Fundstück der Woche

  • wenn ich mich im Forum so umschaue sind das aber im Moment eher die modernen Kisten, die Ärger bereiten ;) Die S1 sind so alt, dass mittlerweile quasi alle Probleme gelöst werden konnten.

    - A car's weakest part is the nut holding the steering wheel -


  • cool, man kann den bei grip geschundenen caterham kaufen, ist ja ein schnapper, dafür dass der motor bestimmt gut rangenommen wurde als er frisch war

    Detailseite (caterham.de)

    Das ist doch ok, da weiß ich wenigsten was ich kaufe. Natürlich sind alle andere Kisten mit Babypuder behandelt worden, das wird mir vom Verkäufer versichert. So ein Käse.

    Ausserdem das Einfahren von Motoren wird total überbewertet, und stammt noch aus Nachkriegszeiten. Dieser Müll wird immer noch verbreitet auch von den Herstellern. Den damit können Sie Garantieansprüche vermeiden.

    In den 60'er und 70'er waren die Fertigungstoleranzen eben noch etwas "offener" und da mussten sich die Teile halt noch auf die richtigen Maße "einschleifen" 8o.

    Aber bitte doch nicht mehr heute. Wer erklärt mir bitte den Grund warum man das noch machen sollte ?

    ( Bitte aber technisch fundiert :) )

    Es wird Zeit für ein neuen Spruch....


    Einer von uns beiden ist klüger als Du :/

  • Man kann doch auch emotional an die Sache rangehen.


    Und da ist es einfach viel schöner, neue Sachen erst einmal zu schonen, bevor man sich langsam Richtung Vollgas vorarbeitet.

    ;) ich bat doch um technisch fundierte Argumente. :)



    PS.: Muss noch einmal nachtreten :D

    Wenn ich neues Sofa kaufe , dann muss ich die ersten Monate also auch besser auf dem Boden sitzen, ich möchte schonen :D:D

    Es wird Zeit für ein neuen Spruch....


    Einer von uns beiden ist klüger als Du :/

  • ich habe bei sowas immer das gefühl, dass die tatsache, dass so ein wagen von "prominenten" benutzt wurde was positives ist.
    aber in dem fall ja leider absolut nicht. vermutlich wird man auch ne menge kratzer vom hektischen ein/aussteigen und schnell draufgeschmissenem dach finden :)


    das mit dem einfahren, würde ich behaupten, hat immer noch relevanz.
    natürlich muss ich keiner guten lagerschale und einer perfekt polierten kurbelwelle sagen, dass die zwei sich einschleifen müssen.

    aber ein kolbenring z.b. kann noch mikroskopisch kleine grate haben die sich dann an der zylinderwand abschleifen (nur in einem bereich wo sie keine kratzer hinterlassen, mehr so ein finales glätten von der kante)

    und dann hast du noch alle anderen ölführenden bauteile, die evtl nicht so hochleistungslager drin haben.
    eventuell noch leichte verschmutzungen, besonders wenn das fahrzeug auch noch nen ölkühler hat.
    oder irgendein dichtmaterial was zu großzügig aufgetragen wurde.

    das ganze zeugs will man ja hoffentlich im filter haben und nach möglichkeit auch so, dass sich da nichts weiter zersetzt.
    wenn du dem motor dann 1-2tkm was gutes tust und ihn nicht trittst wie ein blöder, dann das öl wechselst, hast du vermutlich ganz gute chancen, dass das zeugs alles raus ist.


    früher vielleicht relevanter, weil die technik einfach noch nicht so weit war, so gute oberflächen und passungen wie heute zu produzieren


    motorsport hatte auch früher schon bessere teile und mehr sorgfalt.
    ein f1 motor ist ja nach dem einfahren schon wieder schrott. da kannste dir das also gar nicht leisten, wenn der nicht von anfang an vollgasfest ist

  • effe!


    Der Gebrauch von Genussobjekten soll Satisfaktion erteilen!


