Lotus Zulassungszahlen

  • Hi Christian - genau das ist der Punkt in dem sich hier die Denke unterscheidet. Mir ist es vollig egal, ob das ganze wirtschaftlich ist oder nicht. Da habe ich keine Einblicke und dieser Part des "Autobaus" interessiert mich auch nicht. Für mich zählt nur, ob MIR ein Auto gefällt. Denn ich bin nich Fan eines Wirtschaftunternehmens sondern eines Autos. Das sowas geht hat Alpine bewiesen - Renault ist mir völlig wurscht, aber dieses Auto ist super. So hätte der letze Verbrennerlotus für mich aussehen müssen (Europa Nachfolger) - vielleicht ohne die doofen Fernseher, aber gut. Wenn nur Autos gebaut werden sollen, die einen großen wirtschaftlichen Erfolg garantieren, dann sollte man sich auch am Markt orientieren und tausende leasingfähige SUVs jeden Monat in den Markt werfen - dafür brauch ich dann aber kein Forum und wirkliche Fans generiert man damit auch nicht.

    Mir wäre es lieber gewesen, die Chinesen hätten das ganze nicht gekauft und Lotus hätte sich weiter in die Reihe der kleinen skurillen Autobauer wie Ariel oder Morgan eigereiht und weiter unter dem Radar der breiten Masse lustige Autos für Freaks gebaut. Und wenn sie dann wie TVR irgendwann weg gewesen wären, dann hätten sie wenigstens nicht so seelenloses Zeug wie heut hinterlassen, sondern wären als skuriller Sportwagenhersteller mit treuer Fanbase gegangen. Und das ein langer Erhalt der Marke die Ersatzteilversorung der bestehenden Modelle sichert ist ja auch nur ein Märchen. Dass die kleine Fabrik da in England über lange Zeit noch "Sportwagen" bauen darf sehe ich auch noch nicht. Das wird irgendwann alles aus China kommen und England hält man sich als Hobby um die "Heritage" weiter ausschlachten zu können.

    Klingt hart - ist aber mein Empfinden der Marke gegenüber. Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

    If you make things idiot proof they’ll only bring out new and improved idiots.

  • Bist du sicher, dass sich hier die Denke unterscheidet?

    Du denkst doch auch wirtschaftlich.

    Wenn du Lotus wärst, würdest du alles aufgeben, oder etwas neues, auch wenn es etwas anderes ist, versuchen um weiterhin existieren zu können?

    Ich verstehe beide Seiten. Auch wenn mir deine Sichtweise besser gefällt.

    "Sie dürfen nicht alles glauben, was Sie denken."

    Heinz Erhardt

  • Bist du sicher, dass sich hier die Denke unterscheidet?

    Du denkst doch auch wirtschaftlich.

    Wenn du Lotus wärst, würdest du alles aufgeben, oder etwas neues, auch wenn es etwas anderes ist, versuchen um weiterhin existieren zu können?

    Ich verstehe beide Seiten. Auch wenn mir deine Sichtweise besser gefällt.

    Ich denke, es ist einfach diese Überregulierung, welche alles Individuelle kaputt macht.

    Wenn es so weiter geht, gibt es in 10 Jahren nur noch ein Standardauto als SUV, Limo oder Kombi <X

    Sieht man ja auch am VW Konzern, wie sehr die Modellpalette geschrumpft ist.

    Ich denke schon, das man als „kleine“ Firma bis zu 10.000 Autos gewinnbringend auf den Markt werfen kann, wenn der ganze Pflicht-Tinnef nicht wäre.

    "Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn alles wieder gut wäre".

