Zugeschaut, Mitgebaut Teil 4: Motor

  • Hallo Herbert,
    ja, genau, silber metallic. Ich weis nicht, obs der Originalfarbton passend zur VIN ist, aber das ist mir offengestanden auch wurst, weil die Farbe auf dem Auto echt gut aussieht, in die Zeit passt und dazu der erste Entwurf/Urprototyp von ItalDesign auch silbern war.
    Viele Grüße.
    Martin

    Don't only dream about, feel it and do it!

  • Guten Morgen Martin


    danke für deine Informationen, wie ich sehe, kommst du mit deinem Schmuckstück gut voran!
    Was das Vorwärm-System betrifft, bin ich inzwischen einen anderen Weg gegangen.
    Im Zuge einer Kühlsystem-Erneuerung (Kühler, Lüfter, Halte-Rahmen NEU!) habe ich ein
    Vorwärme-Element vorne am tiefsten Punkt der Kühlleitung verbaut. Da ja warme Flüssigkeit
    eine geringere Dichte aufweist, (siehe Geothermie) steigt die warme Kühlflüssigkeit nach oben.
    Das bedeutet, wenn das System sich auf ca. 50°C erwärmt, steigt auch die Motortemperatur,
    als auch die Öltemperatur. Nach einigen Testphasen hat sich das als eine feine Sache erwiesen!
    (wenn man auch im Winter fährt! :) ) Der Motor lässt sich viel leichter starten, manchmal
    sogar ohne Choke! Das schont das gesamte Material. :thumbsup:
    Manko: man braucht eine 220V Steckdose in der Nähe und eine Zeitschaltuhr.


    LG. Holger

  • Guten Morgen


    Die Kühlflüssigkeit erwärmt den Motor, diese Wärme wirkt (wenn auch nur gering) auch auf das Motoröl.
    Bein kalten Motor entsteht viel mehr Materialverschleiß als bein vorgewärmter Motor, sieht man und spürt man
    schon beim Startvorgang.


    mit freundlichen Grüßen
    Holger

  • Naja. so ganz will ich nicht an den Erfolg der Maßnahme glauben.


    Wenn du das Heizelement im großen Kühlkreislauf verbaut hast, wirst du kaum eine anständige Zirkulation hinbekommen.


    Zum einen, ist die rein durch Konvektion bedingte Zirkulation nicht sehr effektiv, sodass eine Umwälzpumpe benötigen wirst.
    Deweiteren wird das Thermostat im den Kreislauf verschliessen. u.s.w.


    Das Thema ist aber durchaus interessant, aber mach doch lieber einen neuen Thread auf bevor wir Martins Restaurationsbericht auf den Kopf stellen.


    Gruß Claude

  • Hallo Holger, hallo Claude,
    ich hoffe, dass es im Gegensatz zu anderen Threads hier friedlich bleibt. 2Menschen haben immer unterschiedliche Erfahrungen und Herangehensweisen. Daher kurz zur Technik, um das Thema rund zu machen und dann wieder zum eigentlichen Restaurierungsbericht zurückzukehren, der vielleicht anderen bei der Restaurierung/Reparatur ihres Esprit helfen soll ;-)
    Vorwärmung ist generell natürlich eine gute Sache, um das Kaltstartverhalten zu verbessern und gerade den erhöhten Verschleiss am Anfang zu reduzieren. Teile des Kühlwassers vorzuwärmen ist sicher ein Anfang, besser wäre aber Block und das gesamte Kühlwassersystem auf die gleiche Temperatur zu bringen. Das wiederum lässt sich konsequent nur mit einer elektrischen Wasserpume und einer Regelung ohne Thermostat realisieren. Dann aber sind wir bei den Fragen: "Originalität? Aufwand/Nutzen?" Wenn ein Oldtimer fast nur im Sommer bei wesentlich geringerer Laufleistung als ein Alltagsauto bewegt wird, wie ich es beabsichtige, macht es für mich wenig Sinn, mir darüber Gedanken zu machen. Daher werde ich keine Vorwärmung einbauen, sondern mich mit dem Konzept begnügen, was nach wie vor in Millionen Autos gute Dienste leistet, wenn man dem Motor genug Vorwärmzeit lässt, bis man aufs Gas steigt ;-)
    Direkte Fragen zu Arbeitsschritten sind natürlich weiter ausdrücklich willkommen :-)
    Viele Grüße.
    Martin