    Und ja, das neue Sofa wird erstmal schonender benutzt, bevor es richtig rangenommen wird.


    Technisch kann ich nur sagen dass ein Gefährt dass ich vor Jahren mal hatte zu qualmen und stinken anfing als ich es von der ersten Sekunde an trat.

  • Langsam, langsam ...immer ruhig mit den alten Pferden.

    das klingt ja so, wie mir einmal ein alter Glaser erklärt hat das er in Frankurt beim Verglasen der Deutschen Bank aus dem 32 Stock gefallen ist. Ihm sei aber nicht passiert weil er sich ganz langsam hat fallen lassen.. :D:D .

    • Wenn Kolbenringe noch Mikrograde haben sind die nach 1000 Umdrehungen weg. Ansonsten hält der Motor sowie so nicht die Garantiezeit aus. Egal ob Du Ihn trittst oder auch nicht.
    • Rückstände wenn vorhanden, egal welcher Art, gehen vermutlich bei höheren Drehzahlen besser ab, als bei einer Bussibärfahrweise. Denn alle Flüssigkeiten haben logischer Weise auch höhere Durchflussgeschwindigkeiten.
    • Das nach 1000-2000 Kilometer das Öl und Filter gewechselt werden muss ist ja sowieso klar. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern an dem mann alle 7500 KM das Öl wechselte. Wie lange bleibt das denn heute drinnen ?
    • Und zum Ende, warum wird eigentlich immer die Formel 1 als Vergleich herangezogen. Der Vergleich hinkt absolut ich Vergleiche ja auch nicht einen Gleitschirm mit einerWeltraumrakete. Wobei selbst da zeigt sich das diese Motoren inzwischen bei weiten längere Standzeiten haben müssen pro Saison.

    Es wird Zeit für ein neuen Spruch....


    Einer von uns beiden ist klüger als Du :/

  • da passt für MICH so einiges nicht in Argumentationskette. Aber egal. Soll jeder für sich entscheiden! Ich mach auch Dinge wider besseren Wissen.

    Welches Gefährt hat gequalmt und gestunken? Was waren die Auswirkungen. Wenn schon Details bitte.

  • Das Gefährt hätte auch gestunken und gequalmt wenn du es langsam eingefahren hättest, halt nur 1000 KM später. Und wie Du dein Sofa rannimmst möchte ich auch eigentlich nicht genauer wissen. Viel Spaß auf dem Teppich :D

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  • Die Argumentation ist ja gar nicht so falsch.


    Sieht man ja an den Sprintern oder auch Autovermietungen.


    Da wird von der ersten Sekunde an Vollgas gegeben und die Fahrzeuge laufen genauso lange wie die vorsichtig eingefahrenen.


    Was für ein Gefährt das war will ich nicht sagen aber wahrscheinlich hätte der Opel Zafira auch bei vorsichtigem Einfahren irgendwann gequalmt.


    Trotzdem tu ich gerne neue Sachen schonend behandeln. Isso.

  • Langsam, langsam ...immer ruhig mit den alten Pferden.

    das klingt ja so, wie mir einmal ein alter Glaser erklärt hat das er in Frankurt beim Verglasen der Deutschen Bank aus dem 32 Stock gefallen ist. Ihm sei aber nicht passiert weil er sich ganz langsam hat fallen lassen.. :D:D .

    • Wenn Kolbenringe noch Mikrograde haben sind die nach 1000 Umdrehungen weg. Ansonsten hält der Motor sowie so nicht die Garantiezeit aus. Egal ob Du Ihn trittst oder auch nicht.
    • Rückstände wenn vorhanden, egal welcher Art, gehen vermutlich bei höheren Drehzahlen besser ab, als bei einer Bussibärfahrweise. Denn alle Flüssigkeiten haben logischer Weise auch höhere Durchflussgeschwindigkeiten.
    • Das nach 1000-2000 Kilometer das Öl und Filter gewechselt werden muss ist ja sowieso klar. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern an dem mann alle 7500 KM das Öl wechselte. Wie lange bleibt das denn heute drinnen ?
    • Und zum Ende, warum wird eigentlich immer die Formel 1 als Vergleich herangezogen. Der Vergleich hinkt absolut ich Vergleiche ja auch nicht einen Gleitschirm mit einerWeltraumrakete. Wobei selbst da zeigt sich das diese Motoren inzwischen bei weiten längere Standzeiten haben müssen pro Saison.