    - Heinz Erhardt -

  • denken ist halt nicht machen und wissen

    bisschen wie mit meinung

    was Driftzwerg beschreibt klärt doch alles in bezug auf Lotus

    in den 1990ern hat jemand mit einem sparten fetisch ein konzept, ein par gläubige gefunden. und dann gegen jede vernunft die Elise durchgesetzt

    ein einhorn, welches nach 25 jahren immer noch ein fabelwesen bleibt.

    danke dafür, aber das war es auch.

    ich warte mal auf den 16.09.

    aber ich warte nicht auf das nächste einhorn :saint:


    ps: Seven, Elan und sonstige mobile immer miteingeschlossen.

  • ich kenn da wen, der hat die automotive geschichte in ihrer hochzeit (1950-1970) gelebt.

    fuhr zuletzt Cooper T53 Climax beim Historic F1 und was es sonst so gibt.

    die garage könnte mit allem bestückt sein, was mann sich so wünschen kann.

    ist sie aber (bis auf wenige ausnahmen) nicht. sondern 5-6 Elans für die renne oder 'nen Sprint für so. die er bis heute aus günstig gekauften UK kisten neu aufbaut... bis alles nahe perfekt ist.

    es gibt die eine story, die immer wieder den spitzbuben, den jecken, der in ihm steckt, herausholt...

    anno 1960+ mit den kumpels im Ferrari, Aston, Jaguar, Benz, Maserati, Porsche und sonstwas durch die Alpen.

    und jedesmal ist es der kleine, billige Elan der at the end of the day den meisten spass hatte UND die meiste anerkennung.

    end of story

    ps: wir haben uns erst nachdem ich meine erste Elise gekauft habe, kennengelernt.

  • Ich weiß jedenfalls, das die Kisten immer beliebiger werden.

    Alleine was dieses Jahr an Fahrzeugen ohne Nachfolger eingestellt wurde spricht Bände. Und ein R8 oder Audi TT hat sich sicherlich so schlecht nicht verkauft. Die 5. Generation vom Nissan GT-R wird in der EU garnicht mehr angeboten. :(

    Außer MX-5, Alpine, Emira gibt es doch fast nichts mehr fürs Auge und für die (Fahr)Freude.

    Sogar die 3 verrückten Engländer hatten keine Lust mehr, nur noch mit „Oldtimern“ auf Tour zu gehen. ;)

    "Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn alles wieder gut wäre".

    - Heinz Erhardt -

  • Als ich anfing, mich für Autos zu interessieren,

    gab es bei BMW den 3er, 5er und 7er, bei MB den W123, W126 und R107, bei VW den Polo, Golf und Passat. Da war die Vielfalt doch deutlich geringer als heute.

    "Sie dürfen nicht alles glauben, was Sie denken."

    Heinz Erhardt

  • Als ich anfing, mich für Autos zu interessieren,

    gab es bei BMW den 3er, 5er und 7er, bei MB den W123, W126 und R107, bei VW den Polo, Golf und Passat. Da war die Vielfalt doch deutlich geringer als heute.

    Triumph, TVR, Alfa Spyder, Gulia, Opel GT, Manta, D-Kadet GT/E, 911, 924, 928,, Fiat Panda, Corvette, Magnum Ferrari, Countach, M1, 635i… ;)

    "Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn alles wieder gut wäre".

    - Heinz Erhardt -

  • (…) in den 1990ern hat jemand mit einem sparten fetisch ein konzept, ein par gläubige gefunden. und dann gegen jede vernunft die Elise durchgesetzt

    ein einhorn, welches nach 25 jahren immer noch ein fabelwesen bleibt.
    (…)

    Je länger ich darüber nachdenke: das mit dem „Einhorn“ trifft es. Lässt mich nicht mehr los, der Satz. Passender Vergleich. Danke!

    - the ultimate sophistication -

  • Für mich zählt nur, ob MIR ein Auto gefällt. Denn ich bin nich Fan eines Wirtschaftunternehmens sondern eines Autos. Das sowas geht hat Alpine bewiesen - Renault ist mir völlig wurscht, aber dieses Auto ist super.

