ich hab`s nicht so mit dem Beschreiben.

    Letztendlich würde ich mich der Ansicht der meisten Kollegen hier anschließen und sagen, entweder das Ctek in der Winterpause dauerhaft angeschlossen lassen, oder den (neuen) Akku ausbauen und im warmen Keller überwintern ist wohl die beste Lösung.

    upps, ist doch ein bisschen mehr Text geworden... aber vielleicht hilft es ja, die Zusammenhänge ein bisschen besser zu verstehen.

    VG, Helmut

    "Es wird Wagen geben, die von keinem Tier gezogen werden und mit unglaublicher Gewalt daherfahren."
    Leonardo da Vinci (1452 - 1519)

  • Wenn eine LiFePo Zelle tiefentladen wird, geht sie kaputt. Das ist nun mal leider so.

    Ja, es soll schon vorgekommen sein, dass dem nicht so war und die Zellen es alle überlebt haben.

    Deshalb verbauen solche Hersteller wie Lotus in Fahrzeugen wie dem 3-11, die serienmäßig solche Batterien benutzen, einen Tiefentladeschutz.

    Sollte die Spannung für mehr als 30 Sekunden unter einen Wert fallen, bei mir 11.9V, wird die Batterie abgeklemmt. Man kann Sie durch Drücken eines Resetknopfes am Schutzmodul wieder aktivieren.

    Wer den Aufwand scheut, soll es halt sein lassen. Mit sind die Batterien, meine hat 20Ah bei 3kg, einfach zu teuer.

    Lotus Elise MK1 Honda K20a2+:)

  • Wenn ich die vom Ladegerät abklemme und gleich danach messe sieht die mit ca. 14 V gut aus. Trotzdem packt die Batterie es nicht (bricht unter Last komplett ein ca. 9 V) den Lotus richtig zu starten. Erst spielen die Anzeigen verrückt und die Nadeln vom Drehzahlmesser und Tacho kalibrieren sich neu. Und beim starten meint man das der Anlasser hängt. Für mich ist das Thema eigentlich schon durch und so wie es aussieht mit einer neuen Batterie auch abgehakt.

  • Eigentlich bräuchte ich dann eine LiFePo4 Batterie um auf 10 Kg gewichtsersparnis zu kommen. Und da dann nur noch 7,5 Ah zur verfügung stehen wäre es dann auch vernünftiger die Anlage auszubauen.

    Schätze mal das das noch einmal zusätzliche 10 Kg bringt. Dann könnte ich Weihnachten auch in vollen Zügen genießen.

  • Ich habe auch eine Odyssey 680 in meiner Exige. Die steht in einer unbeheizten Garage, die Batterie wird durch einen Trennschalter abgeklemmt. Die kleine Batterie hat es nach immerhin 10 Wochen Standzeit geschafft, die Exige bei 0°C Außentemperatur zu starten, trotz einigem Orgeln.

    Aufgeladen hatte ich sie bis dahin nicht. Das ist schon klasse für so eine kleine Batterie.

  • Guten Tag,

    ich habe heute die Karre zu einer Bewegungsfahrt rausgezogen, und obwohl ich vergessen habe den Trennschalter vor drei Monaten auszumachen, sprang das Kistchen problemlos an. Kein Radio drin und Alarmanlage aus. Nur die WegfahrsperrenLED hat geblinkt.

    Grandios. LiFePo4. What else.

    Gruss, Mark

    Irgendwann kommt der Tag, an dem die Hütte so verbastelt ist, daß nur noch das Verkloppen hilft.

  • Guten Tag,

    ich habe heute die Karre zu einer Bewegungsfahrt rausgezogen, und obwohl ich vergessen habe den Trennschalter vor drei Monaten auszumachen, sprang das Kistchen problemlos an. Kein Radio drin und Alarmanlage aus. Nur die WegfahrsperrenLED hat geblinkt.

    Grandios. LiFePo4. What else.

    Gruss, Mark

    Welche Kapazität hat Deine Batterie?

    Ich fahre Kurven aus Leidenschaft.

  • Hi,

    es passt leider nur halb zum Thema, aber ich habe heute das Multimeter an meine JMT (HJTX20H-FP) LiFePO4 gehängt. Aus familiären Gründen ist die zweite Hälfte der Saison leider für mich letztes Jahr ausgefallen.

    Ich hatte den Wagen also Mitte Juli 2018 mit getrenntem Batterieschalter abgestellt (also vor fast 8 Monaten). Es wurde nicht nachgeladen. Das Auto stand einfach nur. Die Restspannung heute waren 13,18V:

    Leider habe ich vor dem Abstellen nicht gemessen. Aber angesichts einer Entladekurve, die so aussieht, bin ich mehr als zufrieden:

    Quelle: http://www.bremach-reisemobile.org/technik/techni…ik/lifepo-akkus

    Gruß,

    TS

    Edited once, last by TS_ (March 15, 2019 at 2:44 PM).