    hm, eine 'spitze Feder' ist wohl nicht auch eine logische Feder...:


    - die Fertigungstoleranzen und statistischen Messmethoden und Montageprozesse im PKW Motorenbau und vor allem die Schmierstoffeigenschaften erlauben heutzutage theoretisch, dass nicht eingefahren werden muss (bei einer wie auch immer gewollten Gesamtlaufdauer unter bestimmten Einsatzparametern)

    - wie immer kann es aber Ausrutscher im Fertigungsprozess geben, welche aus Kostengründen in der QM nicht erfasst werden. damit der 'Schaden' nicht früh eintritt, wird 'einfahren' immer noch empfohlen. du hast dann bei Pech (Durchrutschen) z.B. eine 'Gesamtlaufdauer' von 150t km statt 300t km (Beispiele je nach Konstruktionsvorgabe)

    - es sind vor allem die Motoröle und Additive, die hier einen grossen Fortschritt erlaubt haben. Audi z.B. hat bereits vor Jahren mit 'Long-Life-Öl' und Überwachung der Fahrprofils einen ersten Ölwechsel mit 25t km (oder 2 Jahren) nach Erstauslieferung vorgesehen

    - bei Öl geht es immer darum, dass die Viskosität möglichst beibehalten bleibt

  • hm, eine 'spitze Feder' ist wohl nicht auch eine logische Feder...

    Ok, das wolltest Du einmal loswerden, das mit der Spitze und der Logik ^^. ( huius non facim )

    was sich mir aber noch verschlißt, ist der Zusammenhang von spitz und logik, lass mich bitte nicht auch noch dumm sterben ;)

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    Einer von uns beiden ist klüger als Du :/

  • Das wollte ich ja auch nicht damit sagen, es spricht ja nichts gegen einen schonenden Umgang mit seinen Sachen.

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    Einer von uns beiden ist klüger als Du :/

  • was sich mir aber noch verschlißt, ist der Zusammenhang von spitz und logik

    es gibt wohl keinen Zusammenhang - was du möglicherweise bewiesen hast (falls du wirklich eine spitze Feder führst. dafür fehlt mir die Referenz)


    lass mich bitte nicht auch noch dumm sterben

    danke - du traust mir offensichtlich grosses zu, dass ich es verhindern könnte.


    mal schauen, was sich machen lässt :)

  • ich halte mich da an Daniel (Komotec) und Marc (Freund von mir früher Porsche/Ferrari und jetzt Mercedes).
    Zu sanftes Einfahren nimmt Leistung...angeblich eben wegen der Kolbenringe. Das heißt nicht voll aufdrehen etc... sondern aber schon mal Leistung - wenn warm - einfordern. Und bisher klappt es.
    Ich muss auch aus meinem Umfeld sagen Motorschäden sind eher selten...häufiger sind es irgendwelche Turbolader etc....die dann richtig Ärger machen.
    Obgleich - wie oben schon geschrieben - auch die Fertigung Probleme machen kann. Denke an den 1. Defender, bei dem eine der Düsen nicht richtig befestigt war. Die Vertragswerkstatt hat dann fleißig AGR Ventile getauscht (in der Garantie) bis das Motörchen stand und wollte uns dann noch einen kapitalen Motorschaden abrechnen....