    ..und für das Wirtschaftsunternehmen zählt, dass man Gewinne macht. Wenn ein Auto nur Einzelnen gefällt, wird es schwierig. Die Alpine ist auch kein Verkaufsschlager und Renault verdient auch kein Geld damit. Aber Renault kann sich das leisten, weil sie noch eine Vielzahl anderer Modelle haben und mit der Alpine ihr Image etwas aufpolieren.

    Ihr trauert den alten Lotus-Modellen nach, aber letztendlich gab es halt zu wenige "Autoverrückte" die so etwas gekauft haben. Falls die Nachfrage nach solchen Modellen wirklich so groß ist, müsste ja ein regelrechter Run auf die vorhandenen gebrauchten "alten" Lotus-Modelle entstehen. Dass dem nicht so ist, sieht man u.a. auch an den Verkaufsanzeigen in diesem Forum. Da warten doch viele über Monate auf einen Käufer.
    Vielleicht wird künftig tatsächlich die Nachfrage steigen, da das Angebot ja naturgemäß noch knapper werden wird. Ist aber völlig ungewiss.
    In 10 Jahren werden vermutlich die meisten mit einer Handschaltung und Kupplung gar nichts mehr anfangen können. Wäre schön wenn es nicht so kommt. Letztendlich aber auch egal, denn viele sind ja so begeistert, dass sie ihre Kisten sowieso nicht verkaufen.

    Nur für den Fall, dass es zu negativ rüberkommt: Ich liebe meine Evora 400 und habe noch kein Auto gefahren, dass mir beim Fahren mehr Freude bereitet hat. Und ich kann auch nachvollziehen, dass andere das bei ihrer Exige oder Elise ähnlich empfinden. Jeder legt ja seine Schwerpunkte anders.

  • Ich sag es mal anders: wem hätte es weh getan, wenn Lotus die Elise, Exige, hätte weiterbauen können. Die EU Regularien für Autos in diesen homöopathischen Dosen sind einfach… wenn ich keinen Airbag in der Kiste haben will, wen juckts.

    "Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn alles wieder gut wäre".

    - Heinz Erhardt -

  • Ich sag es mal anders: wem hätte es weh getan, wenn Lotus die Elise, Exige, hätte weiterbauen können. Die EU Regularien für Autos in diesen homöopathischen Dosen sind einfach… wenn ich keinen Airbag in der Kiste haben will, wen juckts.

    In der Sache richtig. Logisch. Aber hier geht’s leider nicht um Logik, sondern ums Prinzip. Das bringt alles nichts … 🤷🏼‍♂️

    - the ultimate sophistication -

  • Ich sag es mal anders: wem hätte es weh getan, wenn Lotus die Elise, Exige, hätte weiterbauen können.

    Eben nicht. Die ganzen Assistenten (Abstands,-Hand-am-Lenkrad,-Müdigkeits,-wasweissich) hätten nachgerüstet werden müssen. Ebenso wie hömmele Seiten-Dach-sonstwo Airbags. Dazu kommt der Motor, der die aktuellen Grenzwerte nicht einhält..

    Die deutsche Bahn ist die beste Autowerbung

  • Eben nicht. Die ganzen Assistenten (Abstands,-Hand-am-Lenkrad,-Müdigkeits,-wasweissich) hätten nachgerüstet werden müssen. Ebenso wie hömmele Seiten-Dach-sonstwo Airbags. Dazu kommt der Motor, der die aktuellen Grenzwerte nicht einhält..

    Genau mein reden. Wem hätte es weh getan. Keine 100 Autos im Jahr. Wenn mir das zu „gefährlich“ ist…

    Ich steig ja auch immer noch in meine S1 ohne das Gedöns.

    Gefährden tue ich nur mich. Und nach dem Gesichtspunkt gehören Motorräder ja komplett verboten.

    Ich brauch keine Nanny

    "Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn alles wieder gut wäre".