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  • Noch ein Detail bevor der Motor dahin kommt, wo er hin soll. Leider war die Spannrolle des Klimakompressor-Keilriemens ziemlich verrostet und da das Lager auch schwer beschaffbar ist, habe ich mich zu einer Nachfertigung entschieden. Falls jemand vor ähnlichen Problemen steht, habe gleich einige Stück verschiedener Varianten der Spannrolle hergestellt ;-)


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  • Hallo Martin,
    ich muss gestehen das ich etwas neugierig bin!
    Wie bist Du denn vorangekommen seit Januar, gibt es ein Update?
    :)
    Gruß André

    So langsam gehts mir wie dem Virus, ich brauche dringend einen Wirt.

  • Hallo André,


    vielen Dank für Dein Interesse. Es gibt inzwischen einen Teil 6 über den Zusammenbau, den Frank (vermutlich wegen anderer Sorgen) nicht angepinnt hat. Dort geht's um den Einbau von Motor/Getriebe in den Rahmen, Hosenrohr selber bauen usw. Die letzten 3 Monate bin ich leider aus beruflichen Gründen nicht dazu gekommen, aber langsam fange ich wieder an. Letzte Woche habe ich den Verteiler überholt und getestet und diese Woche mache ich mich über die Vergaser her. Veröffentlichung folgt, sobald ich Zeit finde. Da dieses Sachen zum Motor direkt gehören, passiert das auch in diesem Fred.
    :)
    Viele Grüße.
    Martin

    Don't only dream about, feel it and do it!

  • Danke Martin!
    Jetzt wo Du es schreibst, stimmt ja da war noch ein weiterer Fred...
    Hatte ich auch schon etwas drin gelesen und „geliked“, aber aus den Augen verloren.


    :D


    Wünsche Dir gutes gelingen!!

    So langsam gehts mir wie dem Virus, ich brauche dringend einen Wirt.

  • Hallo Lotusfreunde,
    endlich gibt es wieder kleine Fortschritte, daher ein paar Bilder als Update. Zunächst musste ich mir aus Teilen den Verteiler neu aufbauen. Bei den Lucas 45DM4 mit magnetischen Abnehmern für die Constant Energy Zündung AB14 sind meist die flexiblen Leitungen zur Aufnehmerspule gebrochen. Das lässt sich leicht mit einem Ohm-Meter prüfen, ich glaube der korrekte Wert liegt so bei 3,4Kiloohm. Nach Aufbau des Verteilers habe ich mit einer stufenlos in der Drehzahl verstellbaren Drehbank eine Art "Testbench" gebaut, um nachher nicht ein blaues oder gar funkenloses Wunder zu erleben. Doch seht selber:


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  • Dann waren die Vergaser dran. Habe vor geraumer Zeit ein fast neues Paar DHLA 45 D auf Ebay erstanden. Nach dem Zerlegen habe ich festgestellt, dass original ab Werk in einem der Vergaser beide Leerlaufdüsen fehlten, weshalb der Verkäufer bei der Einstellung wohl verzweifelt ist und sie daraufhin verkauft hat. Manchmal hat man einfach Glück :D Nach dem Reinigen alle Teile mit neuen O-Ringen, Dichtungen usw. wieder zusammengebaut, was dann so aussieht:


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  • Bei den Lucas 45DM4 mit magnetischen Abnehmern für die Constant Energy Zündung AB14 sind meist die flexiblen Leitungen zur Aufnehmerspule gebrochen

    Genau das ist mir passiert, ca. 2km nach der TÜV-Prüfung. ;)
    Ich habe dann auf ein anderes System umgebaut. Bei SJ
    bekommt man noch alle Teile.