  • es gibt wohl keinen Zusammenhang - was du möglicherweise bewiesen hast (falls du wirklich eine spitze Feder führst. dafür fehlt mir die Referenz)


    danke - du traust mir offensichtlich grosses zu, dass ich es verhindern könnte.


    mal schauen, was sich machen lässt :)

    Großes können auch Haufen sein ;)

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  • ich halte mich da an Daniel (Komotec) und Marc (Freund von mir früher Porsche/Ferrari und jetzt Mercedes).
    Zu sanftes Einfahren nimmt Leistung...angeblich eben wegen der Kolbenringe. Das heißt nicht voll aufdrehen etc... sondern aber schon mal Leistung - wenn warm - einfordern. Und bisher klappt es.
    Ich muss auch aus meinem Umfeld sagen Motorschäden sind eher selten...häufiger sind es irgendwelche Turbolader etc....die dann richtig Ärger machen.
    Obgleich - wie oben schon geschrieben - auch die Fertigung Probleme machen kann. Denke an den 1. Defender, bei dem eine der Düsen nicht richtig befestigt war. Die Vertragswerkstatt hat dann fleißig AGR Ventile getauscht (in der Garantie) bis das Motörchen stand und wollte uns dann noch einen kapitalen Motorschaden abrechnen....

    zur Gesunderhaltung von Turboladern:


    - PKW Turbolader erreichen Drehzahlen bis zu 400.000 u/min. diese Drehzahlen sind nur über Gleitlager dauerhaft realisierbar

    - Gleitlager sind 'hydrodynamische' Lager, d.h. man erzeugt einen Ölfilm durch rotation des Lagers, auf dem die Welle in der Lagerschale 'aufschwimmt'. erst ab einer bestimmten Drehzahl baut sich dieser Ölfilm auf und es kommt zur Trennung (keine Reibung) von Lager und Lagerschale

    - es gibt keine vom Motor getrennte Ölversorgung des Turboladers. es handelt sich um das gleiche Öl, mit dem auch die Kolben, Kurbelwelle etc. versorgt wird

    - bei einem Kaltstart ist das Öl zähflüssig und es braucht auch etwas Zeit, bis alle Lagerstellen mit ausreichend viskosem Öl versorgt ist und die Viskosität erreicht wird, damit die Trennung Lager/Lagerschale funktioniert. früher war deshalb der Kaltstart und das schnelle Hochjubeln im Kaltzustand ein Garant, den Turbolader schnell zu schädigen. man hat dann mit Lagern gearbeitet, die auch einige Minuten (auf die Gesamtlebensdauer berechnet) trocken laufen konnten. heute nimmt man z.T. auch Rollenwälzlager (Kugellager) als Massnahme für Kaltstarts und für schnelles Hochlaufen bei niedrigen Drehzahlen

    -früher wurden Turbolader auch damit gekillt, dass nach hohen Drehzahlen (hohe Temperatur im Turbo) der Motor einfach schlagartig abgestellt wurde. Ohne Betrieb der Wasserpumpe und damit Kühlung auch des Turbos verkokte dann das Öl im Gleitlager und der Lader setzte sich fest


    es lohnt sich also, genauer in die Betriebsanleitung des jeweiligen PKWs zu schauen, gerade bei älteren Autos (aus den 90igern) war der Turbo noch ein richtiges 'Verschleissteil' und sehr davon abhängig, wie warm- und kaltgefahren wurde.

  • Sorry vielleicht hast Du Recht, möchte als Fahrer eines 90er Jahre Turbos und als einer, der auf diesem Stand hängen geblieben ist anmerken/ergänzen/widersprechen:



    -Zu keinem Zeitpunkt ever waren Turbos ein Verschleißteil im Automobilbau


    -Es gab seit jeher Turbos, die 300.000km und mehr hielten und halten, richtiges Fahren vorausgesetzt


    -Die mir bekannte max. Drehzahl die mir bekannt ist liegt bei ca. 130.000 U/min


    -Zur nachträglichen Kühlung existieren seit den 80ern Umwälzpumpen, dh. es wird bei absgestelltem Motor nachgefühlt (hat der Esprit von Anfang an, ebenfalls der Elan M100)