    - Heinz Erhardt -

  • Falls die Nachfrage nach solchen Modellen wirklich so groß ist, müsste ja ein regelrechter Run auf die vorhandenen gebrauchten "alten" Lotus-Modelle entstehen. Dass dem nicht so ist, sieht man u.a. auch an den Verkaufsanzeigen in diesem Forum. Da warten doch viele über Monate auf einen Käufer.

    Zum Teil sind die aber auch preislich so ambitioniert, dass man sich als Käufer fragen muss ob es einem das wirklich wert ist.

    Ich kenne angebotene Elisen, die sind 3-4 Jahre älter als meine und sollen jetzt 5k teurer sein als ich 2021 als Neupreis bezahlt habe.

    Andere sind auch durch KomoTec oder Jubu Tuning-Hände gegangen und das will auch nicht jeder.

    Wer jetzt eine Elise oder Exige zum behalten sucht, der will gerne mal eine weitgehend serienmäßige und kein Tuning Opfer.

    Genau darum stehen die oft lange, aber jeden Tag klingelt ja irgendwo ein Wecker. Man muss das nur abwarten.

  • Interessante Diskussion. Gehen wir doch mal zurück, warum Geely Lotus übernommen hat:
    Weil Lotus zu Proton gehörte und praktisch mit übernommen werden musste.
    Geely hat sich dann wahrscheinlich mit dem Namen Lotus und der Historie gedacht...da kann man noch etwas herausholen. Oder aber: Geely hätte ohne Weiterführung mehr Geld an den britischen Staat zurück zahlen müssen.
    Also Resteverwertung in Richtung Emira wie damals beim Europa.
    Die Elektrokisten sind ja ohnehin kein Lotus, sondern Polestar oder Volvo mit einer anderen Hülle.
    Es ging nie darum wirklich etwas aus Lotus zu machen. Es ging darum möglichst geringen Verlust einzufahren.
    Und jetzt wirklich noch einen kleinen leichten Sportwagen auf den Markt zu bringen? Warum? Die Zeiten sind vorbei!
    Es gibt den MX5 als einen der letzten seiner Art, der aber auch Tradition hat.

    Ansonsten kannst Du mit den Teilen in der Preisklasse einfach kein Geld verdienen.
    Alpina ja....aber egal wie ihr es dreht und wendet. Mit der Elektronik der neuen Autos fährt ein anderer Kleinwagen schon Kreise um Euch.
    Also wie soll denn da das Lastenheft aussehen? Und nicht vergessen da müssen einige Arbeitnehmer davon leben.
    Und im Hinterkopf, dass wir allgemein gerade auf eine Rezession zusteuern und zwar weltweit.

  • Es ging nie darum wirklich etwas aus Lotus zu machen. Es ging darum möglichst geringen Verlust einzufahren.
    Und jetzt wirklich noch einen kleinen leichten Sportwagen auf den Markt zu bringen? Warum? Die Zeiten sind vorbei!
    Es gibt den MX5 als einen der letzten seiner Art, der aber auch Tradition hat.

    Ansonsten kannst Du mit den Teilen in der Preisklasse einfach kein Geld verdienen.
    Alpina ja....aber egal wie ihr es dreht und wendet. Mit der Elektronik der neuen Autos fährt ein anderer Kleinwagen schon Kreise um Euch.
    Also wie soll denn da das Lastenheft aussehen? Und nicht vergessen da müssen einige Arbeitnehmer davon leben.
    Und im Hinterkopf, dass wir allgemein gerade auf eine Rezession zusteuern und zwar weltweit.

    Ich glaube, dass mit „richtigen“ Sportwagen sowieso nicht das große Geld zu verdienen ist. Porsche hat nicht wegen dem 911 überlebt - sondern wegen der SUVs. Ferrari ist noch mal ein ganz anderes Thema und die Leute ticken auch ganz anders.