    MfG


    Lars

    Das Leben ist zu kurz um langweilige Autos zu fahren.

  • Hallo Lars,


    ist von der Konstruktion echt ein Schwachpunkt, aber ich habe einige Abnehmerspulen (auch neue) hier und es gibt hochflexibles Siliconkabel, um es dann direkt an die Spule anzulöten. In USA habe ich nachgefertigte Abnehmerspulen gesehen, sind aber sündhaft teuer. Ansonsten finde ich das AB14 nicht schlecht, deswegen habe ich mich entschieden, das original zu lassen.


    Viele Grüße.


    Martin

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  • Hallo Lotusfreunde,


    um die Vergaser montieren zu können, fehlten noch die Spacer/Dämpfer. Da die Originalteile vom Excel SE konisch sind und den Querschnitt verjüngen (kann mir mal jemand von den Experten hier erklären warum??? Verhalten im Leerlauf und bei niedrigen Drehzahlen???) habe ich mir selber welche aus Alu angefertigt (Kontur Drahterodiert, O-Ring-Nut Gedreht):


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  • Hallo Lotusfreunde,


    um die Vergaser montieren zu können, fehlten noch die Spacer/Dämpfer. Da die Originalteile vom Excel SE konisch sind und den Querschnitt verjüngen (kann mir mal jemand von den Experten hier erklären warum??? Verhalten im Leerlauf und bei niedrigen Drehzahlen???) habe ich mir selber welche aus Alu angefertigt (Kontur Drahterodiert, O-Ring-Nut Gedreht):


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    Hallo Martin,


    zu der Verjüngung der Spacer fällt mir folgendes auf die Schnelle ein, was ggfs. der Grund sein könnte, durch die Verjüngung möchte man vielleicht eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit erreichen die in Kombination mit den Vergasern gewünscht ist um die Gemischbildung und letztendlich die richtige Füllung der Zylinder hinzubekommen.


    Gruss

    Jonas

  • Hab mal gelesen, dass diese "Verjüngungen" das Rückströmen der Gassäule kurz nach dem Schliessen des Ventils verringern soll.
    Die Rückströmung soll angeblich an den Wandungen am stärksten sein. Speziell die sich dort stark niederschlagenden Kraftstofftröpchen werden so an der Rückströmung gehindert und stehen bei erneuter Ventilöffnung sofort wieder zur Gemischbildung zur Verfügung.

  • Hallo,


    man wird sehen wie der Motor sich unter Last verhält. Eigentlich hat man solche Reduzierungen früher ja benutzt, um Mopeds zu drosseln ;-) Der Autotuner meines Vertrauens sagt "Ansaubrücke sollte innen rau sein, um Kondensation entgegenzuwirken. Den Durchgang zu reduzieren hält er im Volllastbereich für kontraproduktiv. Erst mal die anderen Baustellen fertig machen ;-)


    Viele Grüße.


    Martin

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  • Danke für den Link,


    halte ich aber eher für theoretisch. Setze mich im Job auch mit Strömung auseinander, das Schaubild ist extrem idealisiert um nicht zu sagen, unrealistisch. Beim Einströmen bilden sich hinter der Kante Wirbel. Auch würde eine Rückströmung niemals derart sauber "reflektiert" geschweige denn dass sie so die Wand entlang läuft, weil die Strömungsgeschwindigkeiten an der Wand drastisch kleiner sind. Dazu ist der Ansaugkrümmer gar nicht gerade sondern stark gebogen.

    Also schaun wir mal, wie sich das Ding übers Drehzahlband verhält. Wenn es gut läuft, bleibts beim grossen Durchlass ;-)


    Viele Grüße.


    Martin

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