    Kleine performante Sportwagen als alleiniges Produkt ? Schwierig. 2000-2010 konnte man das Sterben der dazu gehörenden Hersteller miterleben (Wiesmann, Artega & Co). Beim RS2000 (Melkus / Lotus) habe ich das seinerzeit gut verfolgen können. Egal wie groß / klein ein Auto dann am Ende ist - die hauptsächlichen Entwicklungs- und Produktionskosten werden nicht durch die Größe / Gewicht des Autos bestimmt - sondern durch die Regulatorik. Und für ein kleines Auto >100 K€ zu bezahlen - da braucht es schon einen guten Grund (für den Käufer) und der ist meist nicht an die Technik, sondern an das Repräsentationsbedürfnis (Porsche / Ferrari) gebunden. OK, Geldanlage ist auch ein Thema (Porsche Sondermodelle).

    Und auch die großen Hersteller werden sich keine „Verlustbringer“ mehr ans Bein binden. Renault / Alpine dürfte ein besonderer Glücksfall gewesen sein. Dafür ist Renault auch ausdrücklich zu loben. Ob die Geschichte aber fortgesetzt wird ? Mazda (MX5) ist der einzige Hersteller, der so etwas wirklich in den Massenmarkt bringen konnte. Und selbst hier läuft die sportliche Version (2.0 l) aus und es bleibt nur der 1.5l-Magermotor.

    Freuen wir uns also an den Autos, die wir haben - da kommt nichts besseres nach.

    Anmerkung: gerade Elise-Exige-Evora in den verschiedenen Serien bedienen eine breite Palette ganz unterschiedlicher Interessenten und es ist schön, dass wir uns trotzdem in einem Forum austauschen können.

  • Klingt hart - ist aber mein Empfinden der Marke gegenüber. Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

    verstehe ich nicht wirklich, der Hersteller ist für dich doch bereits tot.

    wenigstens 'pflegen'/nutzen sie die Marke und auch noch die gleiche Infrastruktur (Werk, Racetrack, Classic Lotus). und wenn du davon keinen Nutzen siehst, welchen konkreten Schaden hast du / wir denn?

    und nochmal, ich denke, du und ich waren nie ein Kunde und wären es auch nicht gewesen, denn der Preis war keine 26k Euro für eine S1 (umgerechnet und inflationsbereinigt und vor allem nicht nach Lotus VK zum Ende der S1) und die über 40k Euro für eine S2 im Jahre 2002 spiegeln (auf jeden Fall aus Lotussicht) eher den 'Marktpreis' in dem Jahre wieder für eine Elise nach den damaligen Preislisten. für 40k konnte man schon einen ganze Menge Auto da draussen kriegen, da musste man eine 'nackte' Elise ohne alles mit 120 PS Rover schon wollen. auf Papier selbst mit Photo erklären konnte man das nur schwerlich.

    wohingegen ich Stand heute durchaus die Emira zum VK Preis interessant finde (aber auch nur, weil ich trotz der Lotus'themen', das Design und die Fahrleistungen/-verhalten) selbst auf Papier für konkurrenzlos im Umfeld halte.

    Sieht man ja auch am VW Konzern, wie sehr die Modellpalette geschrumpft ist.

    ist das wirklich so?

    die Marken- und Variantenvielfalt des VW Konzerns ist doch immens...

    ich denke, das Thema 'MotorSport' zieht immer weniger beim Verkauf von PKW.

    Ich denke schon, das man als „kleine“ Firma bis zu 10.000 Autos gewinnbringend auf den Markt werfen kann, wenn der ganze Pflicht-Tinnef nicht wäre.

    hat Lotus doch bereits in den Jahren 96-03 versucht. hat nicht geklappt. und selbst mit Einführung der Toyota Elise hatten sie einen Ausnahmegenehmigung für die USA erhalten.

    mal zu den ganzen Features, natürlich kann jeder einzelne entscheiden, was ihm wichtig ist. aber leider ist so ein Fahrzeug mit allen seinen Konsequenzen (Umwelt, Sicherheit...) ein zu 'grosses Ding' mit zu grossen Auswirkungen über die Einzelentscheidung eines Einzelnen, als dass es nicht reguliert werden sollte.

    alleine die Auswirkungen bei Unfällen sind nicht deine alleinige Entscheidung, denn da werden im Falle eines Falles die weitere Gesellschaft und Individuen mit unserem Gesundheitssystem aktiviert und einbezogen. ich kann mir gut vorstellen, dass die Notfallsanitäter und Ärzte den Airbag weiterhin einfordern werden. und wir können natürlich darüber diskutieren, ob man statt in PKW Sicherheitsmassnahmen eher in Verbote von Motorrädern, statt Polsterungen von Leitplanken fordert, oder diese direkt weglässt. worauf ich hinaus will - zum Thema Sicherheit gibt es zwar ein Abwägen aber seltenst ein zurück, wenn wir die Kosten für Massnahmen als Gesellschaft bereits tragen.

    und es stimmt auch nicht, dass Regularien, die für alle gelten, die Vielfalt grundsätzlich einschränken. ja, am Anfang, wenn einigen nichts einfällt, da werden vielleicht die gleichen, schnellen Ideen und Massnahmen ergriffen, aber bereits nach einiger Zeit wird die Vielfalt der Lösungen zunehmen, denn jeder versucht die Nische oder das bessere zu finden, um eine Daseinsberechtigung für sich zu erarbeiten. gerade Lotus ist doch historisch ein Beispiel dafür, dass man trotz der Regeln oder gerade deswegen, da was interessantes auf die Beine trotzdem stellen und damit sogar gewinnen kann (naja, nicht finanziell vielleicht...).

    diese unterschwelligen Behauptung und Empfindung einiger hier, dass gerade die S1, frühe S2 eigentlich das Ende der Fahnenstange ist, ist m.E. bezeichnend dafür, dass eben für Lotus keine weitere Daseinsberechtigung gegeben hätte, würden die 'Goalposts' nicht von aussen verschoben werden.

    das Problem wäre doch immer gewesen, dass es bereits genügend einfache Fahrzeuge am Markt gegeben hätte und jede weitere Iteration einfach nicht interessant genug gewesen wäre (siehe Übergang S1 zu S2 zu S3). im besten Falle konnte man durch Einsatz von ABS, Airbags, Klima, Toyotamotoren eher neue Kunden anlocken, denen die Fahrzeuge zuvor einfach zu wenig boten, und sei es vermeintliche Zuverlässigkeit, Komfort oder Sicherheit. ich denke, wir haben fast alle die Erfahrung gemacht, dass von den Fahrleistungen her oder vom Design ein Wechsel nicht nötig ist. aber natürlich möchte keiner heute eine S1 oder S2 zum Preis einer S3 kaufen, denn dann würde ja was 'fehlen'.

    und genau das fällt dem Neuwagenkäufer auf, der sich das Auto neu im aktuellen Umfeld anschaut. oder wer würde selbst von uns heute wirklich noch eine Elise ohne Klima, ABS und Airbag zu einem aktuellen Neuwagenpreis kaufen? also bei Lotus war ja nicht ausreichend Kundschaft...

    und andere Exoten, wie Ginetta, Morgan, TVR, Caterham und wie sie alle heissen, brummen nicht gerade oder sind finanziell Land unter.

    Alleine was dieses Jahr an Fahrzeugen ohne Nachfolger eingestellt wurde spricht Bände. Und ein R8 oder Audi TT hat sich sicherlich so schlecht nicht verkauft.

    naja, wir wissen ja nicht, welche Entscheidungsgrundlagen ausschlaggebend waren. es ist aber eher selten, dass man als Hersteller ein finanziell erfolgreiches Modell mit Perspektive komplett einstellt. eher denke ich, dass gerade diese Modelle fast nie über ihren Lebenszyklus einen Gewinn beigetragen haben, sondern teilweise für die Positionierung der Marke genutzt wurden (siehe Sport oben).

    Porsche macht es ja mit dem 911 genauso, mit dem Modell alleine kamen sie ja seinerzeit fast nie auf einen grünen Zweig und wahrscheinlich heute auch nicht. trotzdem haben sie das Modell und die Bezeichnung nicht eingestellt, weil es die Marke immer noch definiert und verankert.

    Marke Lotus könnte/sollte deiner Meinung nach der chinesische Fahrzeughersteller, der den Namen "Lotus" übernommen hat, weiter verfolgen, um wirtschaftlich Autos verkaufen zu können, die den gesetzlichen Vorgaben entsprechen und den Kunden dazu bewegen, ein chinesisches Auto mit der Aufschrift "Lotus" zu präferieren und gleichzeitig als "Lotus" auch bei den Enthusiasten akzeptiert/anerkannt zu werden?

    mir fehlt die Kreativität, da was neues auszudenken. der gemachte Plan von Lotus war für mich nachvollziehbar, wenn bisher nicht so erfolgreich. Lotus ist immerhin eine Marke, die man (noch) weiter nutzen kann und sollte.

    die Elise war, wie hier bereits gut tituliert, auch aus meiner Sicht ein Einhorn und überhaupt nicht für Lotus typisch, dafür reicht doch ein Blick in den interessanten historischen Lotus PKW Katalog, um das zu erkennen.

    so wie geplant sollte Lotus Hethel weiterhin 2- (+2) Sitzer bauen. und ich wünsche mir weiterhin relativ gute Fahrleistungen und super Design zu einem relativ niedrigen Preis vs. Aussehen. so wie bisher auch, damit sie für mich interessant bleiben sollen und ich das Portemonnaie mal wirklich für einen Lotus-Neuwagen (Sportwagen) zücke. die Emira ist schon nah dran, aber die I4 Vorstellung war bis jetzt ernüchternd und der V6 ist mir etwas zu alt.

    deshalb bin ich auf einen elektrischen Lotus echt gespannt, denn viele elektrische Sportwagen in der Sphäre um 100k gibt es noch nicht.

  • ... oder wer würde selbst von uns heute wirklich noch eine Elise ohne Klima, ABS und Airbag zu einem aktuellen Neuwagenpreis kaufen? also bei Lotus war ja nicht ausreichend Kundschaft...

    und andere Exoten, wie Ginetta, Morgan, TVR, Caterham und wie sie alle heissen, brummen nicht gerade oder sind finanziell Land unter.

    Hab die S3 vor 3 Jahren gekauft. Auf Airbag und ABS hätte ich verzichtet, wenn möglich. Bei der Klima geb ich zu, das ich die schon schätze. Liegt vielleicht am Alter ^^ Würde ich auch zu dem Preis von damals jederzeit wieder als Neuwagen nehmen.

    "Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn alles wieder gut wäre".

    - Heinz Erhardt -

  • Bei der Klima geb ich zu, das ich die schon schätze. Liegt vielleicht am Alter

    bei der S2 wurde das Ding noch wegen mangelnder Funktion und 15kg Mehrgewicht häufig nachträglich ausgebaut..

    bei einer S3 macht es den Braten auch nicht fett (leichter)

    Abnehmbares Lenkrad wäre mir wichtiger :D

    liegt wahrscheinlich auch am Alter

    hier würden die 15kg weniger wahrscheinlich sehr helfen

    ;)

  • bei der S2 wurde das Ding noch wegen mangelnder Funktion und 15kg Mehrgewicht häufig nachträglich ausgebaut..

    bei einer S3 macht des Braten auch nicht fett (leichter)

    liegt wahrscheinlich auch am Alter

    hier würden die 15kg weniger wahrscheinlich sehr helfen

    ;)

    Ich hab die Wechseljahre nicht gut verkraftet :D Wenn ich heute nur ein Bier anschaue...;(

    ;)

    "Früher war alles gut, heute ist alles besser. Es wäre besser, wenn alles wieder gut wäre".

    - Heinz Erhardt -